Warum können bei einem Bandgenerator elektrische Spannungen von bis zu 300'000Volt entstehen?

3 Antworten

Ein Bandgenerator arbeitet mit Reibungselektrizität. Dabei wird ausgenutzt, dass verschiedene Oberflächen ihre Elektronen unterschiedlich stark "festhalten". Nimmst du einen Stoff, der sie wenig festhält und reibst diesen an einen Stoff, der seine stark festhält, werden ein paar Elektronen vom ersten auf den zweiten Stoff springen. Die Spannung ergibt sich dann daraus, wie weit du das Elektron von dem anderen Stoff entfernen kannst, ohne dass es zu einem Ladungsausgleich kommt.

Es entstehen also so hohe Spannungen, weil du relativ leicht die Elektronen weit räumlich voneinander trennen kannst... Nur die Menge auf der Oberfläche der Stoffe ist begrenzt und es fließen bei einem Nichtleiter auch nur schwer Elektronen nach. Bei einem Leiter hingegen hättest du das Problem, dass es nach kurzzeitigem Trennen auch schnell wieder zum Ladungsausgleich kommen kann. Du schaffst also mit der Methode nicht, konstant viel Ladung zu trennen - nur weit auseinander.

Es sind zwei verschiedene Welten ;-)

Ein Bandgenerator trennt Ladungen. Er kann damit (als Kondensator) Spannungen von mehreren Millionen Volt aufbauen. Irgendwann ist die Spannung (Feldstärke) so hoch, dass die Luft elektrisch leitend wird, so dass die Spannung begrenzt wird. Die Ladungsmenge ist aber so klein und die Widerstände so hoch, dass es nicht gefährlich wird.

Eine 230-Volt-Steckdose hat zwar nicht so eine hohe Spannung, aber sie kann dauerhaft richtig viel Strom liefern.

Aber warum wird nicht einfach viel Ladung getrennt und die Spannung bleibt bei ca. 230V?

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