Warum kommt mein Hund nur manchmal wenn ich ihn rufe?

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8 Antworten

du hast dir die Antwort schon selbst gegeben

1. du arbeitest mit Leckerlis
2. du rufst mehr als einmal

Wenn mein Hund beim ersten Rufen nicht kommt, gehe ich ihn holen und korrigiere das unerlaubte Entfernen aus meinem Einflussbereich.
Muss mich mal selbst korrigieren ;) ... wenn sie nicht kommen WÜRDE. Sie kommt aber immer.
Ich trainiere mittlerweile ohne Leckerlis. Mein Hund kommt für mich, weil ich wichtiger bin als die Umweltreize. Letztendlich muss man sich folgendes mal klarmachen: Was sind Umweltreize? Umweltreize sind eine Alternative zu mir. Wenn keine Umweltreize da sind, warum hört mein Hund dann auf mich (im oben gegebenen Fall)? Richtig: Weil er keine alternative Beschäftigungsmöglichkeit hat. Hört sich hart an, ist aber so.

Bau den Rückruf am besten komplett neu auf - auch mit einem neuen Wort... Solange der nicht sitzt, rufe gar nicht. Wenn du dir nicht 100%ig sicher bist, dass dein Hund sich gegen den Reiz und für dich entscheidet, rufe gar nicht erst. Macht keinen Sinn. Im schlimmsten Fall rufst du und nix passiert. Mehr als 1x rufen wollen wir nicht. Also bringen wir uns doch gar nicht erst in diese Situation ;)

Schau dir mal Anita Balser oder Brigitte Hirsch an...

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Du darfst deinen Hund nicht 5 mal rufen. Damit machst du dich selbst in seinen Augen klein und bist nichts weiter als sein Dosenöffner. Wenn du einmal gerufen hast und dein Hund kommt nicht, musst du ihn holen und dabei darfst du dich nicht austrixen lassen. Also besser auf einem eingezäunten Grundstück oder an der Schleppleine üben. Wenn dein Hund sieht, dass du IMMER konsequent bist, wird er sich solche Eskapaden nicht mehr erlauben. Lieben wird er dich trotzdem.

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Ich trainiere meinen Welpen momentan und benutze dafür einen Clicker. In das Training mit einem Clicker kannst du dich hier genauer informieren.

http://www.spass-mit-hund.de/clicker-welt/clicker-basics/clicker-training-was-ist-das/

Bei mir funktioniert es super.

Mir wurde um das 'Komm her' Kommando zu trainieren empfohlen, den Hund an eine 20 m lange Leine zu machen. Das eine Ende bleibt (logischerweise) bei dir. Wenn dein Hund dann los geht beobachtest du ihn und rufst ihn nur dann wenn du dir sicher bist das er kommt ( dazu muss man seinen Hund halt kennen). Wenn er kommt belohnst du ihn, wie du es für richtig hälst und gibst ihm dann das Kommando wieder zu gehen.

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
20.07.2016, 12:12

Das Klickertraining ist weder als "Rufinstrument" noch dafür geeignet unerwünschtes Verhalten abzugewöhnen. Zum Abrufen daher völlig ungeeignet... Wenn dir das vermittelt wurde und du sogar für solche Stunden bezahlst hast, dann würde ich an deiner Stelle mein Geld zurückverlangen. 

Auch beim Rest habe ich den Eindruck, dass man dich aus ökonomischen Gründen an die Schulen binden möchte. Einen Welpen lernt man ja erst kennen. Verhalten eines Hundes lernt man erst kennen. Um einzuschätzen zu können wie sich der Hund wann, wie, wo verhält, dauert es einiges an Monate, wenn nicht sogar Jahre. Ich kann daher nicht verstehen wie man von einem Halter erwarten kann, dass er seinen Welpen kennt und ihn entsprechend nur abruft, wenn er sicher ist, dass der Welpe auch kommt. Für mich eine völlig ungeeignete Übung da sehr lange dauert. Da gibt es weitaus einfachere Methoden die nicht so lange brauchen.. 

