Warum Katholisch?

15 Antworten

Das Evangelium wurde zur Zeit der Apostel und den ersten
Christen zunächst mündlich überliefert und erst später aufgeschrieben.Deshalb ist die Bibel nur eine Quelle der göttlichen
Offenbarung für die kath. Kirche, sie anerkennt aber auch die Quelle der Tradition der frühen Christenheit.
 Daraus leitet sich schon ab, dass nicht alles in der Bibel stehen muss,
 was als Glaubenswahrheit definiert ist. Daran hat auch Luther zunächst
festgehalten, als er zunächst nur die Missbräuche anklagte, später aber dann
 „sola scriptura“ einführte. Die Reformation hat viele Glaubensrichtungen
hervorgebracht, die alle ihre Interpretationen der Bibel für richtig
hielten und eigene Glaubensgemeinschaften gründeten innerhalb des
Protestantismus.Sie haben sich also allesamt von der kath. Kirche
abgespalten.Was Jesus aber wollte, war nur eine Kirche, Seine Kirche.

Jesus Christus spricht von Petrus als Fels, auf den Er „Seine Kirche“
gründen will. Gleichzeitig verspricht er dieser Kirche seinen Beistand im
Heiligen Geist und dass sie Bestand haben wird bis zum Ende der Zeiten. Das "bis zum Ende aller Zeiten" bedeutet aber, dass nicht nur Petrus als obersten Hirten dieser Beistand zugesagt wurde, sondern auch seinen Nachfolgern, die die kath. Kirche als Papst bezeichnet. Die Kirche nennt sich  deshalb apostolisch und führt damit das fort, was Jesus eingesetzt hat.

Der Papst ist ein Mensch wie wir alle und deshalb fehlbar - sowohl privat als auch in seinen theologischen Verlautbarungen.
„Unfehlbar“ wird der Heilige Geist genannt, auf den sich die Kirche nach dem
 Versprechen Jesu berufen darf. Das betrifft auch die Binde- und
Lösegewalt „Was ihr auf Erden binden oder lösen werdet, wird auch im Himmel …..“ Von daher weiß sich die Kirche bei der Definition verbindlicher Glaubensaussagen (Dogmen) vom Hl. Geist gelenkt und somit vor Irrtum geschützt. Gäbe es dieses (unfehlbare) Lehramt nicht, könnte jeder die Bibel selbst und anders auslegen und das zeigen ja auch die zahlreichen verschiedenen Glaubensrichtungen.

 Die kath. Kirche hat alles übernommen, was schon von Anfang an bei den ersten Christen geglaubt und gelebt wurde und das ist weit mehr, als in der Bibel steht. Jesus selbst sagt seinen Jüngern, dass Er ihnen noch vieles zu sagen hätte, was sie aber "jetzt noch nicht" verstehen könnten und kündigte an, den Hl. Geist zu senden, der sie in alles einführen wird.

Zum Prunk vieler Kirchen: Schon die Apostel dachten so bei
der Salbung Jesu in Bethanien, wo Jesus von einer Frau mit kostbarem Öl gesalbt wurde, was anderen zum Ärgernis wurde, Jesus selbst aber als kostbare Ehrung empfindet.
Gott und nicht der Mensch steht im Mittelpunkt bei den kunstvoll ausgestalteten
Kirchen durch die Jahrhunderte. Für die Menschen aller Zeiten, die solche
Kunstwerke geschaffen haben konnte für Gott gar nichts kostbar genug sein. Der Verweis auf die Armut ist im Grunde heuchlerisch.Erstens gut die Kirche mehr als alle anderen für die Armen, man denke nur an die großen Hilfswerke,
und zweitens ist es völlig absurd zu behaupten, durch den Besitz kostbarer
Kunstwerke oder Kelche und dergleichen könne man den Armen nicht helfen.


