Warum konnte ich das Pferd im leichten Sitzt besser kontrollieren?

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1 Antwort

hi,

ein welsh cob ist kein pony, sondern ein pferd.

ein pferd im cob typ ist normalerweise von der anatomie her so, dass du es besser im leichten sitz reiten, als aussitzen kannst. das hat beim cob typ was mit der anatomie zu tun.

in dem moment, wo du da in den leichten sitz gehst, befindest du dich zum einen im schwerpunkt des pferdes, zum anderen "wandert" dein schenkel automatisch an die beste stelle. du hast einwirkung über den schenkel. ausserdem sorgt die körperform (rippenbogen) beim cob allgemein dafür, dass du nicht klemmst, weil du idealerweise dein knie in der kleinen "mulde" hinter der schulter am muskel des pferdes "parken" kannst.

damit bekommst du nie das gefühl, den halt zu verlieren.

als beispiel habe ich dir hier mal einen reiter auf einem welsh cob herausgesucht, bei dem der leichte sitz perfekt ist. es ist nicht relevant, dass der reiter ohne sattel reitet. wichtig ist, dass es hier sehr gut sichtbar ist, wo sich der schwerpunkt befindet. ausserdem lassen sich cobs und pferde im cob-typ auch sehr gut übers knie regulieren.

http://www.peterpfister-schade.de/images/reiter_short.gif

übrigens ist auch das für mich eines der hauptmerkmale dafür, dass die meisten reiter auf viel zu grossen pferden hocken und dass das pferd lieber ein paar zentimeter zu klein als zu gross sein darf. wenn der reiter zu klein fürs pferd ist, neigt er zum klemmen, weil das knie zu weit oben liegt und der oberschenkel zum becken einen ungünstigen winkel hat.

wenn du das welsh cob so gut über den leichten sitz kontrollieren konntest, bedeutet das ausserdem, dass das grössenverhältnis zwischen euch gut passt.

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traumwelt1 05.05.2016, 11:53

Danke für diene super Antwort :)

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Dahika 05.05.2016, 11:56

ähem...ne, der Reiter auf dem Foto reitet eine Art Entlastungssitz. Mit  einem korrekten leichten Sitz hat das aber auch gar nichts zu tun. Den kann man auch nicht ohne Sattel und kurzen Steigbügel einnehmen. 

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ponyfliege 05.05.2016, 18:32
@Dahika

hm... ich hab genau DAS als leichten sitz gelernt. erst mit sattel und ohne steigbügel, dann ohne sattel.

für den entlastungssitz brauchts keine steigbügel - weil durch den "schweren bügeltritt" der sattel seine gewichtsverteilung verliert. und der pferderücken punktuell nur noch auf zwei rippen des pferderückens belastet wird.

was ihr als "leichten sitz" bezeichnet, kenne ich als springsitz.

peter pfister verteilt - sichtbar! - sein gewicht auf den kompletten oberschenkelbereich und ENTLASTET den pferderücken. er befindet sich IM MITTELPUNKT der bewegung.

so sollte der korrekte leichte sitz IMMER aussehen.

dort sieht man es noch mal sehr gut mit sattel:

http://www.ponyschule.info/Bilder/Lerninhalte/Leichter-Sitz4.jpg

der reiterin ist leider der sattel eine nummer zu klein - der bereich für den oberschenkel ist sehr festgelegt und zu kurz. daraus resultiert der unterschenkelfehler mit der nach aussen gerichteten fussspitze. DAS wiederum sorgt dafür, dass das pony hinten nicht so fleissig ist, wie es könnte. aber der sitz ist ein SEHR GUTER leichter sitz. wie man sieht, ist das starke durchtreten der steigbügel nicht erforderlich.

ein durchgetretener steigbügel mit dem kompletten reitergewicht auf dem fussgelenk macht das reiterbein unflexibel und annähernd wirkungslos.

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