Vor allem einen Welpen an eine 20m Leine zu hängen... Schon recht heftig.. wenn man bedenkt wie schwer die so sind.. 

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Kommentar von Prettylilthing
20.07.2016, 13:27

Ich hab nie gesagt das ich den Welpen mit dem Clicker rufe oder so sonstiges. Auch nicht das mir das so gezeigt wurde.

Und bei mir funktioniert es sehr gut mit der Leine. Ich bin in keiner Hundeschule deshalb muss man mich da auch nicht halten.
Und wenn man dementsprechend Zeit mit seinem Welpen zum Trainieren verbringt, dann kann man gut einschätzen ob der Welpe einen gerade wahrnimmt oder ob er zu sehr beschäftigt ist.

Und ja es gibt vielleicht leichtere Methoden, allerdings wurde mir diese gezeigt und bei mir ist sie effektiv. Ich bestreite ja deswegen nicht, was du sagst, aber bei mir klappt es und das hab ich aus eigener Erfahrung eben so weitergegeben.

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Kommentar von Prettylilthing
20.07.2016, 13:27

Und die Leine muss nicht schwer sein er muss sie ja nicht rumschleppen. Es gibt auch dünne Seile und die liegen auf dem Boden auf.

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Kommentar von Prettylilthing
20.07.2016, 13:29

Außerdem ist der Hund des Fragesteller/der Fragestellerin 2 Jahre alt.

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Das Leckerchen ist lediglich als Hilfmittel gedacht, damit der Hund das entsprechende Kommando lernt. Wenn das Kommando bekannt ist, dann muss man die Leckerchen auch sehr schnell einstellen.
Das Problem an der Sache ist nämlich, dass der Hund ansonsten nicht zu dir als Entscheidungsträger kommt, sondern zu dir als Futterautomat. Vor allem dann wenn der Hund nach dem 5 6 oder 9 mal kommt und dennoch eine Belohnung bekommt.

