Warum Kinder?

17 Antworten

Kinder sind toll. Das war und ist meine Einstellung.

Du nimmst auch in Kauf, dass Du auf Klo musst, wenn Du was isst oder trinkst. Du nimmst es in Kauf, eine Maske zu tragen, wenn Du Bus fährst. Du nimmst es in Kauf, dass der Zahnarztbesuch blöd werden könnte. Du nimmst es in Kauf, dass ....

Es gibt nicht nur gut. Wenn Du es akzeptierst, dass Deine Nacht unterbrochen wird, dann freust Du Dich sogar drauf, Dein Würmchen gleich wieder im Arm halten zu können - auch wenn es Nacht ist. Ich fand diese Minuten wunderschön!

Aus Vernunftgründen bekommt man keine Kinder.

Denn die würden alle dagegen sprechen. Aber wenn du irgendwann soweit bist, und süße Baby-Accessoires googelst oder schon mal nachliest, was ein Kinderwagen so kostet oder dir vorstellst, wie schön es wäre, schwanger zu sein - dann hat dich der Kinderwunsch gepackt und dann fragst du nicht mehr nach dem "Warum".

Zumindest war es bei mir so. Ich konnte ganz lang mit Kindern nichts anfangen, hatte da auch keinen Draht dazu. Aber irgendwann kam der Moment, wo es mir großen Spaß gemacht hat, mit den Kindern von Freundinnen zu spielen. Wo ich mich gefreut habe, dass der Sohn meiner Cousine einen eigenen Kosenamen für mich hat.

Und da war er dann, der Kinderwunsch.

Das Problem ist, dass es halt kein ausprobieren gibt. Und gerade für Frauen hängen auch jede Menge Nachteile am Kinder kriegen. Denn es sind ja meist immer noch die Mütter, die in der Teilzeitfalle landen und in finanzieller Abhängigkeit. Als Mutter kannst du es niemandem recht machen und alle beurteilen dich und dein Kind. Wenn du das erste Mal im Supermarkt stehst mit wie am Spieß schreienden Kleinkind, dann wirst du wissen, was ich meine.

Außerdem braucht man den passenden Partner.

Letztens habe ich "Die Mutterglücklüge" von Sarah Fischer gelesen. Ich habe zwar einige Kritikpunkte an dem Buch, aber andererseits werden viele Nachteile des Mutterseins ganz gut aufgedröselt. Am Ende des Buchs wird noch eine interessante Anekdote erzählt: eine Bekannte war mit einem Mann zusammen, der unbedingt Kinder wollte. Sie war sich unsicher und hat dann einen Vertrag aufgesetzt, in dem sich ihr Mann verpflichten sollte, im Falle einer Trennung die Kinder zu übernehmen - sie würde Unterhalt zahlen, die Kinder jedes zweite Wochenende und in den Ferien zu sich nehmen. Ab da war der Kinderwunsch kein Thema mehr.

Also ich mag Kinder gerne, wenn meine Nichte und mein Neffe da sind oder auch Kinder von Freunden spiele ich gerne mit ihnen, finde es auch schön eine Familie zu sein, aber einen Kinderwunsch habe ich nicht, denke eher will ich das alles?!

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Nach wie vor beschäftigt mich das Thema sehr. Ich war immer der Meinung "später mal", nun bin ich 30 und denke immer noch "später mal".

wenn du ein Mann bist hast du ja noch sehr viele Jahre Zeit
Bei ner Frau ist es mit 30 zwar noch nicht dringend - aber langsam fängt die biologische Uhr zum ticken an. Je älter man wird umso schwerer wird eine Frau schwanger - man kann auch mit über 40 noch ein Kind bekommen - aber das kann dann evt ein paar Jahre auch dauern.

Rein aus Vernunft spricht alles dagegen: schlaflose Nächte, Windeln wechselt, Geschrei, Sorgen, Pubertät, Urlaub nicht mehr so entspannt und und und, man könnte noch 1000 Dinge nenne

in den Sachen hast du Recht - aber Kinder geben einem etwas was sonst dir keiner gibt: Bedingungslose Liebe (Dein Kind liebt dich egal ob du 10 kg mehr wiegst oder Falten hast.) und viele einzigartige erste Momente. Das erste mal durchschlafen, das erste mal keine Windel mehr brauchen, das erste mal dass das Kind ne Woche keinen Wutanfall hatte, okay Sorgen macht man sich immer auch wenn die Kinder schon 30 sind ;-) , Urlaub macht man halt anders sodass der Urlaub trotzdem entspannt ablaufen kann (ne Städtetour mit nem Kindergartenkind wird eher stressig, dann lieber nen Strandurlaub. Entspanntes Kind = Entspannte Eltern.)

Wie habt ihr es geschafft euch für oder gegen Kinder endgültig zu entscheiden?

ich wusste schon immer das ich Kinder haben will. Wollte aber eigentlich immer 2 haben und wie ich dann ne Wohnung gekauft habe habe ich gemerkt, dass finanziell einfach keine 2 Kinderzimmer damals drinnen waren. haben uns dann für nur 1 Kind entschieden war wir keine 2 Kinder in nem Zimmer auf Dauer haben wollten. Am Ende wäre es wahrscheinlich auch mit 2 Kinderzimmer nur 1 Kind geworden. Unsere Tochter hat LANGE (4,5 Jahre!) nicht durchgeschlafen und hat Energie für 2 Kinder. :-) Bin aber froh darüber. Mit nem ruhigen Kind könnte ich glaub ich wenig anfangen. Bin froh dass meine Maus genauso ist wie sie ist

Andererseits bin ich ein Familienmensch und habe auch Angst es irgendwann zu bereuen.

Man kann eine große Familie haben, ohne selbst Kinder zu haben/zu bekommen.

Wie habt ihr es geschafft euch für oder gegen Kinder endgültig zu entscheiden?

Das war nicht schwer - ich möchte keine Verantwortung für einen anderen Menschen haben.

Wenn meine Partnerin ein Kind austragen will, soll sie, aber die Verantwortung für dieses Kind liegt dann bei ihr alleine, auch, wenn ich natürlich mit für das Kind sorgen werde, so lange wir zusammen sind. Sollte ein (biologisch) männlicher, eventueller zukünftiger Partner von mir ein Kind wollen, muss er eines adoptieren, wobei gleiche Regeln gelten.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – bin asexuell, polyamourös u. nichtbinär

Für mich war's immer klar. Wenn fixe Bindung mit einer Frau, dann auch Kinderwunsch.

Ich bin jetzt 55 und hätte ohne Kinder jetzt sicher eine Sinnkrise und würde mich fragen, wozu ich eigentlich immer täglich zur Arbeit gegangen bin - um dann reich zu sterben und es irgendwelchen Neffen zu vererben, die man nur am Rande kennt?

Ein Kind bei der Entwicklung zu sehen ist für mich weitaus erfüllender als ein Urlaub in der Karibik oder ein schönes Auto.

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