Warum könnte eine Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten nicht sinnvoll sein?

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2 Antworten

Wenn es um das Miteinander der Menschen geht, fallen mir durchsaus ein paar Dinge ein, die in so einer Erklärung stehen könnten.

Bei den Menschenrechten geht es um Rechte, die man gegenüber dem Staat hat. Da hat die Völkergemeinschaftr durchaus Sanktionsmöglichkeiten. Vor der Verurteilung vor einem entsprechenden Gerichtshof, bis hin zu Embargos.

Adressat der Menschenplichten wäre aber das einzelne Invididuum. Da hat die UN keinerlei Duchgriffsmöglichkeit. Sie wäre das Papier nicht wert auf dem sie stehen würde.

Das kennen wir doch bereits von Kants Kategorischen Imperativ: Eine traumhafte Kurzfassung von Menschenpflichen. Aber was würde es bringen, wenn die UN-Vollversammlung diesen Impreativ zum Beschluß erheben würde?

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Das ist ja mal ein interessanter Gedanke. Spontan kommt mir in den Kopf, dass man damit womöglich gegen Freiheitsvorstellungen verstoßen würde, wenn man dem passiven Schutz durch die Menschenrechte aktive Verpflichtungen hinzufügt. Außerdem wüsste ich nicht, was man da wirklich handfestes reinschreiben sollte, womit man sich nicht über die staatliche Souveränität hinwegsetzt. Wie würde man das rechtfertigen?

Außerdem finde ich den Gedanken einer a priori festgelegten Zielvorstellung dahinter ein bisschen zweifelhaft.

So aus Interesse, wie würdest du denn für die Erklärung argumentieren?

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Kommentar von YogileinZ
01.07.2017, 21:40

Man könnte so argumentieren, dass man so ein Verantwortungsgefühl entwickeln kann, um die Freiheit "richtig" zu gebrauchen. Dass die Rechte nur sinnvoll seien, wenn man die Pflichten anerkennt, da aus den Menschenrechten die Menschenpflichten hervorgehen.

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