Als erstes solltest generell deine "Rudelposition" überprüfen. Auch wo dein Hund dir vielleicht noch so auf der "Nase" rumspringt. Wo er noch so nicht hört. Welche Eigenheiten vielleicht doch sogar deutliches Fehlverhalten sind etc.. Oftmals kommen da nämlich mehrere Sachen auf einmal. Sich diesem Problem "Abruf" zu widmen kann daher lediglich ein Symptom oder ein Teil eines größeren Problem beheben. Was dann sogar nicht von Dauer sein muss.. 
Das Thema "Abruf" würde ich jetzt wie folgt angehen. Leckerchen zu Hause lassen! Schleppleine besorgen... Besser sogar ein dickeres Kletterseil. Da kannste auch mehrere Meter und nicht nur die üblichen 10m der Schleippleine nehmen. Außerdem sind die Seile Witterungsbeständiger und meist auch billiger. Vorteil ist, dass du Knoten ins Seil machen kannst. Wo du dich entsprechend auch draufstellen kannst.. Der Hund sollte bei der Schleppleine ein Brustgeschirr tragen. Stabiles Schuhwerk angezogen und dann eine Strecke gelaufen wie Feldwege etc. einfach Wege wo sich das Seil nicht verheddern kann. Hund laufen lassen und abrufen.. Wenn der Hund gerade am Schnüffeln ist, dann warte den Moment ab wenn der Kopf hoch geht.. Abrufen mit dem bekannten Kommando.. Kommt er nicht oder geht sogar weiter, dann auf das Seil treten und ihn zu dir ziehen. Beim ersten Ziehen direkt noch EINMAL das Kommando sagen, damit er weiß was du eigentlich von ihm erwartest. Am Seil zu dir ziehen. Nicht ruckartig aber bestimmt. In der Regel gibt der Hund dann recht schnell nach und kommt zu dir... Wenn nicht, dann einfach weiter und zu dir ziehen. Dann bei dir mit kurzer Leine bei Fuß laufen lassen. Geh so ruhig mal 20m. Den Hund dann wieder freigeben und das ganze Spiel von vorne.. Mit der Zeit merkt der Hund, dass er keine andere Wahl hat als zu dir zu kommen. Was das Loben betrifft. Gelobt wird der Hund wenn er irgendwann nachgibt und selbst zu dir kommt. Also nicht wenn du ihn durchgehend ziehen musst. Aber auch hier gilt, selbst das Loben dann immer weiter einzuschränken und am Ende nur noch bei jedem 5 mal ein kurzes "Fein". Wenn er soweit ist, dass er nach dem Abruf von alleine zu dir kommt ohne dass du ziehen musst (Das kann durchaus auch ein paar Wochen dauern).  Erst dann darfst du ihn wieder von der Leine nehmen. Aber auch hier gilt dann jetzt folgendes.. Rufst du den Hund ab und er kommt nicht zurück. Direkt zum Hund. Kommentarlos aber bestimmt anleinen, kurz führen und ihn ohne Schnüffeln etc. direkt wieder nach Hause bringen. Auf dem ganzen Weg kein einziges Wort reden. Du bist sauer und deine Körpersprache darf  und sollte das auch entsprechend zeigen. Zu Hause direkt auf den Platz schicken und  dich wieder beruhigen. Mach dir nen Tee oder sonst was.. Nach ner viertel Stunde oder so, einen erneuten Versuch starten. Klappt auch das nicht, das Selbe wieder.. Der Hund merkt sehr schnell dass die klare Konsequenz von seinem Fehlverhalten ist, dass du a) sauer bist und b) es direkt nach Hause geht. Nach dem zweiten Versuch hat er eben pech gehabt. Dann ging es eben nur zum kurz pinkeln und Haufen machen raus. Also kein Spiel, Spaß und Spannung.. Vor allem in deinem Verhalten selbst Konsequent sein. Der Hund wird dich jeden Tag aufs neue überprüfen ob die Regeln von Gestern heute noch gelten. Also musst du deinen Tagesablauf komplett ignorieren wenn du das Problem in den Griff bekommen willst. Weil sich dann eben alles eben auch nach hinten verschieben kann. Jederzeit absolut klar und bestimmt sein in deinen Entscheidungen.

Ich habe meinen Hund schon von Welpe an und hatte so die Möglichkeit, dass wir uns besser einspielen konnten. Meiner muss nicht bei jedem Abruf zu mir kommen. Das weiß er auch. Ich habe unterschiedliche Arten ihn abzurufen. Also er weiß, wann er sofort kommen muss  und wann er das jetzt erst fertig machen kann was er da jetzt so macht. Sowas ist selbst bei dir noch möglich wird aber eine ganze Weile dauern. Wenn du öfters mit anderen zusammen spazieren gehst, würde ich dir auch empfehlen, dass du von der Stimme zusätzlich dann auch auf Pfeifen umsteigst oder eben ergänzt. Weil eigentlich ist der Hund auf deine Stimme getrimmt. Aber wenn du die ganze Zeit am Reden bist, dann schaltet er deine Stimme irgendwann im Kopf einfach ab.... Bist du dann wieder die Aufmerksamkeit mit der Stimme bekommst, dass kann dann schon mal eine kurze Weile dauern.

Belohnungen oder Loben sind auf Dauer einfach nur noch ein wirkliches Minimum. Gelegentlich mal ein "Fein" oder ein kurzes Balgen oder so sind völlig ausreichend. Der Hund kennt ja die entsprechende Konsequenz wenn er nicht kommt. Ist doch bei uns nicht anders gewesen. Oder hast du jedes mal wenn du als Teenager pünktlich nach Hause gekommen ein Lob bekommen?

