Warum kostet es (mir) mehr Kraft nichts zu tun, als etwas zu tun?

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5 Antworten

Der Mensch hat in der Regel ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung. Wenn man nun so extrem wenig gefordert ist durch die Situation in der Arbeitsstelle, wird eine solche Anerkennung naturgemäß ausbleiben, was zu einem Unwohlsein führt, obwohl man denken könnte, dass die fehlende Belastung eher mit Vergnügen akzeptiert wird. Dass dem nun nicht so ist, liegt wieder in unserer Stammesgeschichte begründet. Gruppen, in denen sich die Individuen durch Arbeitsamkeit und sinnvoll eingesetzte Aktivität definierten, waren solchen langfristig überlegen, wo Müßiggang und Arbeitsvermeidung das Leitmotto ausmachten. So steckt uns das alte Erbe noch in den "Genen", das uns antreibt und uns mehr Wohlbefinden erleben lässt, wenn wir gute Arbeit machen können, auf die dann auch eine angemessene Belohnung und Anerkennung folgt.

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Das ist doch ganz normal, dass man tätig sein möchte. Ein gesunder Mensch ist in seinen wachen Stunden munter.

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Ach Du liebe Güte - klingt, als würdest Du meine Arbeitssituation beschreiben...;-)

Ich kann Dich soooooo gut verstehen. Nichts bei der Arbeit zu tun zu haben ist sehr ermüdend! Wenn man sich im Freundeskreis darüber beklagt, heißt es immer: "Du hast es doch gut, wenn du wüsstest, was ich für einen Stress habe!"

Nein, man hat es nicht gut. Jedenfalls nicht, wenn man ein Mensch ist, der Leistung erbringen möchte, Ideen hat und es toll findet, wenn diese auch anerkannt werden.

Wusstest Du, dass es nicht nur ein "burnout"-Syndrom gibt, sondern auch ein "boreout"-Syndrom? Damit fühle ich mich mit meiner Situation gut beschrieben. Passt ja vielleicht auch auf Dich...

Kannst Du vielleicht den Job wechseln? Ich habe lange darüber nachgedacht, aber ich werde in diesem Jahr 50 und ich verdiene in meinem jetzigen Job gutes Geld und er ist sicher. Daher bin ich zu diesem Schritt zu feige.

Meine Lösung, mit der ich mir ein bisschen Zufriedenheit zurückerobert habe: ich habe mir ein Ehrenamt gesucht, welches für mich sinnstiftend ist und wo ich die Anerkennung bekomme, die ich im Beruf vermisse.

Außerdem bin ich mit einem Fernstudium angefangen - schließlich kann ich ja während der Arbeitszeit dafür lernen...;-)

Viel Glück!

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Kommentar von Jupiter7468
20.04.2016, 18:02

Darf ich fragen wie und unter welchen Umständen man ein Fernstudium beginnt? Ist das das gleiche wie eine Uni?

Ich hab schon viel davon gehört, finde es aber trotzdem interessant warum dann überhaupt noch Leute auf die Uni gehen?

Kann ich ja gleich nur Fernstudium machen und gemütlich von zuhause lernen.

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Du fühlst dich eben gut, wenn du etwas geschafft hast. Mir erschein die Zeit bei Nichtstun auch länger, habe lieber Stress auf der Arbeit. Danach bin ich weniger ausgelaugt.

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Pass dich nicht an, sondern gehe deinen eigenen Weg.

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