warum können wir farben am rande unseres Blickfeldes kaum unterscheiden?

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2 Antworten

Nur in einem sehr kleinen Bereich des Sichtfeldes nehmen wir tatsächlich Farben hochaufgelöst wahr. Je weiter ein Farbreiz von der Blickrichtung abweicht desto schlechter wird die Fähigkeit, Farben zu unterscheiden. Am Rande unseres Blickfeldes sind praktisch alle Menschen "Rot-Grün-Blind". Wir nehmen es nur nicht wahr, weil das Gehirn sich die Umgebung außerhalb des engsten Sichtfeldes ständig aus vorangegangenen Seheindrücken rekonstruiert.

Skotopisches Sehen: Stäbchen sind aufgrund des Pigments Rhodopsin hell-dunkel-empfindlich, rund 10.000 Mal lichtempfindlicher als Zapfen und befinden sich vor allem am äußeren Rand der Netzhaut. Hat ein Mensch keine Stäbchen, so ist er nachtblind.

Photopisches Sehen: Zapfen sind durch das Pigment Iodopsin für das Farbsehen verantwortlich und befinden sich im Zentrum der Netzhaut. Drei Typen von Zapfen nehmen die Farben Rot, Grün und Blau wahr, fehlen einem Menschen Zapfen, so ist er tagblind.

Hallo,

im menschlichen Auge ist der wichtigste Punkt des Sehens der "Gelbe Fleck". Dort sitzten nur Zapfen, das sind die Sehzellen, die für das Farbensehen verantwortlich sind. Beim Sehvorgang wird das Auge automatisch auf diesen Punkt eingestellt. Außerhalb dieses Punktes (also zum Rand des Blickfelds hin) gibt es auch Zapfen, aber viel mehr Stäbchen. Das sind die Sehzellen, die nur Hell-Dunkel-Unterschiede erfassen. Mehr zu diesem Thema habe ich hier geschrieben:

www.farbkarten-shop.de/download/download.php4?datei=Farbabmusterung

Viele Grüße

Sylvia

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