Warum keine aktive Sterbehilfe?

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9 Antworten

Leiden muß niemand! Gegen Schmerzen und Atemnot gibt es Hilfe.Ein Arzt kennt alle Möglichkeiten. Wenn es "absehbar" ist,wird z.B. kein Herzmedikament mehr verabreicht. Grundsätzlich sollte sich jeder, Gedanken dazu machen.Und zu Lebzeiten festlegen,was er in solch einem Zustand noch haben bzw. nicht mehr haben möchte! Vorsorgevollmacht!

Das ganze ist eine ethische Frage.

Es wurde in Deutschland eben so geregelt, dass keine aktive Sterbehilfe erlaubt ist. Es gibt für beide Seiten sehr gute Argumente, die du dir lieber ergoogeln solltest ;) Solltest du einen Haufen davon finden, da das ganze schon ewig ein öffentlicher Diskurs ist. Auf jeden Fall solltest du diese Regelung nicht als unmenschlich ansehen! Es freut sich ja niemand, dass diese Leute leiden aber es gibt auch sehr gute Punkte gegen aktive Sterbehilfe..

Da ich auf dem Gebiet auch nict so der Fachmann bin, hab ich dir hier ein Forum, in dem das Thema auch diskutiert wurde. Sind ein paar gute Beiträge dabei :)

http://www.netzwelt.de/forum/spam-forum/74649-sterbehilfe.html

MfG mb1891

BlackRaven88 23.03.2012, 16:42

danke für den link!! hmmm...ich kenne keinen einzigen grund, was daran gut sein soll, dass man menschen leiden lässt.......

höchstens für die pharmalobby, die so ihr geld mit medikamenten verdient.....

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mb1891 23.03.2012, 17:06
@BlackRaven88

hier findest du 6 Punkte dafür und 18 dagegen ;)

http://www.schulstoff.net/sterbehilfe~pro~contra~argumente~ethik-59.htm

Einer der wichtigsten Punkte für mich ist, dass das ganze dann zur Normalität wird und womöglich immer öfter angewandt wird, obwohl der Mensch evtl. noch zu retten wäre. Man denkt in seinem leben öfters, dass man jetzt stirbt und wenn man nur aufgrund extremer Schmerzen den Todeswunsch vorschnell äußert und dann auf diese Art umgebracht wird, obwohl man danach eig. weiterleben würde dann ist das eine ganz traurige Geschichte!

Die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe birgt extreme Risiken, die sehr schwer wahrscheinlich sogar gar nicht beseitigt werden können..

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McAlbert 23.03.2012, 20:14
@mb1891

... mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde das passieren. Um für mich selbst aber eine richtige Antwort auf eine schwierige Frage zu erhalten frage ich mich immer "Was würde geschehen wenn das alle machen würden".

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Ist jedenfalls ein rein menschliches Problem. Als Tiere wären wir längst gefressen worden, verhungert oder eben: an unseren Krankheiten eingegangen, und wie Du auch schreibst: selbst die Tiere in unserer Obhut erlösen wir irgendwann. Einzig nur Menschen unter sich scheuen sich, sich gegenseitig rechtzeitig zu töten - meiner persönlichen Ansicht nach spielt da noch am ehesten die Angst vor dem (eigenen) Tod eine Rolle, und natürlich die jahrhundertelang gepredigte Angst vor irgendeiner Hölle, irgendeinem Gericht oder ähnlichem, das einem nach dem Tode erwarten könnte.

BlackRaven88 23.03.2012, 17:03

Ich habe mir z.B. schon lange überlegt was ich mache wenn ich totkrank bin: Solange ich schmerzfrei bin, genieße ich mein Leben. Sobald ein qualvolles Ende absehbar ist, gehe ich entweder in die Schweiz oder ich werde mein Leben eben selbst beenden...

Sehr erbärmlich, dass Menschen vor dem unvermeidlichen so angst haben, dass sie andere lieber leiden lassen....

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pecudis 23.03.2012, 17:30
@flametree

Dazu brauchst Du aber erstens ein Land, in dem Dir das auch etwas nutzt, und nicht eins, in dem derjenige, der für Dich sorgt, dann verknackt wird, und zweitens auch jemanden, der das kann. Die meisten Leute heutzutage kriegen doch nicht mal ein Huhn geschlachtet .... geschweige denn ihren eigenen Hund eingeschläfert (selbst wenn sie es dürften). Im Gegenteil: selbst für Tiere nehmen die Leidenshöfe ständig zu.

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Wer davon leidet und wie ,weiß niemand. Aber auch noch im Koma ist ein Mensch lebenswert und kann mit uns kommunizieren! Natürlich nicht reden! Aber um so wichtiger ist eine gute Beobachtung des Menschen bei seinen Tätigkeiten mit ihm!

pecudis 23.03.2012, 17:35

Es geht ja nicht im Leute im Koma, sondern um Menschen, die einem Außenstehenden ihr Leiden noch vermitteln können und deutlich zu verstehen geben, daß sie das nicht mehr wollen.

Der Komavergleich ist immer sehr einfach, klar, wenn jemand nix sagt, dann kann man den auch liegen lassen. Aber was machst Du mit Leuten, die Dich Wochen, Monate und Jahre anflehen, endlich gehen zu dürfen????

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@ Black du mußt dir die andere Frage stellen. Wo fängt man mit der aktiven Sterbehilfe an und wo hört man auf ? Ein Koma ist nicht unbedingt ein Totesurteil, somit wäre das in manchen Fällen Mord. Und wer sollte die Entscheidung treffen ? Die Angehörigen oder der Arzt ? In beiden Fällen wäre es schwer eine Entscheidung zu fällen, denn gegebenenfalls könnte ja Habsucht der Angehörigen dahinter stecken, oder der Doc geschmiert worden sein.

Ok nun könnte man sagen der Patient könnte eine schriftliche Einwilligung geben. Doch auch hier wieder der Fall ob er noch gesitig zurechnungsfähig war, oder unter es unter einem gewissen Druck geschah.

Gruß Wolf

ja, das verstehe ich auch nicht. Allerdings gibt es ja schon Länder, wie Holland und andere, die eine Sterbehilfe leisten. Liebe Grüße von bienemaus63

Ist echt eine gute frage ....ich glaube mann darf sich noch nicht mal selber um die ecke bringen ...wenn das jem mitbekommt dann kommste sofort in die klinik :D

Steht eben so im BGB

mb1891 23.03.2012, 16:40

klatsch klatsch

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Ich verstehe die Welt auch nicht..

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