Wenn du das nicht hinbekommst oder noch mehrere Problem entdeckst die du nicht hinbekommst, dann hole dir externe Hilfe. Hundetrainer, Hundeschule etc. Würde mir da auf jeden Fall jemanden Suchen der mit klaren Konsequenzen arbeiten und eben nicht nur mit der neumodischen pos. Verstärkung. Denn das dies als "Futterautomat" nicht funktioniert merkst du ja selber.. 

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Kommentar von YarlungTsangpo
21.07.2016, 00:00

"Neumodische pos. Verstärkung" hat mit reiner Futtermotivation ala Futterautomat rein gar nichts zu tun. Bitte erst einmal richtig darüber informieren - anwenden - und dann erst reden.

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Ich würde den Hund nicht mehrmals rufen. Ich rufe einmal und wenn der Hund dann nicht kommt hole ich ihn ab und leine ihn erst mal an.

Ich würde den Hund vorerst an der Schleppleine lassen und in verschiedenen Ablenkungsstufen am Abruf arbeiten.

Ich arbeite gern mit Leckerchen als Bestätigung für erwünschtes Verhalten. Ich habe einen Dackel-Mix und der kommt garantiert nicht weil ich so interessant bin sondern weil es ab und zu Fressen gibt.

Ich belohne variabel also mal gibt es nur ein "fein", mal Trockenfutter und mal ein Stück getrocknetes Fleisch, mal ein Spiel. Meine Hunde wissen also nicht was sie bei mir beim erfolgreichen Abruf erwartet.

Wenn meine Hunde nicht zu mir kommen gibt es eine Konsequenz dafür. Das heißt wenn sie sich z.B. irgendwo festgeschnüffelt haben störe ich sie indem ich den Fuß auf die Schnüffelstelle stelle.

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
20.07.2016, 12:01

Also du wartest auf das erwünschte Verhalten.. Der Hund aber wartet darauf dass du etwas entscheidest und die entsprechende Regel aufstellst. Das dies nicht so ganz funktionieren kann dürfte wohl klar sein.

Mit Kindern hat man eine solche Methodik in der Erziehung ebenfalls versucht. Ist aber sowas von daran gescheitert. Jetzt soll genau diese Methode die bereits bei Kindern nicht funktionert hat jetzt bei einem Hund mit scharfen Zähnen funktionieren.. 

Du hast es auch sehr schön erkannt. Dein Hund kommt nicht zu dir weil du und er ein entsprechendes Team bildet sondern eben alleine weil du für ihn ein Futterautomat bist. Mit anderen Worten der Hund entscheidet IMMER selbstständig ob er kommt oder nicht. Also ist dein Hund im wahrsten Sinne des Wortes eine tickende Zeitbombe. Eben weil du ihn im Ernstfall nicht abrufen kannst, wenn etwas spannender wie das Leckerchen ist. 

Den Fuß auf die Stelle tun ist auch ganz sicher keine Konsequenz sondern lediglich eine Unterbrechung seiner Handlung. Warum aber in dem Moment nicht einfach warten und den richtigen Zeitpunkt abwarten fürs Rufen? Stimmt da war ja was... Die Stelle ist spannender wie das Leckerchen und genau deshalb ist der Hund auch nicht abrufbar für dich.. 

Eine Konsequenz wäre es, wenn der Hund an die Leine kommt und eine entsprechend harte Konsequenz dann, dass der Hund an die Leine kommt und es auf dem schnellsten Weg nach Hause ohne, schnüffeln und Spiel, Spaß, Spannung....

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Du hast hier schon ein paar Antworten der "Drill Abrichtung" von Hunden bekommen. Es ist auch eine Diskussion entbrannt.

Nun soll Dir aber geholfen werden.

Du liegst schon richtig wenn Du mit Belohnungen arbeitest. Lediglich scheint irgend etwas in Deinem positiven Training nicht optimal zu laufen.