Danke dir sehr für deine tolle Antwort und für deine Mühe. Es ist interessant solch eine gute Antwort zu lesen und vergleiche aus der Bibel zu sehen. Ich werde das alles prüfen und vor Gott legen. Bis dato kann ich hier noch keine genauere Antwort schreiben. Dennoch wundert es mich ein wenig wieso Gott vom Evangelium spricht und von nichts anderem. Er sagt er ist das Licht, der Weg und die Wahrheit. Wieso wurde der Katholizismus gegründet und Dinge hervor gebracht die nicht in der Bibel stehen? Jesus sagte das es Dinge gibt die noch nicht so in der Bibel stehen und er es Ihnen zeigen wird? Kannst Du mir die Stelle sagen in der Bibel? Würde mich sehr interessieren. Ich glaube einfach nur an das was geschrieben steht und das ist mein Fundament des Glaubens. Auf alles andere möchte ich mich nicht verlassen was darüber hinaus geht denn ich weiß nicht was wirklich von Gott kommt. Das mit dem Prunk gibt aber den Eindruck das an den Wänden so viel Gold hängt wovon so viele Leidenden Menschen Jahre lang von Leben könnten. Soll man nicht seinen zehnten geben? Sollte die Kirche kein Vorbild sein? Sollten wir nicht bescheiden leben und auch unser Haus nicht mit Pracht und Prunk verzieren sondern ein Goldenes Herz tragen? Das ist doch was zählt. Im Himmel warten so viel mehr Reichtümern auf uns die uns Gott geben wird von denen wir nur zu träumen wagen. Und das muss nicht Gold sein. Denn das ist in meinen Augen dort oben nicht viel wert. Jesus in kostbaren Öl gesalbt: Diejenigen die sich darüber aufgeregt haben haben den Teufel Raum in ihnen Körper gegeben. Kein Gläubiger, der Gott hat, regt sich über sowas auf. Ich hätte es Jesus gegönnt und mich gefreut dass es ihm gut geht. Ohne Neid, ohne Eifersucht. Und weil Jesus in kostbarem Öl gesalbt wurde leben nun Gläubige in Prunk? Ich verstehe die Logik nicht. Aber ich prüfe alles bevor ich weiter schreibe und möchte mit Weisheit Antworten können,...vielleicht liege ich ja auch total unwissend daneben mit dem was ich schrieb. Danke nochmal für deine Mühe !

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@BluBalu85
    Die Kirche wurde von Jesus Christus selbst gegründet, Er will durch sie wirken und eben auch durch Menschen, die er dazu beruft. Deshalb nennt sich die kath. Kirche apostolisch, weil sie auf dem Fundament der Apostel steht und heilig, weil Christus in ihr lebt.

    Der Katholizismus wurde nicht gegründet, sondern es ist eine Bezeichnung als Folge der Reformation zur Unterscheidung der gespaltenen Bekenntnisse. So wie der Begriff Protestantismus entstand. Katholisch heißt "allumfassend, die Gesamtheit betreffend".
    Das Evangelium meint die vier Texte, die von den 4 Evangelisten geschrieben wurden.
    Die kath. Kirche behauptet, dass dieses eine Evangelium größer ist und mehr enthält als aufgeschrieben wurde, weil es vorher schon die Gemeinschaft der Christen gab und deren Tradition und Überlieferung. So schreibt der Evangelist Johannes am Ende seines Evangeliums:

»Es

 

gibt

 

aber noch vieles andere, was Jesus getan hat.

Wenn man alles aufschreiben wollte, so könnte die ganze Welt die Bücher nicht

fassen, die man schreiben musste (Joh. 21.25) Deshalb sieht die kath. Kirche in der Beschränkung der

Offenbarung durch die Bibel eine sinnverfälschende Reduzierung.

Jesus sagt u.a. "Noch vieles hätte Ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der

 Wahrheit, wird Er

euch in die ganze Wahrheit leiten; denn Er wird nicht von sich selbst reden,

sondern was Er hören wird, das wird Er reden, und was zukünftig ist, wird Er

euch verkündigen….." (Joh. 16,12-13) 

Die Kirche  hat als sichtbare, aus Menschen bestehende Gemeinschaft auch das Recht,materielle Güter und Vermögen genauso zu erwerben, wie es anderen gestattet

ist. Ohne dem könnte sie wohl die vielfältigen Aufgaben nicht wahrnehmen, wir leben nicht mehr im Urchristentum, sondern haben eine Weltkirche !

Da ist es doch wohl einsichtig, dass sie für die Erfüllung ihres Auftrages auch materielle Güter benötigt.

Die Kirche baut nicht nur Kirchen, sondern

sie kümmert sich auch um die Armen der ganzen Welt, man denke nur an die großen Hilfsorganisationen Misereor, Adveniat, Caritas,

 Diakonie. Sie baut in den Missionen Schulen und Krankenhäuser, weltweit leisten Männer und Frauen ihren selbstlosen Dienst an den Armen. Sog. Schätze sind der Kirche überlassen worden, damit sie eben nicht verkauft werden, sondern für alle Zeiten allen sichtbar bleiben. Oft haben ganze Familien, Städte und Dörfer sowie Einzelpersonen Opfer gebracht, damit Kirchen gebaut und mit Kunstwerken ausgestattet werden konnten, damit die Ehre Gottes sichtbar wird. Die Meinung dieser Menschen war nicht, dass die Kirche sie verkaufe, sondern dass sie sie bewahre. Die Kirche ist ein Verwahrungsort für Gegenstände des Glaubens, damit viele sich an ihrer geistigen Schönheit erfreuen dürfen.

