warum können wir nicht von sicherer sinnlicher erkenntnis ausgehen?philosophie arbeit!

7 Antworten

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Sichere Erkenntnis würde heißen: Allumfassend. Das haben wir nicht, weil unsere Sinne dazu ausgebildet sind, dass wir als Menschen überleben. Wir sehen nicht so gut wie ein Adler. Wir riechen nicht so gut wie Hunde. Wir schwimmen nicht so gut wie Bieber usw.. Die Hirnforschung hat gezeigt, dass wir nicht einmal alle Sinneseindrücke verarbeiten, die wir bekommen, weil sie zu viele sind, sondern dass wir uns auf wenige konzentrieren. Wir nehmen immer aus unserer Perspektive wahr. Allerdings, nach ca. 200.000 Jahren Homo Sapiens müssen wir auch feststellen, dass wir ganz erfolgreich überlebt haben, für manche Spezies, die uns weichen mussten, vielleicht sogar zu erfolgreich.

Was allerdings bedeutet SICHER? Sichere Erkenntnis - egal ob sinnlich oder nicht? Schon der alte Philosoph Heraklit (ca. 500 vCh) sagt: Alles ist im Fluss. Wie kann etwas sicher sein, in einer Welt, in der sich ständig alles ändert? Unser Körper, unser Gehirn, alles erneuert sich ständig. Unser Verstehen ändert sich mit jedem Gespräch, mit jeder Begegnung. Was bedeutet da SICHER? Karl Popper, einer der großen aktuellen Philosophen der Erkenntnistheorie hat ein Buch überschrieben: "Alles Leben ist Problemlösen". Hegel hat es in den formalisierten dialektischen Dreiklang gebracht: These - Antithese - Synthese - und das immer wieder von vorn, eine unendliche Spirale des Fortschreitens. Sicher ist da nichts - aber sicherer, Erkenntnis mit zunehmender Sicherheit - oder wer würde ohne dieses Vertrauen in ein Auto, ein Flugzeug, eine Hochgeschwindigkeitsbahn steigen? Sie sind Produkte unseres Wissens, in vielen Experimenten gewonnen, Theorie UND Praxis.

Offensichtlich erscheinen uns viele aus Experiment (sinnlich!) und Theorie gewonnene Erkenntnisse sicher genug, dass wir den darauf basierenden Produkten vertrauen. Du schaltest den Fernseher an ohne Furcht, dass er Dir in Einzelteilen um die Ohren fliegt. Den Informationen der Programme traust Du, obwohl sie in Deinem Wohnzimmer z.B. Frau Merkel in Paris zeigen. Du stellst Wasser auf den Herd, in der "sicheren" Erwartung, dass es in 5 Minuten heiß ist. Du telefonierst mit Leuten, die weit weg sind von Dir, und hast keine Zweifel, dass Du genau mit diesen Leuten sprichst, obwohl sie sich vielleicht in USA aufhalten. Unsere ganze Kultur ist vollgestopft mit "materialisiertem Wissen", dem wir doch so sehr vertrauen, dass wir ohne große Bedenken damit umgehen. Wir machen also tagtäglich die Probe darauf, wie sicher unsere Erkenntnis, auch unsere sinnliche Erkenntnis ist.

Gegen Descartes würden wir sagen: Ich schaue Fernsehen, also funktioniert das Ding.

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Die sinnliche Erkenntnis, also das Erkennen mit den menschlichen Sinnen ist eine Illusion. Also keine feste Groesse ueber jeder das gleiche sagen wuerde. Also sind diese Dinge auf das persoenliche Erleben begrenzt und werden gefaerbt durch Gefuehle, Erlebnisse und deiner Meinung ueber bestimmte Dinge. Also ist diese Erkenntnis nicht sicher. Du musst davon ausgehen, das jeder etwas anderes sieht, hoert, fuehlt usw. Die einzig wahre Erkenntnis kommt aus der Erfahrung deines Bewusstsein mit der Verschmelzung der Totalitaet (Gott). Die ist erfahrbar, aber nicht erklaerbar. Also jenseits von dem, was die menschlichen Sinne zu bieten haben. Diese paar Saetze sollten ausreichen, um eine 1 zu bekommen, denn es ist alles erklaert. Es bedarf keiner weiteren Ausfuehrung. Viel Erfolg

Ich denke, dass sagt einer der berühmtesten Philosophen auf diesem Gebiet!

Für Descartes hat alles das, was denkt, eine Seele, und alles, was eine Seele hat, denkt, das eine ohne das andere ist unmöglich. Hier kann man schon erkennen, daß sinnliche Wahrnehmungen für Descartes nicht denselben Stellenwert haben wie Einsichten, die man allein durch Denken gewonnen hat. Denn die Sinne können einen leicht täuschen, ihre Bilder sind unklar, man weiß nicht, ob sie sich nicht sogar immer irren. Das Weltbild, daß man aufgrund sinnlicher Wahrnehmungen gewinnt, vergleicht Descartes sogar mit einer Traumwelt, er spricht sogar davon, daß er keinen Unterschied zwischen Traum und sinnlicher Wahrnehmung sehe.

philosophie als hauptfach (Schule)?

philosophie ist die Mutter der Wissenschaft: das reine denken. ohne Philosophie wären wir keine Menschen.

Aber trotzdem wird Philosophie (zumindest in Österreich) erst im letzten Jahr des Gymnasiums gelehrt. Dabei ist es doch eigentlich sehr wichtig denken zu können, schon als Kleinkind.

Also wäre es nicht am besten Philosophie als pflichtschulfach von Anfang an (zumindest nach der Volksschule/Grundschule) im studenplan zu haben?

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