Was das ist, gilt es zu erkennen.

Bitte schreibe einmal um welchen "Hundetyp" als Rassetyp (auch bei Mischlingen) es sich handelt.

Denn: Es ist ein gewaltiger Unterschied in Wesensveranlagung des Hundes und dessen Erziehung, ob es sich bei einem Hund um einen Labrador, einen Terrier oder um einen Windhund oder Herdenschutzhund handelt! 

Wenn man realistisch ist kann man Dir mit diesem Wissen dann Hilfestellung geben wohin Du Kontakt suchen und Hilfestellung holen kannst, bevor Du durch allerlei "Herumerziehen und Experimentieren" noch weitere Fehler in die Mensch - Hund - Beziehung anrichten kannst.

Trainerhopping mit Erziehungsrichtungsdifferenzen tun dann noch ein Übriges um in der Erziehung vollends zu scheitern. Daran kannst Du erkennen, daß "Erziehungskonzepte" aus dem anonym bleibenden Internet keine Umsetzung erhalten sollten.

Mit zwei Jahren sollte ein Hund schon soweit gut mit seinem Menschen zusammen arbeiten können. Wobei er in diesem Alter noch niemals perfekt sein kann.

Fazit: Schreibe hier bitte noch weitere Information zu Deinem Hund und woher er mit 10 Monaten zu Dir gekommen ist. Denn seine Vorgeschichte spielt ebenso eine sehr große Rolle!

Gerne helfe ich Dir dann insofern weiter, indem ich Gedankenanstöße gebe und Anlaufstellen nenne.

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Kommentar von shapesandcolors
20.07.2016, 10:07

sorry.. leckerlis sind drill und abrichtung, ja ;)
dann ist der Hund dressiert, aber nicht erzogen.

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
20.07.2016, 17:45

Du hast hier schon ein paar Antworten der "Drill Abrichtung" von Hunden bekommen. Es ist auch eine Diskussion entbrannt. 
Nun soll Dir aber geholfen werden.

Unter Drill versteht man umgangssprachlich einen strikt autoritärenUnterrichts- oder Erziehungsstil. In keinem der Ratschläge ist ein solcher Erziehungsstil zu finden. Solche und schlimmere Bezeichnungen findet man in allen Portalen. Ausschließlich von Anhängern der reinen pos. Verstärkung. Neben den neusten Erkenntnis in der Forschung sind das die beiden Kernargumente. Eine konsequente Erziehung schließt aber Spiel und Spaß sicherlich nicht aus und hat nicht mal im entferntesten etwas mit einer strikt autoritären Erziehung gemein. Das zweite Argument bezeichne ich gerne als heiße Luft. Einfach weil diese Forschungsergebnisse weltweit nicht anerkennt sind. Man sich sogar immer häufiger von dieser Methodik distanziert.

Nun soll Dir aber geholfen werden.

Mit deinem Rat dürfte das m.E. nicht gelingen!

Du liegst schon richtig wenn Du mit Belohnungen arbeitest. Lediglich scheint irgend etwas in Deinem positiven Training nicht optimal zu laufen.

Das Problem ist das pos. Training an sich. Rein pos. Training bzw. rein pos. Verstärkung ohne Strafe und Konsequenz klingt natürlich super. Diese schöne Vorstellung ist in der Realität aber nicht umsetzbar. Im Alltag geht es nicht ohne Strafen und Konsequenzen.
Das hat aber nicht mal im entferntesten etwas mit körperliche oder psychischer Gewalt, irgendeinem Kasernenton oder Drill zu tun.. 

Bitte schreibe einmal um welchen "Hundetyp" als Rassetyp (auch bei Mischlingen) es sich handelt. Denn: Es ist ein gewaltiger Unterschied in Wesensveranlagung des Hundes und dessen Erziehung, ob es sich bei einem Hund um einen Labrador, einen Terrier oder um einen Windhund oder Herdenschutzhund handelt!

