Warum knurrt mein Hund fremde Leute an?

6 Antworten

Ein Harzer Fuchs- Gratulation zu so einem schönen und seltenen Hund. Bedenke aber, dass er ein ausgewiesener Spezialist ist und mehr als nur Treiben kann. Er ist mutig, sehr gelehrig und ein fleißiger Arbeiter, der am Großvieh eingesetzt wurde.

Jetzt ist dieser Arbeitshund in der Pubertät, testet aus. Er will auch lernen und beschäftigt werden. Unausgelastet wird er sich wie jeder Hütehund stark aufs Revier beziehen und seine Stärke zeigen.

Es gibt leider wenig gute Alternativen für Hütehunde, als das Hüten selbst. Deshalb bitte ich Dich sehr, Dich an einen Hundetrainer zu wenden, der sich auf Hütehunde spezialisiert hat. Sitz, Platz, Abruf kann jeder halbwegs erfahrene/belesene Hundehalter seinem Hund selber beibringen, dazu brauchts keine Hundeschule. Für die Ausbildung, Erziehung eines Hütehundes braucht es versierte Leute. Sollte es in Deiner Umgebung Schäfer geben, frag auch dort mal an. Die können sehr gut mit Hunden.

Hallo, dieses Verhalten gehört durchaus zum Harzer Fuchs. Das ist keine einfache Hunderasse. Irgendeine Aufgabe muss sich der Hund ja suchen.

Der Hund zeigt sich Rassetypisch. Fremden gegenüber Misstrauisch und durchaus Teritorial.

Der Hund braucht eine sinnvolle Aufgabe. Ein Hundtrainer muss vor Ort mit dem Hund und dir Arbeiten. Er zeigt dir was du tun kannst damit sich das Verhalten des Junghundes nicht verfestigt.

Ist doch völlig normal.  Er wird langsam erwachsen und fängt an sein Revier zu verteidigen.  Wenn Du selbst nicht weisst, was du dagegen tun kannst, schnellstmöglich einen guten Trainer zu Rate ziehen, bevor der Hund wirklich anfängt zu denken, er müsse hier regeln wer den Hof betreten darf und wer nicht......

Ich wundere mich immer mehr darüber, warum so viele Hundebesitzer totale Probleme damit haben einen Hund zu "führen".  Was machst Du denn wenn er knurrt ?  Nichts vermutlich ?  Oder das übliche "Aus - nein - lass das" Geschimpfe.  Das kann nur schiefgehen.

Welche Rasse ist denn dein Rüde ?

Was würdest Du denn dann machen?

Ein Harzer Fuchs

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@Giotto12

Kommt auf die Situation an. Ich würde hingehen, ruhig bleiben, dem Hund deutlich signalisieren, dass ICH die Situation regle. Also wenn z.B. jemand auf den Hof kommt - Hund ist draussen und bellt/knurrt und Du bist im Haus oder irgendwo anders ein Stück entfernt - ruhig hingehen, dem Hund ein Kommando geben, das er kennt - z.B. hierher, bleib, sitz - was auch immer. Dann würde ich zu dem Besucher hingehen, ihn begrüssen und den Hund dann einladen, sich den Besucher in Ruhe anzusehen. Wenn das mit ganz fremden Menschen nicht möglich ist, würde ich das trainieren indem ich Bekannte bitte mitzumachen.  Noch ist der Hund jung und unsicher - da kann man viel erreichen. Die meisten Hunde sind froh, wenn der Besitzer die Situation klärt.

Was ich auf keinen Fall tun würde, ist den Hund zu schimpfen oder laut zu werden.  Damit verstärkt sich das Problem nur.  Gib dem Hund die Sicherheit dass er sich auf Dich verlassen kann. Dass Du das regelst und nicht er.  Er kann melden, dass jemand kommt, aber dann übernimmst Du. 

Noch ein Beispiel:  Mein Hund ruft mich immer wenn eine ungewöhnliche Situation ist - Leute auf dem Grundstück, eine fremde Katze, der Nachbarshund am Zaun - was auch immer. Ich gehe hin, schaue nach was los ist und lobe meinen Hund dafür dass er aufgepasst hat (auch wenn meiner Meinung nach gar nix los war). Aber dann sag ich ihm - alles ok jetzt - und dann ist auch schlagartig Ruhe.
Wichtig ist anfangs wirklich das HINGEHEN - sich vor den Hund begeben und ihm damit signalisieren - ok - Du hast Deinen Job gemacht - jetzt ist es gut und ich entscheide. Das ist anfangs etwas lästig und anstrengend immer hinzugehen. Benutze immer das gleiche Wort wie z.B. "ist ok jetzt" oder sonstwas. Aber immer das gleiche. Irgendwann reicht es dann wenn Du ihm zurufst - ist ok. Komm her. 

Versuche einfach Dich in den Hund hinein zu versetzen. Er ist im Hof und da kommt ein Fremder - was soll er denn machen ? Den Fremden totknutschen ?  Es ist ganz natürlich dass er knurrt und bellt.  Ein Hund der knurrt ist nicht böse - er kommuniziert nur. Knurren ist eine Warnung. Weiter nichts. Wenn diese Warnung beachtet wird, passiert nichts.  Nur wenn man diese Warnung ständig ignoriert ist die nächste Eskalationsstufe das Beissen.

Hilf Deinem Hund dass er nicht beissen muss. Er will das nämlich gar nicht.

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Oder das übliche "Aus - nein - lass das" Geschimpfe.

Ich beobachte das auch immer wieder. Die Hunde haben keine Erziehung. Sie beherrschen nicht einmal die Grundkommandos. Die Halter sind total verantwortungslos.

Erst vor Kurzem habe ich einer Frau mit Kinderwagen und Bullterriermischling erklärt, daß es völlig sinnlos ist, den Namen des Hundes ständig lauter und schriller werdend zu schreien. Woher soll der Hund wissen, was er tun soll, wenn man es ihm nicht sagt?

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