Warum konvertiert sich Konstantin ausgerechnet zum Christentum und nicht zu einer anderen Religion?

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6 Antworten

Das ist in der Forschung nicht ganz klar. Allerdings weniger die Frage, warum zum Christentum, sondern warum er überhaupt konvertierte.

Das Christentum war im 3./4. Jahrhundert schon relativ stark im Römischen Reich etabliert. Man geht von ungefähr 10% der Bevölkerung aus, die sich mehr oder weniger stark zum Christentum zugehörig fühlten. Daher wird auch Konstantin mit der christlichen Religion in Kontakt gekommen sein.

Andere Religionen wie das Judentum konnten sich innerhalb des Römischen Reiches nie wirklich durchsetzen und blieben regional begrenzt. Eine größere Ausbreitung fand nur das Christentum - und dies vor allem, da es eine Religion war, mit der sich gerade arme und sozial eher isolierte Bevölkerungsschichten identifizieren konnten.

Ob Konstantin sich jedoch tatsächlich als Christen gesehen hat, ist ebenso umstritten. In seiner Anfangszeit wandte er sich noch eine Gottheit "Sol Invictus" (Unbesiegbare Sonne), die jedoch bereits starke christliche Züge trug. Allerdings war Sol eher eine Siegesgottheit, auf die sich Konstantin bei einigen Schlachten und inneren Kämpfen berief.

(Das ist übrigens durchaus "übliche" Stufe im Prozess der Christianisierung, die bei auch anderen Völkern aufgetreten ist. Auch die skandinavischen Herrscher sahen Christus zu Beginn vor allem als eine Art Kriegsgott, der Schlachtenglück gegen die alten heidnischen Götter versprach.)

Erst ab 324 bekante sich Konstantin offen zum Christentum.

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Felix30 24.01.2016, 11:50

Könnte es aber auch sein dass er überzeugt ist dass er dank dem christlichen zeichen das er in seiner vision gesehen ist?

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JBEZorg 25.01.2016, 22:10
@Felix30

Berufung durch Vision ist ein Märchen fürs Volk.

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Die christliche Kirche hatte nicht nur starken Zulauf im Reich, nicht zuletzt in den Oberschichten, sondern sie war auch im ganzen Reich gut organisiert und vernetzt. In fast allen wichtigen Stadtgemeinden gab es auch eine christliche Gemeinde und christliche Amtsträger. Keine andere Religionsgemeinschaft hatte solche organisatorischen Voraussetzungen wie die christliche Kirche. Das bot Constantin die Möglichkeit, sich durch eine tolerante, die Kirche fördernde Politik eine in allen Provinzen bis auf die Ebene der Kommunalverwaltungen reichende Unterstützung zu gewinnen, die seine eigene Herrschaft stützte und absicherte. Die christliche Kirche nutzte die tolerante Politik und Förderung Constantins, um eine staatlich anerkannte "Reichskirche" aufzubauen.

MfG

Arnold

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Viel Auswahl gab es nicht und was exisiterte, nicht umfassend genug, wie z.B. der Mithras, - und der Isiskult. Der jüdische Glaube war und ist nur regional beschränkt, einen Islam gab es noch nicht, sonst wäre dieser für Römer sehr viel attrkativer als ausgerechnet das Christentum gewesen, denn diese Altvorderen waren sehr lebensbejahend und diesseitsbezogen.

Das Christentum hatte sich in seiner Gründerzeit besonders in die Herzen der Sklaven eingenistet, die in ihrer desolaten Lage als Ausgleich ein wonnevolles Jenseits herbeiträumten. Damit konnten sie als Phantasterei einigermaßen leben. Mit der Infizierung bei den Sklaven breitete sich dann die Irrlehre des Christentums dann weiter bei den Plebejern aus, die gleichfalls in trostlosen Verhältnissen vor sich hinlebten. Mit dieser Massenausbreitung der neuen Religion zog es halt leider immer größere Kreise, bis es schlußendlich bei einem Kaiser gar ankam. Die einst stolzen Römer wurden von einer Sklavenmentalität (=Christentum) vereinnahmt - welch Ironie der Geschichte.

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Das Christentum war stark im Kommen, den Islam gab es noch nicht, ein Jude konnte er nicht werden, da man dahin nur unter Riesenauflage konvertieren. Seine Mutter war Christin.  Er hat angeblich das Kreuz durch die Sonnenstrahlen gesehen...

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Ob Konstantin Christ wurde ist bestritten. Angeblich hat er vor einer wichtigen Schlacht das Christuszeichen am Himmel gesehen (PX oder so) und dann diese gewonnen. Er hat aber die Christen nicht mehr verfolgen lassen, siehe "Konstantinische Wende" .

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Das ist ein ziemlicher weisser Fleck in der Geschichte. Es ist nichtmal belegt ob das alles so stmmt.

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