Warum konnten damals so böse grausame bzw. ausschweifende Päpste wie Alexander Borgia (und noch andere die ähnlich waren)Papst werden?

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4 Antworten

Weil die katholische Kirche eine Hochphase, aber auch eine Tiefphase hatte (ich erinneren nur mal an den Ablasshandel).

Wenn man nur genügend Druck ausübt, die richtigen Leute besticht, war damals alles möglich. Eben auch, dass Rodrigo Borgia (oder Alexander VI. - verwechsel nicht seinen richtigen Namen mit seinem Namen, den er als Papst getragen hat) Papst werden konnte. Ruf war damals das letzte, was gezählt hat. Was die Italiener damals wohl mehr gestört haben dürfte, war die Tatsache, dass ein Spanier auf den Stuhl Petri's kommen sollte. Aber er hat's ja geschafft.

In feudalistischen und autoritären Gesellschaften ist es schlecht beleumundet, wenn man die Obrigkeit kritisiert. Im demokratischen Staat gibt es Redefreiheit und Gewaltenteilung und gegenseitige Kontrolle. In vordemokratischen Gesellschaften hielt man den Mund, wenn man etwas sah, was nicht in Ordnung war oder man verschwand im Kerker.

So ganz teile ich deine Meinung nicht.

Denk doch bloß mal an die vielen Missbrauchsskandale innerhalb der katholischen Kirche.

Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht nur "einfache" Priester, sondern auch Bischöfe, Kardinäle und vielleicht auch ein Papst nicht immer ein Leben gemäß der zehn Gebote führen.

Bei einer Wahl kann man nie genau vorhersagen, wer als Sieger hervorgeht, zumal damals vermutlich einige "Stimmen" gekauft wurden. 

Das war im Mittelalter genauso, wie in der ach so aufgeklärten Neuzeit. 

Wer hätte schon gedacht, daß so ein Rüpel wie Donald Trump eine Wahl gewinnen kann. 

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