Warum können allergische Reaktionen nicht beim Ersten Kontakt mit dem Allergen auftreten?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil der Körper erst nach Kontakt mit einem Allergen anfangen kann, ich nenne es jetzt mal Laienhaft "Antikörper" dagegen zu produzieren. Beim nächsten Kontakt sind sie dann vorhanden und können sofort aktiv werden.

Also weil sich Antikörper dagegen bilden müssen oder wie? hab ich es falsch verstanden ?

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@Turkiiyee

Müssen nicht, aber können. Und dann entsteht die Allergie.

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@Celija

Habe dir hier mal was aus dem Net rausgesucht. Ich glaube, das ist auch für einen Laien sehr verständlich: Beim ersten Allergen-Kontakt werden vom Immunsystem die sog. IgE-Antikörper gebildet, die spezifisch für ein bestimmtes Antigen sind und in der Lage, dieses (und kein anderes) wieder zu erkennen. Es tritt jedoch zunächst noch keine Reaktion ein, da das Allergen erstmal noch neu ist. Diesen Vorgang nennt man "Sensibilisierung". Bei jedem nächsten Kontakt dann reagiert das Immunsystem mit vorhandenen spezifischen Antikörpern (IgE), die an der Oberfläche von sog. Mastzellen (bestimmten weißen Blutkörperchen) anlagern, z.B. gegen die Blütenpollen von Pflanzen.

Antikörper und Allergen verbinden sich nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip, bilden einen Komplex und veranlassen die Mastzellen, Botenstoffe auszuschütten, die die allergische Reaktion im Körper weitervermitteln. Dabei wird beispielsweise das Histamin an den Schleimhäuten freigesetzt, ein Botenstoff, der in der Reaktionskette der Allergien eine entscheidende Rolle spielt. Histamin ist eine biologisch sehr aktive Substanz, die überall in unserem Körper vorkommt. Die Wirkung des Histamins hat z.B. jeder schon einmal gespürt, der eine Brennessel angefaßt hat.

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@Celija

Dankeschöön hast das sternchen verdient

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Weil einer allergischen Reaktion immer erst eine Phase der Sensibilisierung vorangehen muss. Während dieser Sensibilisierungsphase bewirken immunologische Prozesse entweder die BIldung von spezifischen Immunglobulinen (z.B. IgE bei Atemwegsallergien) oder von speziellen Blutzellen (z.B. T-Lymphozyten bei allergischen Kontaktekzemen der Haut).

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