warum können Hunde nicht Sprechen?

12 Antworten

Es gibt einen speziellen Teil im Gehirn der für Sprache zuständig ist, das Sprachzentrum. Dieses Zentrum gibt es in jedem Gehirn eines höher entwickelten Tieres. Die Größe des Sprachzentrums ist aber von Art zu Art sehr unterschiedlich.

Bei Menschen ist das Sprachzentrum sehr stark ausgeprägt, weil wir schon so lange leben und dieses Zentrum sich immer weiter entwickelt hat. Die ersten Sprachen der Menschen waren ja viel einfacher als das, was wir heute unter Sprache verstehen.

Das Sprachzentrum von Hunden ist nicht so stark ausgeprägt. Hunde kommunizieren zwar auch, aber nur durch eine sehr begrenzte Anzahl an Lauten die der Situation angepasst wird (Bellen, knurren, winseln). Das heißt Hunde können gar nicht so viele Worte lernen, wie wir Menschen normal benutzen.

Außerdem haben Hunde andere Stimmbänder als wir, können also nicht genau die selben Laute machen wie Menschen. Dementsprechend schwierig wäre es, einem Hund eine Menschensprache beizubringen - der Hund könnte nicht alles aussprechen.

Es ist allerdings auch so, dass das Sprachzentrum bei Hunden sich weiter entwickelt. Das liegt daran, dass Hunde domestiziert sind, also mit dem Menschen zusammenleben können und müssen. Und wir Menschen reden einfach so gern mit unsere Haustieren, dass diese dadurch unsere Sprache verstehen lernen. Hier ist ein Artikel zu einem Hund, der über 200 Wörter unterscheiden kann und immer noch mehr lernt: https://rp-online.de/panorama/wissen/bildung/forscher-testen-sprachverstaendnis-von-hunden_aid-16885231

Ein Hund hat etwa das Sprachniveau eines drei Jahre alten Kindes. Wenn man also mit dem Hund Wörter übt, kann er sie lernen. Der Hund kann das Wort dann verstehen und zuordnen, aber nicht selber das Wort sagen. Es gibt Studien dazu die belegen, dass bestimmte Hunderassen mittlerweile bis zu 1000 Wörter lernen können. Und das nur, weil wir ihr Sprachzentrum fördern.

Ich hoffe das war verständlich, wenn nicht frag ruhig nach 🌺🐶

Danke für die Info 😀 du sagtest ja gerade dass man den Hunden Wörter beibringen kann verstehen die Hunde denn auch den Sinn des Wortes z.b. danke dass man sich für was bedankt oder ich liebe dich versteht der Hund was Liebe ist

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@Ayse7051

Ja, zu einem bestimmten Teil kann jeder Hund das verstehen.

Hunde kennen natürlich nicht die genaue Bedeutung eines Wortes wie's im Duden steht. Aber sie verstehen "Nein" heißt "ich soll das nicht machen". Oder eben, dass du immer "ich liebe dich" sagst wenn du mit ihm kuschelst. Und das kuscheln Liebe ist, das weiß der Hund.

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@Ayse7051

Nein das tun sie nicht, sie assoziieren nur, also z.B. soll der Hund den Napf bringen wie meine und bekommt dann sein Futter, so hat er gelernt, Napf heißt ich bekomme Futter, es lohnt sich also für den Hund das Wort Napf zu „kennen“ und demnach ist die Motivation auch hoch dieses Signal zu kennen und das dazu passende Verhalten auszuführen.

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@Ayse7051

Verrückt, nicht wahr? Die Kleinen sind so viel klüger als wir ihnen zutrauen.

Ist aber natürlich auch immer vom einzelnen Hund abhängig. Es gibt ja auch kluge Hunde und dumme Hunde ^_^

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@kathigibtsschon

Nein das stimmt nicht, nein kennt der Hund nur dadurch das dann in Folge eine Strafe folgt, auch das ist Assoziation und hat nichts damit zu tun das der Hund weiß was „Nein“ heißt.

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@Elocin2910

Aber durch Assoziation lernt man ja eben die Worte. Der Hund weiß ab einem bestimmten Zeitpunkt, dass "Napf" das Wort für seine Futterschale ist.

Funktioniert bei Menschen ja nicht anders, wir machen einfach komplexere Laute als Hunde.

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@kathigibtsschon

Damit weiß der Hund aber nicht das der Napf einen Napf darstellt, andere Form und Farbe und der Hund sucht nach dem was er bisher gebracht hat und wird den neuen Napf nicht als solchen erkennen, somit hat er eine Assoziation zu diesem Gegenstand hergestellt, aber nicht begriffen was ein Napf ist.

Er lernt eben nicht das Wort zu verstehen, sondern verbindet diesen Laut mit diesem speziellen Gegenstand

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@Elocin2910

Man kann einem Hund sehr wohl beibringen, was alles als Napf zählt. Unser Hund kann das.

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@kathigibtsschon

Ein Hund weiß aber immer noch nicht was ein Napf ist, er versteht unsere Sprache nicht und dazu fehlt ihm ein Bereich im Gehirn, nämlich das Wernicke-Areal.

