Warum können nur Menschen denken? Warum haben sich Tiere nicht weiterentwickelt?

16 Antworten

Erstmal ist es heute allgemein anerkannt, dass sich intelligente Verhaltensweisen auch abseits des Menschen im Tierreich finden lassen, vor allem bei warmblütigen Wirbeltieren, aber auch bei Wirbellosen mit einem ausgeprägten zentralen Nervensystem, allen voran bei Tintenfischen.

Die Schwierigkeiten, die es schon bei der menschlichen Intelligenzmessung gibt, werden bei anderen Arten noch viel größer, trotzdem kann man sagen, dass zumindest besonders intelligente Arten über Selbsterkenntnis und Zahlenverständnis verfügen und zur Problemlösung, Werkzeuggebrauch, Planung und Empathie fähig sind.

Zweitens bedeutet Evolution nicht die Entwicklung auf ein bestimmtes Ziel hin, etwa eine Kulturspezies wie der Mensch, sondern die Anpassung an die Umwelt und das Finden von Nischen. Jede einzelne Art ist das einzigartige Ergebnis einer eigenen Evolutionsgeschichte und der Anpassung an eine eigene Nische. In verschiedenen Lebensräumen und Zeitaltern können zwei Arten ähnliche Nischen besetzen und darum ähnliche Merkmale hervorbringen, aber das bedeutet nicht, dass es ein Patentrezept für die ganze Natur geben würde, dem sich alle Stammlinien annähern würden.

Der Mensch ist ein besonderes Tier, für das es in der ganzen Erdgeschichte keine Entsprechung gibt, aber das kann man auch für andere Lebewesen sagen; man könnte genauso provokant fragen, warum nicht mehr Arten sich wie sie entwickelt haben.

Hier habe ich mich mal um eine Zusammenfassung der Faktoren bemüht, die die menschliche Gehirnevolution beeinflusst haben:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-ist-ausgerechnet-der-mensch-das-intelligenteste-wesen?

Wie kommst du darauf, dass nur Menschen denken können? Tiere können auch denken, sonst könnten sie schließlich nicht handeln, Strategien verfolgen, lernen und Vorlieben entwickeln.

Der Mensch ist ganz oben auf der Nahrungskette, weil er es eben geschafft hat. Deswegen denken Menschen auch immer, das sie die größten sind.

Ist es da wieder, dieses Denken, so wie wir Menschen sind wäre das Optimale, und darum müsse die Evolution, oder besser noch eine dahinter stehende , steuernde Macht, danach streben, alles sich genau so entwickeln zu lassen?

Das ist aber nicht so, die Natur bringt einfach immer wieder neu, mehr oder weniger veränderte Lebensformen hervor, und wenn diese Veränderungen dazu führen, dass die Lebensform erfolgreich ist, dann bleibt sie erhalten. Dabei ist es eher von Nachteil wenn nebeneinander zwei Lebensformen auf genau die gleiche Weise erfolgreich sein wollen. Die, die diese " Nische" einen kleinen Ticken besser nutzen kann bleibt erhalten, die andere verschwindet wieder. Bisher hat es noch kein Tier geschafft, die Nische, die der Mensch nutzt, besser auszufüllen.

Weiß nicht was sich die Evolution gedacht hat, frag mich ob wir nicht ein Misslungene Aktion sind. Tiere denken auch aber sie brauchen nicht den ganzen schnick schnack wie wir. Wären wir wie Tiere würde die Erde noch in Ordnung sein.   

"Menschen" - sprich der Homo Sapiens ist der einzige seiner Art, der übrig geblieben ist. Der Neandertaler ist wohl der bekannteste, der nebenher noch existierte aber die Wissenschaft weiß bereits von etlichen anderen ähnlichen Arten, die es gegeben hat.

Wir sind schon etwas ganz besonderes. Kein anderes Lebewesen kann - soweit ich es einschätzen kann - Massenmord an seiner eigenen Art begehen. Ok, Löwen und Affen bringen den Nachwuchs anderer Löwen oder Affen um aber das macht in gewisser Weise noch Sinn in der Genpflege.

Etliche Tiere formen ihre Umwelt entsprechend ihren Bedürfnissen - der Biber baut sich Dämme, Insekten schaffen sich Behausungen und Vögel und andere Tiere ja auch aber kein Tier vernichtet seine Umwelt generell, wie Mnschen es bereits getan haben oder immer noch machen.

Vielleicht gibt es ja auch ein generelles Gesetz der Natur, dass sich Intelligenz an einem gewissen Grad unweigerlich selbst zerstört?

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