Warum könnten manche Lebenskrisen gut sein?

 - (Psychologie, Menschen, Leben)

16 Antworten

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Ich lebte einige Jahre auf der Straße und das hat mich gelehrt die einfachen Dinge zu schätzen, das möchte ich auch nicht missen. Es hat mich sehr viel über menschliches Verhalten und unsere Gesellschaft gelehrt. So sind zum Beispiel ärmere Leute eher bereit zu teilen als Reiche. Sie sind auch hilfsbereiter weil sie das Leid verstehn, jemand der 16K im Jahr verdient und in ner Limo rumgefahren wird versteht es eher nicht. Ich habe auch eine starke Drogen und Alkoholabhängigkeit hinter mir. Dieser Abhängigkeit kann ich leider gar nichts Positives abgewinnen, außer der Erkenntnis, nie wieder von einer Substanz abhängig sein zu wollen ;-)

Gut, dass Du es aus all dem wieder rausgeschafft hast...freut mich wirklich...ich danke Dir sehr für Deine Antwort...und alles Gute weiterhin.

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Lebenskrisen sind für einen schwere Zeiten, durch die man sozusagen durchstehen muss. Dies ist auch wichtig und förderlich, um seine eigene Grenzen zu erkennen, diese evt zu erweitern- oder auch zu stärken.

Aber auch um wichtige Erfahrungen zu sammeln, sodass ähnliche Krisen weniger schlimm oder hart wirken- sie einfacher und leichter durchstehen zu sind. Man weiss was in etwa auf einen Zu kommt- und ist sozusagen gewappnet- kann damit leichter und besser umgehen- oder erkennt evt auch früher ein aufkeimendes Problem= man hat aus etwas gelernt und meidet ähnliche oder denselben Fehler erneut zu machen.

Auch wenn sich Lebenskrisen erst einmal sehr schlecht anfühlen- hat man das jedoch hinter sich und druchstanden, empfindet man sich selbst auch als stärker, 'klüger' und damit auch als erfahrener. Man weiss nun Dinge, die ein Andere evt noch nicht erlebt- durchstanden hat.

Dies bedeutet zwar nicht gleich, dass eine ähnliche Lebenskrise unbedingt einfacher wäre- aber man weiss, dass auch das iregendwann ein Ende und zwar zum Besseren haben wird.

Lebenskrisen haben also durchaus auch Sinn.

Wäre es anders, und uns wrüde alles egal sein, würden wir selbst nie'besser' klüger, voraussehnder werden und immer auf der Stelle stehen bleiben. Es ist also wichtig für die eigene Entwicklung, dass man auch so etwas durchlebt.

Es gibt leichte und schwere Zeiten im Leben. Die leichten sind zur Erholung, die schweren zum Vorankommen.

Ich danke Dir sehr für Deine Antwort!

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Naja dass man danach versuch das besser zu machen, was geschehen ist. Und wenn man merkt wenn man in einer Keise steckt, das man nicht allein ist und es da wieder raussschaft

( beispiel: wenn man nach etwas süchtig ist oder so)

LG :)

Lieben Dank für Deine Antwort!

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Sehr gut erkannt, sicherlich eigene Erfahrungen?

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@zetra

Mit Sucht Thema nicht ... Aber mit anderen Themen, wenn man jemanden verloren hat (ein Tier, dass mir sehr wichtig war und im Herzen eingeschlossen war) ,dass man diese Trauer nicht in sich hinein frisst sondern versucht damit klar zu kommen und mit anderen drüber zu reden

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Da wäre aus weiblicher Sicht der Zusammenhang zwischen "stirb und werde" zu nennen.

Die Geburtswehen sind oft sehr schmerzhaft und als tiefes Tal, als Krise zu betrachten.
Aber es entsteht daraus neues Leben.

Sowohl das des neu geborenen Kindes, als auch das der "neugeborenen" Mutter.
Denn aus der Frau wurde, durch die Geburt des Kindes, die Mutter.
Aus dem Mann wird der Vater.
Aus dem Einzelkind das Geschwisterkind.
usw.
Aus dem Samen die Pflanze.
Aus der Pflanze die Frucht/das Gemüse.

Metamorphose.
Photosynthese.
Umwandlung.
Weiterentwicklung.

Wir befinden uns quasi in einer Welt, in der kontinuierlich, jeden Tag, zu jeder Sekunde dieses Prinzip vorherrscht.

Was grade noch war, ist im nächsten Moment schon nicht mehr.

Manchmal wirken Situationen nur wie eine Krise - sind aber für das Gelingen des Lebenszyklus unumgänglich notwendig, also normal.

Vielen lieben Dank für Deine Antwort!

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Eine Geburt ist doch keine Lebenskrise- eher ein kleines Wunder. Dass dies extrem Schmerzhaft ist, ist nun bekannt-aber eine Krise wohl fernab davon.

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