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@Ayse7051

Ich denke es geht wohl beim Hund nicht so weit, dass er ein so großes Gesamtkonzept wie Dankbarkeit oder Liebe verstehen könnte. Hunde sind zwar soziale Tiere, kennen auch Altruismus, sind aber keine Philosophen, sondern Opportunisten.

In bestimmten Momenten und aus dem Kontext heraus, (Situation, Handeln des Menschen und der Klang und Tonfall dessen begleitenden Worte), wird ein Hund durchaus rudimentär erfassen, ob er in diesem Moment gemocht wird, oder nicht. Schimpft man mit einem Hund, "weiß" er, dass er gerade in Ungnade gefallen ist. Sonst würde er ja nicht winselnd und fiepend auf dem Bauch ankommen und darum betteln, wieder gemocht zu werden.

Ich hatte einen Hund, so einen mopsgedackelten Windhundspitz, der tatsächlich versuchte, sich "sprachlich zu verständigen", natürlich im Rahmen seiner physisch begrenzten Möglichkeiten. Das machte er kontextabhängig in bestimmten Situationen auch mit unterschiedlichen 'Sprach-Imitationen'.

Kam ich z.B. vom Einkaufen, war es Usus, dass ich etwas leckeres für ihn mitbrachte. Die Begrüßung verlief stets sehr ähnlich, im Kontext für den Hund also wiedererkennbar: "Und du freust dich, dass ich wieder da bin, ich hab' dir auch was mitgebracht."

Der Hund versuchte nicht, Worte zu bilden, gab sich aber große Mühe, mit den ihm möglichen unterschiedlichen Lauten die Melodie dieses Satzes zu wiederholen. Sagte ich in der selben Situation zunächst gar nichts, kam von dem Hund die 'Frage', ob ich ihm was mitgebracht hätte; natürlich in seinem 'Hundisch'.

Es gab noch weitere kontextabhängige 'Sätze', an denen sich das Tier versuchte. Dieser Hund hatte also erfasst, das Gesprochenes eine komplexe Bedeutung hat, die vom Gegenüber verstanden werden kann.

Loriot's Sketch "Der sprechende Hund" war also gar nicht so abwegig.

Für eine Unterhaltung reicht so etwas natürlich bei weitem nicht. Aber ein Hund kann verstehen, ob er die Zeitung, die Puschen, den Ball oder einen Stock bringen soll. Illustrierte, Hausschuhe oder einen Knüppel würde er dagegen nicht anschleppen, wenn er diese Worte in diesem Kontext nie gehört hat.

Hunde können also in begrenztem Umfang lernen, was was ist und wozu es da ist. Puschen trägt Herrchen/Frauchen zuhause, und wenn nicht, sind sie ungefähr dort geparkt, so sehen sie aus und genau so riechen sie. 'Leine' hängt an der Garderobe und hat mit Gassigehen zu tun, und sobald die ins Spiel kommt, und dazu auch noch 'raus' zu hören ist, wird es spannend, Joou, dann geht' gleich los!

... "Zieh Leine - so was kommt mir hier nicht ins Haus!" und macht die Wohnungstür zu. Danach ist der Hund merkwürdigerweise ganz freudig außer Rand und Band. Der hat sich da nur verhöhrt und den falschen Kontext impliziert. Frauchen auf dem Flur, Wohnungstür, Leine, passte doch alle so schön. Für Hunde ist da schon 'Menschensprache, schwere Sprache'.

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Hei, Ayse7051, Hunde können sprechen, hat der Autor und Dichter Erich Kästner herausgefunden, als er mit einem sprach. Doch der Hund erklärte, laut Kästner, der Mensch sei es nicht wert, dass man gesellschaftlich mit ihm verkehrt. Kann man nachlesen. Grüße!

🤣

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1 A 👍👍👍👍😂😂😂

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Weil ein Hund ein Hund ist und weder Gehirn, noch Kehlkopf und Stimmbänder für eine Sprache wie bei uns vorgesehen ist.

Hunde können sprechen, aber sie sprechen eine andere "Sprache", deshalb können Hunde auch miteinander kommunizieren. Hunde können unsere Sprache einfach nicht lernen. Wir können ja auch nicht die "Sprache" der Hunde lernen.

Stimmt so könnte man es vergleichen

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Das stimmt doch gar nicht :o

Wir verstehen die Sprache von Hunden durchaus, zumindest in Teilen. Wir wissen was ein wedelnder Schwanz heißt und was ein Knurren bedeutet. Das ist Hundesprache und wir können sie verstehen.

Hunde verstehen auch unsere Sprache in Teilen. Sonst könnte man sie ja schlecht auf "Sitz" oder "komm her" trainieren. Hunde können unsere Sprache zumindest teilweise verstehen lernen.

Wir können die Sprache der anderen nicht sprechen, aber wir können sie lernen und verstehen.

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Das ist sowohl morphologisch als auch neurologisch nicht angelegt.

Also: "technisch" nicht möglich.

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