Warum kommt man hier in Deutschland so schwer an Psychopharmaka ran?

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5 Antworten

Suche dir einen besseren Therapeuten - man darf mehrere Erstgespräche führen, bis man den passenden Therapeuten gefunden hat - und ggf. eine Selbsthilfegruppe!

Werde aktiv und suche nach Alternativen (Büchern, Fachartikel, Artikel in allg. Zeitschriften, Blogartikel, Erfahrungsberichte etc.)!

Medikamente können oft nur eingeschränkt wirken! Ich hatte vor Jahren mal Medikamente gegen Angststörung, die extreme Nebenwirkungen (Augenzittern) hatten, so dass ich sie nur 2 Tage nahm und dann Alternativen suchte. Ich persönlich machte leider die Erfahrung, dass weder Therapie noch Medikamente halfen, was aber auch an 2 unfähigen Therapeuten lag (der eine wollte sich gar nicht um mein Problem kümmern, der andere machte Übungen, die mir so unangenehm waren, dass ich mich lächerlich gemacht fühlte, was dazu führte, dass die Übungen nicht halfen).

Medikamente wirken leider nicht bei jedem gleich. Das sieht man oft an einfachen freiverkäuflichen Medikamenten. Z.B. kenne ich Leute, bei denen Aspirin gegen Kopfschmerz nicht wirkt, bei mir wirkt Tomapyrin nicht. Bei Psychopharmaka mag es ähnlich sein: Nicht jeder spricht darauf an.

Bedenke, dass Angst oft Auslöser hat. Man kann und sollte daran arbeiten, diesen Auslösern ohne Angst zu begegnen! Bei mir hatte Angst leider leinen Auslöser: ich bekam einfach Panik in völlig harmlosen Situationen, ausgelöst durch eine schwere Belastung ein paar Monate vorher. Die Angst verschob sich also und es gab für mich keinen Weg, zu verhindern, dass ich beim Spazierengehen, beim Shoppen mit Freunden oder in der Bahn plötzlich ein starkes Angstgefühl bekam. Es ging dann nach ca. einem Jahr langsam wieder weg....

Wenn du an den Auslösern mit Hilfe eines Therapeuten arbeiten kannst, tue das! Suche dafür den geeigneten Therapeuten, dem du vertrauen kannst! Wenn du andere Wege findest, die Angst zu bekämpfen, probiere sie aus!

Laientipp: Mache viel, das dich entspannt; treibe Sport, iss gesund, gehe Hobbys nach, höre Musik, triff gute Freunde. Dann hast du schon "eine Grundlage" gegen die Angst. Probiere ggf. mal frei verkäufliche Mittel aus; der Apotheker kann einen dahingehend beraten. Kürzlich holte ich aus der Apotheke 50 Tabletten gegen Angst für einen Verwandten, der gerade einer großen Stresssituation ausgesetzt ist, die ihm auch Angst macht und erwähnte dabei meine Erfahrungen mit dem Tremor. Mir wurde gesagt, dass diese frei verkäuflichen Pillen nicht so starke Nebenwirkungen hätten.

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Kommentar von KrankerSpasst
20.10.2016, 02:05

Ich möchte normalerweise keine Psychopharmaka. Es ist schon so das man dann seine Ängste verdrängt. Die Amerikaner sind sowieso bekloppt. Jeder bekommt dort Medikamente verschrieben. Von Antidepressiva bis hin zu Valium. Vielleicht ist es doch besser selber was gegen die angst zu tun. Z.b. kontakte finden. Und ich hab keine lust auf irgendwelchen foren. Na ja. Danke. Aufjedenfall können sich meine Ängste auch vermindern. Scheiss auf Medikamente. Du hast recht.

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Kommentar von Tasha
20.10.2016, 02:07

PS

"Die Angst konfrontieren" wird oft missverstanden. Das heißt normalerweise NICHT, dass man sich immer wieder der Angstsituation aussetzt! Hat man z.B. Angst vor Hunden, muss man nicht immer wieder unkontrolliert unbekannten Hunden begegnen, so dass sich die Angst immer weiter steigert, sondern man lernt Hunde kennen, die an der Leine sind, klein, ungefährlich, von denen man weiß, dass sie nicht beißen usw. und gewöhnt sich so schrittweise daran, dass man nicht vor allen Hunden Angst haben muss. Man lernt etwas über das Hundeverhalten und bekommt Tipps, was man machen kann, wenn ein unangeleinter Hund auf einen zuläuft, so dass man die Situaiton besser kontrollieren kann. Man wird nicht immer wieder in die Angstsituation hineingestoßen, was sie verschlimmern würde, sondern die Angstsituation wird in ganz kleinen Dosen an einen herangelassen, nur so viel, wie man ertragen kann und man lernt dabei GERADE, dass man eben KEINE Angst haben muss. Einen Menschen mit Höhenangst immer wieder auf einen hohen Turm zu stellen, würde seine Angst verstärken! Ihn ein paar Treppenstufen raufzuführen, was ihm keine Angst macht, und ihn dann etnscheiden zu lassen, wie weit er noch hoch gehen möchte, und das über mehrere Sitzungen hinweg zu steigern, immer mit dem Gefühl, dass er kontrollieren kann, was passiert und in der Situation gerade nicht mit Angst überfordert ist, gibt ihm das Vertrauen, die Angstsituation irgendwann zu meistern! 

Das andere wäre "Flooding" - Überflutung mit der Angst. Der Patient verschleißt dann die Augen und lernt, die Situation zu ertragen, weil es keine Alternative gibt. Das sollte heute nicht mehr gemacht werden. Früher wurde das z.B. bei Tieren gern gemacht, bis das Tier alles über sich ergehen ließ, weil es keine Alternative gab. Das sollte kein Therapieziel oder -mittel (mehr) sein!

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Warum werde ich so alleine gelassen. Auch wenn ich meine Ängste teilweise mit lächeln überspiele. Gibt es da noch ne Möglichkeit????

Sprich das Thema einfach konkret an! Die meisten Ärzte (auch Allgemeinmediziner, Hausärzte) verschreiben Psychopharmaka wie Antidepressiva auf einfache Anfrage. Ärzte sind mit Antidepressiva nicht besonders rückhaltend, zumindest viele nicht. Du hast einfach schlechte Erfahrungen gemacht.

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wenn du sicher bist, daß dir medikamente helfen, dann besprich das doch mit deinen eltern. ich bin sicher, daß jeder nur das beste für dich will und dir helfen möchte. aber,wenn du jede hilfe ablehnst, ist das schwierig für alle. die mediziner haben extra studiert, um in diesem schwierigen bereich arbeiten zu können. deine geschilderten beschwerden sehen ja so aus, als kämen sie vom verdauungstrakt. womöglich sind alle psychopharmaka total falsch und man müsste deinen darm behandeln. deshalb ist ja gut, daß man tabletten nicht einfach so kaufen kann. dann würden sich namlich viele menschen vergiften.

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Es gibt Ärzte die verschreiben dir alles. Die musst du nur finden. aber ich glaube du benötigts keine Medikamente, sondern einen anderen Ansatz.

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Und wie lange hast Du jemals / jeweils eine Therapie durchgehalten?

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Kommentar von KrankerSpasst
20.10.2016, 02:09

Weiß ich nicht. Aufjedenfall sind Medis und Psychologen vergangenheitssachen. Ich brauch keine Therapie.

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