Warum kommen den Verbraucher die Ein- und Zweicentstücke so teuer?

5 Antworten

Von mir aus können 1- und 2-Cent-Münzen verschwinden. Wie du sagst, die Herstellung ist teurer als der Wert, sie nehmen nur Platz im Geldbeutel weg, führen zu krummen Preisen und man braucht länger zum Bezahlen.

Warum so viele dennoch die Münzen lieben, keine Ahnung. Man trennt sich vielleicht ungern von gewohnten Dingen und viele haben wahrscheinlich Angst, dass die Preise dann steigen. Aber mir ist das egal, die Preise steigen eh immer auf langfristige Sicht, eine gewisse Inflation ist immer notwendig. Irgendwann werden die kleinen Münzen verschwinden, weil irgendwann Centbeträge völlig bedeutungslos sind. Ich denke z.B. an die alte Italienische Lira. Aufgrund des Wertverlustes hat man irgendwann aufgehört, die kleinen Münzen zu prägen. So wird es hier mal auch passieren.

Der Deutsche liebt ja kleine Münzen. Je mehr je besser.
Und er steht auf die Zahl 9.

Ach? Quelle?

Minimünzen (wie alle anderen auch) kosten Geld, weil sie produziert, gezählt, transportiert, wieder gezählt, wieder transportiert, wieder gezählt, ... werden. Das mag sich halbwegs lohnen, wenn der produzierte, transportierte und gezählte Wert nennenswert ist. Aber das Zählen von 1000 1ct Münzen dauert nun mal genauso lang wie das Zählen von 1000 1€ Münzen.

Sie machen also Arbeit, Arbeit kostet Geld, und alle Kosten werden am Ende der Nahrungskette vom Endverbraucher gezahlt.

Ich kenne niemanden, der/die kleine Münzen liebt.

Ich kenne niemanden, der/die die Zahl 9 liebt.

Ich kenne viele, denen die sogenannten psychologischen Preise im Handel auf die Nerven gehen. Weil man mit einem IQ > 60 in der Lage ist, diesen Schwachsinn zu durchschauen und sich fragt, warum die maßgeblichen Leute im Handel einen eigentlich für derart dumm halten.

Ja, abschaffen wäre eine gute Idee. Besser heute als morgen.

Problem 1: Der Verbraucher hat sich über Jahre eintrichtern lassen, dass 9,98€ "viel günstiger" als 10€ ist und der Handel will nicht auf diese psychologisch optimierten Preise verzichten.

Problem 2: Bei jeder Änderung des Zahlungsmittels überschlagen sich Presse und Verschwörungstheoretiker sofort über das "Ende vom Bargeld"

Dabei wäre es so einfach - wie man in anderen EU-Ländern sieht: Alle Preise bleiben gleich und an der Kasse wird auf die nächsten 5 ct auf- oder abgerundet.

Funktioniert natürlich in unserem ultrakorrekten Land nicht, da würden sich einige Erbsenzähler "betrogen" fühlen.

Klar wäre es sinnvoll. Nirgendwo sonst auf der Welt hängt man so sehr am Bargeld, wie in Deutschland. Aber so sind wir nunmal, Bares ist Wahres ;)

Naja. man weiß immer genau was man ausgegeben hat. Ist die Geldbörse leer, weiß man schnell das man ein Problem hat. Dann hat man über seine Verhältnisse gelebt. Ist am Ende des Monats noch Geld vorhanden hat man zwei Möglichkeiten entweder sparen für Auto, Feiern, wenn mal ne Maschine daheim kaputt ist. So hat man immer einen Puffer und gerät nie in Schwierigkeiten. Oder eben man gönnt sich was ohne den Geldbeutel zu belasten. Immer mehr vor allem junge Menschen geraten in die Schuldenfalle. Denn das Geld ist immer dabei, alles Geld und gerne mehr als man hat. Und man darf es ausgeben. Ein fantastisches Geschäft für die Banken. - Dennoch könnte ich auf die teuren kleinen Münzen verzichten. Machbar ist es wie andere Länder beweisen.

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Der Deutsche liebt ja kleine Münzen

Ich überhaupt nicht. Von mir aus könnte das alles weg.

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