Das Abrufen ist bei jedem Hund und bei jeder Rasse gleich. Alleine ein ausgeprägter Jagdtrieb wäre ein Unterscheid. Dem ist aber nichts in der Frage zu entnehmen. Oder kannst du was davon lesen, dass der Hund irgendeinem Wild hinterher macht? Zudem kann selbst der Labrador oder Herdenschutzhund einen ausgeprägten Jagdtrieb haben.

Wenn man realistisch ist kann man Dir mit diesem Wissen dann Hilfestellung geben wohin Du Kontakt suchen und Hilfestellung holen kannst, ....

Der einzige Fehler ist es bei der derzeitigen Erziehungsmethode zu bleiben. Bis auf Gewalt ist m.E. ALLES eine absolute Verbesserung..  Vom Selbermachen lernt man. Man muss nur auf die kleinen Erfolge achten die sich einstellen oder aber nicht einstellen und dann eben einen anderen Weg suchen. Es ist fatal, sich einer Methodik zu widmen und diese langfristig durchzuziehen ohne dass sich auch nur ansatzweise ein Erfolg einschleicht. 

Meine Erfahrung ist aber, dass genau das das Geschäftsmodell von Hundeschulen und Trainern mit reiner pos. Verstärkung ist. Den Kunden mit Werbesprüchen wie "Gewaltfreie Erziehung" locken und dann langfristig an ein Modell binden, dass vor allem bei "Problemfällen" keinerlei Erfolg hat. Es dauert alles extrem lange. So dass natürlich noch weitere Stunden gebucht werden. Es passiert auch nicht selten, dass harte Problemfälle von vornerein sogar abgelehnt werden, wenn man nicht das Einzeltraining in Erwägung zieht. MMn weil man so verhindert, dass die anderen Kursteilnehmer sehen wo und wie schnell die Grenzen des reinen pos. Trainings erreicht ist. 

Trainerhopping mit Erziehungsrichtungsdifferenzen tun dann noch ein Übriges um in der Erziehung vollends zu scheitern. Daran kannst Du erkennen, daß "Erziehungskonzepte" aus dem anonym bleibenden Internet keine Umsetzung erhalten sollten.

Im Gegenteil es spricht nicht dagegen sogar mehrere Trainer gleichzeitig zu befragen.. Bücher von vielen verschiedenen Methoden zu lesen und sich alles was es gibt durchzulesen und so viele Informationen anzueignen wie möglich. Immer wieder zu hinterfragen und am Ende sogar seinen eigenen Weg findet. 
Das ergibt sich schon aus der Tatsache, dass jeder absolut jeder irgendwelche Bücher schreiben kann. Es darf sich sogar absolut jeder Hundetrainer, Hundepsychologe, Therapeut und was weiß ich nicht noch alles nennen. Einfach schon aus der Tatsache heraus, dass diese Bezeichnung nicht geschützt ist.

Mit zwei Jahren sollte ein Hund schon soweit gut mit seinem Menschen zusammen arbeiten können. Wobei er in diesem Alter noch niemals perfekt sein kann. Fazit: Schreibe hier bitte noch weitere Information zu Deinem Hund und woher er mit 10 Monaten zu Dir gekommen ist. Denn seine Vorgeschichte spielt ebenso eine sehr große Rolle!

Ist nicht relevant. Für Fehlverhalten jeglicher Art gibt es keine Entschuldigung durch irgendeine Vorgeschichte. Zumindest darf sich sowas nicht in den Kopf einbrennen. Hunde haben die tolle Eigenschaft, dass wenn man ihnen hier und jetzt ein Alternativverhalten anbietet, ihnen Entscheidungen abnimmt etc. den Halter sehr schnell als Entscheidungsträger akzeptieren und somit auch Fehlverhalten, Ängste und aggressives Verhalten ablegen können. 

