Warum kompensieren wir Menschen oftmals schlechte Gefühle mit Essen? Thema "Frustfressen"

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10 Antworten

Der "Feind" bist Du und damit zunächst Deine innere Einstellung/Meinung/Überzeugung zum Thema Essen und ganz speziell zum Thema dieser Lebensmittel.

Irgendwann hast Du Dir nämlich die Überzeugung zugelegt: Süßigkeiten (nur als Beispiel, dafür kann auch alles andere stehen) sind besonders gut, weil sie lecker schmecken.

Oder: Süßigkeiten spenden Trost. (oder ähnliches; es gibt noch viel mehr Möglichkeiten).

Dadurch neigst Du dann automatisch dazu, wenn Du der Meinung bist, dass es Dir schlecht geht, zu Süßigkeiten (Beispiel) zu greifen. Nach dem Essen jedoch merkst Du schnell, dass diese keinen Trost spenden und greifst nach mehr davon, weil Du (unbewusst) denkst, Du hättest davon noch nicht genug gegessen. Irgendwann beginnst Du zusätzlich, Dich dabei schlecht zu fühlen (Unwohlsein, Bauchschmerzen, und immer noch kein Trost da). Und aufgrund diesen schlechten Gefühls greifst Du dann noch mehr zu Süßigkeiten ...

Es ist ein kleiner Teufelskreis, ähnlich dem, den ich auf meiner Webseite www.richtig-einfach-abnehmen.de veröffentlicht habe.

**Wie kannst Du da herausfinden? **

In dem Du das eigentliche Problem, dass Dir auf der Seele brennt, löst oder einen Weg findest, bei dem Du Dich gut/besser fühlen kannst. Du kannst keinen 20cm-Topf mit einem 24er Deckel schließen (und umgekehrt)!

Eine noch weitere Sichtweise ist die: Vielleicht wäre es sinnvoll, sich zu überlegen, warum überhaupt etwas auf der Seele "brennt" (noch ehe Du Dich an das Lösen von Problemen machst)? Das ist dann eher ein Zeichen, dass wir etwas tun, dass nicht unserem Lebenssinn oder dem Zweck unserer Seele entspricht.

Übrigens hatte ich früher (vor über. 20 Jahren) die gleichen Probleme wie Du. Ich kann das daher sehr gut nachvollziehen, kann Dir aber auch sagen, dass es möglich ist, aus diesem Teufelskreis und den ganzen Essgelüsten auszubrechen.

Heute habe ich überhaupt nicht mehr das Problem, aus irgendwelchen xy Gründen irgendetwas essen zu müssen (außer dem, dass ich Hunger habe), dadurch hat sich mein ehemaliges Übergewicht automatisch normalisiert und ich halte es bis heute.

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kennst du den satz: Was das herz nicht kriegt, bekommt der bauch? so ähnlich stelle ich mir das aus der sicht der seele vor. die leere oder das nicht-erfüllt-sein, das gerade herrscht, soll durch eine andere ´fülle´ kompensiert werden. wird es oft auch, wenn auch nicht langfristig und ursachengerecht.

aus physischer sicht setzen die beschriebenen lebensmittel endorphine, also glückshormone, frei. essen ist ja auch etwas sehr sinnliches, freudvolles. man will sich was ´gutes´ tun, kann dann aber mit der schoki oder den chips kaum aufhören. aber bei diesen ´lebens´mitteln ist der ´kater danach´ genauso groß wie frust und kummer vorher.

wer der ´feind´ ist: wahrscheinlich du selber und alle, die diese typologie bzw. umgang mit frustration haben. ich selbst kann bei negativen gefühlen eher nichts essen, habe einfach keinen appetit. aber vielleicht kennst du das aus deiner kindheit, in der du einen ´trostkeks´ bekommen und aufgehört hast, zu weinen. essverhalten ist meist etwas erlerntes. das programm läuft immer weiter, auch wenn wir es als erwachsene eigentlich gar nicht mehr brauchen und ändern könnten. dazu bedarf es aber einer gewissen reflektion, auch darüber, wie dein umgang mit frustration, verzeihen, selbstliebe etc. ist. und was du statt des essens - freudvolles! - tun kannst. was dich also sonst noch ´füttert´oder ´nährt´.