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Hall BluBalu,

es ist schön, dass du Halt in der evangelischen Kirche gefunden hast! Du stellst einige Frage zur katholischen Kirche, auf die ich kurz eingehen möchte:

Vieles im Katholischen stimmt nicht mit dem überein was Gott sagt und möchte.

Wenn es so ist, müssen wir es natürlich ändern. Dass  der Papst Gott "einfach näher steht" behautet so kein katholischer Lehrsatz. Dass wir alle aber einfach "gleich vor Gott sind" stimmt so nicht. Aus der Praxis des Lebens einer katholischen Pfarre kann ich dir versichern, dass sicher nicht viel Geld "in die Optik der Kirche fließen soll" und auch nicht fließt.

Danke für deine Segenswünsche und auch dir Gottes reichen Segen!

Römerbrief 2:11 = "Denn vor Gott sind alle Menschen gleich"

Der Papst gilt als Vertreter Gottes (habe ich gehört) Ist dem nicht so? An welcher Stelle steht er denn? Wie kann der Papst den Menschen sagen wenn sie über eine Türschwelle gehen, die von der Katholischen Kirche in Rom aufgestellt wurde, dass sie dann sicher in Gottes reich kommen? Das ist doch (entschildigen sie den Ausdruck) Absurd. Man soll Jesus von Herzem sein Leben übergeben, ihm folgen mit Liebe Weisheit und verstand und nicht erwarten das man durch berühren oder überschreiten irdischer Dinge in das reich Gottes kommt.

Danke auch Ihnen für die Segenswünsche.

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hi BluBalu - zuerst mal: das ist schön, dass dich dein Glauben glücklich macht, und dass du auch andere Menschen glücklich machen möchtest. Aber ich denk, du machst andere Menschen nicht dadurch glücklich, dass du versuchst sie zu bekehren. Viele Leute macht das nicht glücklich, sondern eher zornig und sie empfinden das als aufdringlich und penetrant - vor allem wenn sie selber gebildet sind.

Ich denk, du sollst deinen Glauben vorleben, heisst, du sollst ein wirklich guter Mensch sein, zu dir selber und zu den andern. Und erst wenn sie dich fragen, ey BluBalu, wie kannst du nur so freundlich lieb und nett sein, dann berichtest von deinen Glauben. Wie im Jakobus-Brief steht: erkennt meinen Glauben an meinen Werken.

Was katholisch betrifft, deine Frage: Ich find, man soll das schon aushalten können, dass auch andere Glauben gibt. In jeder Glaubensrichtung findeste in der Geschichte gute und ganze schlimme Sachen; auch Luther war n Judenhasser und Calvin hat Irrlehrer aufn Scheiterhaufen verbrannt. Ist das vllt christlich gewesen?

Katholisch ist ne lange lange Tradition von gelebten Glauben. Und menschengemacht? Ey, die Bibel, in der heut alle Christen lesen, hat die römische Reichskirche zusammengestellt; nur sie sagen halt, im Unterschied zu Evangelen, Christentum ist keine Buchreligion, sondern das Evangelium ist n Teil der Kirchentradition. Ich denk man soll anfangen auch andere christliche Glauben zu ertragen, nicht immer gleich sagen ich hab recht und alle andern liegen total falsch.

Zeig mit dein Leben, dass dein Glauben gute Früchte bringt, denn hören dir die Leute auch lieber zu. Viel Glück.



Hab jetzt nicht alles gelesen aber ich schreibe noch schnell das ich niemanden bekehren will und auch sagte dass jeder sein Ding machen darf und kann. Du kennst mich nicht. Ich frage lediglich etwas ohne Boshaftigkeit

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@BluBalu85

na Boshaftigkeit hab ich auch kein bisschen unterstellt :) ich hab dich schon richtig verstanden, und hab, ehrlich ganz ohne schlechte Gedanken, meine Meinung dazu gesagt.

