Warum können Buchen zusammenwachsen?

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Bei verholzten Stämmen oder Ästen mehrjähriger Pflanzen werden jedes Jahr in der Rindenschicht (genauer: in der Kambiumzone) neue Leitungsbahnen für den Wasser- und Safttransport angelegt. Diese Jahresringe verbreitern den Stamm bzw. Ast kontinuierlich. Wenn nun zwei solcher Stämme aneinander geraten und sich nicht ausweichen können, so versuchen sie ihr Dickenwachstum durch "Umwallen" der betreffenden Stelle aufrecht zu erhalten. Nichts anderes geschieht übrigens auch beim "Einwachsen" eines Drahtes oder eines in den Stamm geschlagenen Nagels. Die beiden Stämme oder Äste gehen im Laufe der Zeit dann immer mehr eine feste Verbindung ein. Die sehr regenarationsfähigen Hainbuchen eignen sich besonders gut dazu, solche Verbindungen durch Aneinanderbinden von Ästen bewusst herbei zu führen.

Danke für die fachkundige Antwort!

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Ich nehme mal an, daß Du Hainbuchen (Carpinus betulus) meinst. Die haben oft Äste, die sich aneinander reiben und schließlich miteinander "verwachsen". Dabei wächst ein Ast jeweils um den anderen herum, wie beispielsweise um einen Draht der um den Baum gespannt wurde oder um einen eingeschlagenen Nagel. Genauso kommt das auch bei dicht nebeneinanderstehenden Bäumen dieser Art vor. Eine richtige Verbindung, also bis hin zum Austausch von Wasser und Nährstoffen, gehen sie jedoch nicht ein. Wenn man solch eine Verbindung auseinandersägt, kann man feststellen, daß sich dazwischen immer noch eine dünne Rinde befindet. Künstlich herbeiführen liese sich das vermutlich auch, z.B. durch zusammenbinden. Als Baumpfleger versucht man jedoch eher solche Reibungen in jungen Jahren zu vermeiden um einen stabilen und gleichmäßgen Kronenaufbau zu erreichen.

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