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Essen ist kein Feind, sondern eine Lebensnotwendigkeit. Wenn der Mensch sich bedroht fühlt, also Stress hat, dann versucht der Körper sich so gut wie nur möglich gegen Bedrohnungen zu schützen. Das kann er am besten mit viel Energie und anderen Mangelstoffen wie Salz und zucker....naja, früher waren das die Mangelstoffe, damals in der Savanne. Heute sieht es anders aus, aber das hat der Körper nicht begriffen.

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Moin moin,
ich denke mal, daß ist uns anerzogen worden.
Als Baby gab es was zu essen, wenn wir geheult haben. Als Kleinkind wurden wir mit Essen getröstet.
Süß, fett und salzig, weil es etwas besonderes ist, was wir normal nicht oder nur wenig essen. Wenn es uns aber schlecht geht, wollen wir uns verwöhnen. Also gönnen wir uns was gutes, seltenes, eben besonderes.
Also ist es psychischen Ursprungs. Jetzt muß man sich nur noch "umpolen". Statt essen, eine warmes Bad, gutes Buch, Was eben auch schön und besonders ist. ((-:

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Hallo JungesFrollein,

Essen macht auch insofern "glücklicher" weil durch Essen ein Glückshormon (das Hormon Dopamin oder auch das Serotonin) ausgeschüttet wird.

Das ist der Beweis für eine wissenschaftliche Entdeckung, die erstmals vor einigen Jahren gemacht worden und die jetzt von namhaften Forschern bestätigt werden konnte: Es besteht zwischen Nahrung und Seele ein enger Zusammenhang. Und daher können ganz bestimmte Nahrungsmittel glücklich machen.

Ärzte und Professoren behaupten ja: "Stimmung und Verdauung hängen eng miteinander zusammen!"

Ich denke, dass wir dann oft vermehrt zu dem Süsskram (Schockolade) und dem Salzkram (Chips, Flips und so) greifen hat auch damit zu tun, weil leider etliche Geschmacksverstärker in diesen Leckereien drinne sind.

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ist bei mir genau anders herum. Wenns mir schlecht geht ist mir auch schlecht und dann ess ich nichts.... Weiß auch nicht, ist das andersherum normaler?

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Kommentar von JungesFrollein
25.10.2012, 23:22

Also wenn es mir richtig dreckig geht, esse ich auch nichts mehr, aber wenn ich z.B. von irgendwas "nur" gefrustet bin, z.B. Uni, dann ist die nächste Tafel Schoki mein Freund..

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Hallo! Für manche ist das so etwas wie Ritzen auf die sanfte Art.

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In "Harry Potter und der Gefangene von Azkaban" gibt der Zauberer Lupin Harry ein Stück Schokolade, um ihn zu beruhigen. Dies funktioniert auch, denn in Schokolade ist bekanntlich viel Zucker und Kakao. Diese dienen als 'Trigger' (=Auslöser) für das Ausschütten von Glückshormonen. Süßigkeiten reduzieren also Stress und machen glücklicher. Ein Pänomen, was auch im Film 'Chokolat' zu sehen ist ;) Also Stress versuchen anders zu verringern. Versuche dich an die Situationen zu erinnern, oder schreibe sie dir auf. In welchen Situationen hattest du plötzlich das Verlangen viel Süßes zu naschen. Was haben die Momente alle miteinnder gemeinsam? Warst du im Stress? Konntest du nicht abschalten?

Versuche nicht Süßigkeiten komplett aus deiner Ernährung zu streichen, das macht nur heishunger und plötzlich stopft man alles in sich rein. Ab und zu eine Kleinigkeit und es ist leichter auszuhalten. Vielleicht ist auch das der Grund ;)

live laugh love,

kili

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weil das essen endophine (glücksgefühle) auslöst, ähnlich wie bei nikotin, alkohol oder kaffee süchtigen

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Kommentar von baghera
26.10.2012, 00:00

endorphine sind hormone, keine gefühle!

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Weil wir uns belohnen wollen,wenns schlecht läuft...

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