Warum keimen Bio-Kartoffeln manchmal garnicht im ganzen Netz?

8 Antworten

Bisher habe ich immer Kartoffeln gepflanzt, die ich ganz normal im Supermarkt gekauft habe. Sie keimen praktisch alle, wenn man sie in die Erde bringt, ob Bio oder nicht. Der (Bio)Bauer macht sich halt die Arbeit, die Kartoffeln anzubauen. Das tut längst nicht jeder, und die meisten haben nicht einmal einen Acker. Darunter, dass viele Gärtner (und Bauern?) normale Speisekartoffeln als Pflanzkartoffeln benutzen, leiden nur die Pflanzkartoffelbauern. Wenn man aber die Preise sieht, die man für Gartenportionen von Pflanzkartoffeln bezahlen soll, braucht sich niemand zu wundern, dass ein rechnender Mensch die nicht kauft. Sie sind oft genau so teuer, als wenn man den Ertrag im Supermarkt aufklaubt, nur dass man sich da nicht so oft bücken muss. Der Ertrag von Kartoffeln geht beim Nachbau nicht so dramatisch zurück, dass man immer frische Pflanzkartoffeln braucht.

Darunter, dass viele Gärtner (und Bauern?) normale Speisekartoffeln als Pflanzkartoffeln benutzen, leiden nur die Pflanzkartoffelbauern.

ALso für ALLE Gärtner und Bauern ist das Nachbauen von als Speisekartoffel gekauften Pflanzen verboten, und das auch mit gutem Grund: daruner "leiden" nämlich nicht "nur" die Pflanzkartoffel-Anbauer, sondern darunter kleidet vor allem die gesamte KartoffelZUCHT, denn sie wird ja nicht mehr bezahlt. Und was nicht bezahlt wird, tut dann auch irgendwann niemand mehr >> keine Resistenzen mehr, keine reinen Sorten mehr, und Krankheiten verbreiten sich immer weiter.

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@pecudis

Hallo!

Wie sollte man denn auf "Balkonien" Krtoffeln anpflanzen können?

Dazu ist bei den Meisten gar nicht die Fläche und Tiefe der Erde vorhanden...MfG!

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@pecudis

Mir kommen glatt die Tränen. Die armen Kartoffelzüchter. Der Hobbygärtner wird sich darum nicht kümmern. Letztlich ist es eine Preisfrage. Wenn die Pflanzkartoffeln zu teuer werden, baut der Bauer seine eigenen Kartoffeln nach, denn er rechnet genau. Natürlich kann er das nicht auf Dauer machen, weil dann der Ertrag stark abnimmt. Wenn die Kartoffelzüchter ihre Produkte per Gesetz auf den Markt bringen wollen, werden sie halt auch Gesetzesbrecher züchten.

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@jobul

reden hier zwei aneinander vorbei? Einer von

für ALLE Gärtner und Bauern

der andere meint:

Der Hobbygärtner wird sich darum nicht kümmern

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@ pecudis "ALso für ALLE Gärtner und Bauern ist das Nachbauen von als Speisekartoffel gekauften Pflanzen verboten, und das auch mit gutem Grund: daruner "leiden" nämlich nicht "nur" die Pflanzkartoffel-Anbauer, sondern darunter kleidet vor allem die gesamte KartoffelZUCHT, denn sie wird ja nicht mehr bezahlt. Und was nicht bezahlt wird, tut dann auch irgendwann niemand mehr >> keine Resistenzen mehr, keine reinen Sorten mehr, und Krankheiten verbreiten sich immer weiter."

ok, wer züchtet denn hauptsächlich auf der Welt das Saatgut? Wer hat denn in den meisten Ländern, die irgendwelchen Freihandelsabkommen mit USA zb unterliegen, geregelt, was wer anbauen darf???!!! Ich verzichte GERN und UNBEDINGT auf resistent gemachte Pflanzen, da an deren Erbgut rumgepfuscht worden ist... GENmanipulation... und wer tut sowas? MONSANTO

qualität setzt sich durch. auch wenn ich den platz zum züchten hätte, würde ich es nicht machen, weil ich einen ganz anderen job habe. aber die kartoffeln von unserem dorf bauern sind immer noch die besten.

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