Warum können Pflanzen kein Salz vertragen?

9 Antworten

Alle Pflanzen können (müssen) Salz vertragen, es ist nur eine Frage der Konzentration!

Dies hat mit der Nährstoff-Aufnahme der Pflanzen zu tun: Die Nährstoffe werden aus dem Boden als gelöste Salze aufgenommen; dieser Vorgang heißt "Osmose" - die stärkere (Salz-)Lösung in der Pflanze zieht die schwächere Lösung aus dem Boden in die Wurzel hinein ...

Wenn aber die Salzkonzentration "draußen" höher ist, als in der Pflanze, passiert der Vorgang andersherum - das Wasser wird aus der Pflanze herausgezogen (das heißt dann "Ex-Osmose"), und die Pflanze wird geschädigt. Oft stirbt sie daran.

Also könnte man einfach sagen: Pflanzen, die in sich eine hohe Salzkonzentration haben, können mehr Salz vertragen - und umgekehrt. Was von Natur aus von Art zu Art sehr unterschiedlich ist.

Fazit: Wenn es der Pflanze nicht gut geht: ERST für genügend WASSER sorgen, DANN vielleicht Dünger geben. MERKE: Alle Dünger, auch flüssige, sind Salze!

Nur wenige Pflanzen können Salz wieder ausscheiden. Daher würde sich die Salzkonzentration in der Pflanze immer weiter erhöhen. Ausserdem behindert zuviel Salz (Kochsalz) die Aufnahme von Nährsalzen, denn sie müssten gegen die Konzentration befördert werden, was zusätzlich Energie kostet.

Weil sie das Salz nicht wieder ausscheiden können. Es gibt aber Pflanzen, die können das. Queller zum Beispiel. Die Pflanze lebt am Meer auf salzigen Böden.

Natürlich können sie das - alle Meerespflanzen können das, manche Kakteen auch und am bekanntesten ist die Fleur de Sal - die gemeine Salzblume.

Fleur de sel ist doch keine Blume. Das ist ganz besonderes salz, ein abfallprodukt in den Meersalinen, das als besonders gut und deshalb besonders teuer verkauft wird.

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Weil es ihnen das Wasser aus den Zellen entzieht. Gibt aber viele Ausnahmen die spezielle Zellmembranen haben und salzige Böden ertragen.

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