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Zum einen möchte ich mal sagen, daß es keine 100%i Sicherheit gibt, daß der Hund gehorcht. Eine Katze oder ein extrem lautes Geräusch kann schon ein Punkt sein, wo der Gehorsam schwindet.

Zum anderen wird eure Beziehung noch nicht gefestigt sein.

Mehrmals rufen bedeutet für den Hund nur, daß du in der Nähe bist und das bestärkt ihn. Toll, mein Herrchen / Frauchen ruft, so weiß ich das dieser in der Nähe ist, also kann ich weiter machen.

Etwas mehr Geduld, nicht jeder Hund ist sofort zum Rückruf bereit, was auch an der Rasse liegen kann.

Eine Schleppleine ist das Beste für einen Hund der nicht wirklich abrufbereit ist.

Wenn er dann zurück kommt sollte er mindestens verbal gelobt werden.

Ständig dem Hund hinterher zu rennen und ihn dann anzuleinen erfüllt nicht den Sinn. Seit wann kommt der Knochen zum Hund ?

Mit Leckerchen zu arbeiten ist doch gut. Wer von uns Menschen geht denn arbeiten ohne Belohnung ( Lohn) ?

Du solltest alles belohnen, was dein Hund richtig macht, so ist er motiviert und führt Befehle gerne aus.

Wie gesagt, ich würde auch nicht arbeiten wollen, wenn ich kein Geld bekomme :)

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Kommentar von xAdmiralAckbarx
19.07.2016, 12:14

Wo ist denn da bitte sehr die Bindung, das Verrauen und die Erziehung? Der Hund muss sicherlich nciht immer gelobt werden und mit dem Leckerchen werde ich am Ende nur zum Futterautomat.. Erziehungsmethoden die schon bei Kindern gänzlich versagt haben willst du jetzt auf einem Hund anwenden?

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Kommentar von shapesandcolors
20.07.2016, 10:06

erstmal: Bindung geht man schon beim Welpenkauf ein. Das Stichwort hier ist Beziehung. Und ja, die fehlt, wenn ich den Alltag mit meinem Job vergleiche... Oder kriege ich für meine Familie ein Gehalt dafür, dass ich den Kühlschrank zu- oder den Herd ausmache, wenn es jemand vergessen hat; dass ich jemanden zum Arzt fahre, wenn es der Person schlecht geht etc..

Der Alltag ist kein Job sondern ein Zusammenleben und Zusammengehören. Du bist nicht der Arbeitgeber deines Hundes. Arbeit für den Hund ist Dogdance, Trailen, Agility... DA sind Leckerchen angebracht.

Im Alltag sollte sich mein Hund doch bitte an mir orientieren und wenn ein "tut-nix" auf mich zurennt und uns summend umkreist, sollte mein Hund doch bitte hinter mir an der Leine bleiben und mir die Verantwortung über die Situation überlassen.
Hmmmmm
wieso sollte mein Hund das wohl tuen?
RICHTIG: Weil er mir Vertraut und weil ich in diversen Situationen schon bewiesen habe, dass ich (wenn wirklich mal die Hütte brennt) nicht dumm rumstehe und sage "die regeln das unter sich".

Die regeln das nämlich nicht "unter sich" sondern "für uns" weil wir dann, in ihren Augen, die Kompetenz nicht dazu haben.
Warum soll mir mein Hund beim Gassi (also maximal 3 von 24 Stunden, die wir zusammen verbringen) das Ruder überlassen, wenn ich ihm nichtmal im Alltag zeigen kann, was ich eigentlich von ihm will? So blöd können auch nur Menschen sein 😂

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Erstmal anleinen und ein Stück mit ihr gehen. Damit sie merkt das sie nur Frei laufen kann wenn sie auch hört. Und vielleicht auch mal mit den Meterleinen üben wenn es sich garnicht bessert

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