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hi BluBalu - zuerst mal: das ist schön, dass dich dein Glauben glücklich macht, und dass du auch andere Menschen glücklich machen möchtest. --- Danke Dir,.. und ja es wäre schön wenn manche Menschen den wahren Wille. Gottes verstehen würden. Verstehen, dass was geschrieben steht. -----Aber ich denk, du machst andere Menschen nicht dadurch glücklich, dass du versuchst sie zu bekehren. --- Das versuche ich nicht, ich stelle lediglich fragen falls ich etwas übersehen habe oder nicht ganz verstehe,..dazu gibt es ja dieses Forum und das sollte mir auch als Evangelischer Gläubiger zustehen.----- Viele Leute macht das nicht glücklich, sondern eher zornig und sie empfinden das als aufdringlich und penetrant - vor allem wenn sie selber gebildet sind. ---- der Zorn kommt vom Teufel,...sie dürfen den Zorn nicht zulassen und das war auch nicht beabsichtigt.-----
Ich denk, du sollst deinen Glauben vorleben, heisst, du sollst ein wirklich guter Mensch sein, zu dir selber und zu den andern. --- im Internet schwer zu zeigen,..und ich denke,..würdest du mich kennen wüsstest du dass ich im Licht Gottes wandle---- Und erst wenn sie dich fragen, ey BluBalu, wie kannst du nur so freundlich lieb und nett sein, dann berichtest von deinen Glauben. ---- auch das ist vorgekommen,... wieder komme ich darauf zurück das ich dieses Forum nutze wofür es da ist ohne jemanden verurteilen zu wollen...---- Wie im Jakobus-Brief steht: erkennt meinen Glauben an meinen Werken. --- Das stimmt und so lebe ich auch,..und nicht unbedingt weil es da steht sondern weil mir das der heilige Geist eingibt und es mir Freude bereitet... -----
Was katholisch betrifft, deine Frage: Ich find, man soll das schon aushalten können, dass auch andere Glauben gibt. --- Das ist absolut kein Problem für mich ---- In jeder Glaubensrichtung findeste in der Geschichte gute und ganze schlimme Sachen; auch Luther war n Judenhasser --- Das wusste ich bisher noch nicht und danke dir für deine Aufklärung,..doch auch er war Mensch und machte Fehler-----  und Calvin hat Irrlehrer aufn Scheiterhaufen verbrannt. Ist das vllt christlich gewesen? --- Natürlich nicht,..und ich behaupte nicht das alle Evangelisch Gläubige Menschen was besseres sind, wir sind alle gleich vor Gott...wie jemand lebt und was er macht ist seine alleinige Entscheidung----
Katholisch ist ne lange lange Tradition von gelebten Glauben. Und menschengemacht? Ey, die Bibel, in der heut alle Christen lesen, hat die römische Reichskirche zusammengestellt; nur sie sagen halt, im Unterschied zu Evangelen, Christentum ist keine Buchreligion, sondern das Evangelium ist n Teil der Kirchentradition. ---- Das Evangelium gab es vor dem Katholischen und ist das grundwort Gottes. Geschrieben wurde die Bibel von den Menschen die dort vermerkt sind und es ist egal ob sie Evangelisch oder Katholisch waren... sie haben das Wort Gottes aufgeschrieben. Da spielt die Konfession keine Rolle. Jedoch,...im heutigen Katholischen Glauben wird viel gemacht was so nicht in der Bibel steht----- Ich denk man soll anfangen auch andere christliche Glauben zu ertragen, nicht immer gleich sagen ich hab recht und alle andern liegen total falsch. --- Das sage ich doch gar nicht. Vielleicht fehlt mir ja einfach ein wichtiger Punkt den ich übersehen habe wieso es Dinge im Katholischen gibt die so nicht in der Bibel stehen----
Zeig mit dein Leben, dass dein Glauben gute Früchte bringt, denn hören dir die Leute auch lieber zu. Viel Glück.
--- Es gibt kein Glück im Leben. :) Ich glaube das jeder seine Berufung hat und einen Plan Gottes hat in seinem Leben. Wenn etwas passiert dann hat das so seinen Sinn.----

Danke Dir für deine Mühe mir zu antworten und ich hoffe sehr dass ich mit meiner Einstellung zum Glauben weiterhin keinen verärgere. Ich nehme alle so wie sie sind und bin nicht böse wenn jemand gegen meinen Glauben ansteuert. Ich möchte einfach nur lernen und verstehen und freue mich wenn mich dann auch einer belehren kann. Denn ich weiß auch nicht alles.

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@BluBalu85

die Bibel hat bei den Katholiken einfach einen anderen Stellenwert. Sie sagen: die Bibel ist wichtiger Teil der Glaubentradition, aber nicht die einzige Quelle der Lehre. Tatsächlich war das Christentum fast 400 Jahre lang keine Buchreligion.

Erst Luther hat die Lehre aufgestellt, was nicht in der Bibel (Neues Testament) steht, das ist auch nicht christlich. Auf die Idee kam er, weil sich in der Kirchentradition so viel Misstände entwickelt hatten.

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