Warum kommen einem 30 km/h mit dem Fahrrad schneller vor als 30 km/h mit dem Auto?

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9 Antworten

Da gibts gleich ne millionen Unterschiede: Fahrrad:

  • kaum Federung
  • eher "huppeligere" Piste (Wurzeln - Steine - Grasnarben - Sand...) - bringt mehr Bewegung in die Sache
  • kein Fliegenschutz (woran erkennt man den Freundlichen Fahrradfahrer)
  • keine Klimaanlage daher geschwindigkeitsgefühl durch Fahrtwind

Auto :

  • Federung bis hin zum Wolkenbett...
  • Fast nur "normale Straßen" wenn dann der Winter ein paar Schlaglöcher ... eieiei da gibts Geschrei
  • Vollklimatisierung

Das Auto ist also fast komplett entkoppelt von der Umwelt - es bleibt nur noch der visuelle Reiz, der dir vermittelt wie schnell es ist - dementsprechend weniger intensiv ist dann das Geschwindigkeitserlebnis. Du wirst aber feststellen, dass bei einer Fahrt auf einem Waldweg im Dunkeln auch 30 Klamotten mit dem Auto einem ganz schön (zu) schnell vorkommen... Lg jo

Setz Dich mal in einen Polo, fahre 170 km/h und dann setz Dich mal in einen Mercedes und fahre 220km/h. Im Mercedes merkst Du gar nicht, wie schnell Du bist, da er grösser und schwerer als der Polo ist. So ist das auch mit dem Fahrrad.

Ich denke, es liegt daran, dass man beim Fahrrad die unmittelbare Umgebung (Boden, Straßenrand) an sich vorbeifliegen sieht. Schaut man in die Ferne, kommt man sich schon wesentlich langsamer vor.

Wenn man im Auto sitzt, kann man nur aus den Scheiben gucken und von dort sieht man nicht die unmittelbare Umgebung, sondern nur die etwas weiter entfernte. Den Boden sieht man nicht. Fährt man mit dem Auto jedoch knapp an einer Mauer entlang und starrt auf sie oder man öffnet während der Fahrt die Fahrertür und schaut auf den Boden, kommt es einem plötzlich auch viel schneller vor.

Na weil man sich selber bewegt und für die Geschwindigkeit zuständig ist. 30km/h empfinden wir natürlich dann schneller, als wenn man mit dem Auto fährt. Da sitzt man bequem, gibt Gas, da sind 30km/h nur Schrittgeschwindigkeit ! Also ist das Hirn ja dafür zuständig. Es belohnt einen durch 'gutes Gefühl', wenn man selber was erreicht hat. Durch die Enpfindung und nicht durch die Logik, weil 30km/h ist im Kopf als langsam geschaltet, in unserer heute HighTechnorisierten Welt.

Weil man die Umwelt gesamtheitlicher wahrnimmt: mehr Eindrücke pro Zeit spiegeln höhere Geschwindigkeit vor. Besonders das schnellere Vorbeiziehen des unmittelbar vor sich (1-2 m) sichtbaren Bodens wird dazu beitragen. Es wäre interessant, bei einem Radfahrer die Umweltsichtbarkeit auf die eines Autofahrers zu reduzieren und dann die subjektive Geschwindigkeit schätzen zu lassen.

Schlicht und einfach wegen dem Fahrtwind und weil du den Boden auch direkt unter dir sehen kannst. Hängt mit dem Blickwinkel zum Boden zusammen.

weil man draußen sitzt, Fahrtwind (kein schützender Raum wie im Auto) - höher, direkter,,,,

Weil du beim Fahrrad , die Physikalen kräfte ohne Filterung auf deinen Körper bekommst.:)

Weil wir da den Fahrtwind spüren und wir selbst treten müssen.

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