Warum kann mir die Fürerscheinstelle nicht beantworten wie ich meinen Führerschein wiederbekomme?

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2 Antworten

Hallo knuffbaer88,

zunächst mal, dass du eine MPU machen muss steht ja fest, also geht es rein um die Frage zur Vorbereitung.

Der Sachbearbeiter deiner Führerscheinstelle konnte dir diese Frage nicht beantworten, da er dafür gar nicht entsprechend geschult ist (nicht sein Fachbereich). Wenn die Leute der FSSt. wüssten was du brauchst um ein pos. Gutachten zu erlangen, könnten sie die MPU auch gleich selbst vornehmen... ;-)

Der Hinweis (in Form von Flyern) auf Verkehrspsychologen ist eine gute Sache und ein Service deiner FSSt. (bekommt man nicht überall), denn diese können dich effektiv auf das Gespräch mit dem Gutachter vorbereiten.


Anscheinend gibts keine klaren Vorschriften und das kann ja nicht sein.


Doch, in der Tat ist es so das die nötigen Vorbereitungen so individuell sind wie die Menschen, die diese Vorbereitung durchlaufen müssen.

Heißt im Klartext:

Bei einer Drogen-MPU sollte Abstinenz nachgewiesen werden in Form von Urin- oder Haaranalysen, wenn man keine Drogen mehr konsumiert. Ob dies nun 6 oder 12 Monate sein müssen hängt von deiner Vorgeschichte ab und davon, wie tief die Problematik bereits war.

Dann gibt es auch noch die Möglichkeit die MPU mit "Kontrolliertem Kiffen" zu bestehen, d.h., der Gutachter muss davon überzeugt werden das man das Autofahren und den THC-Konsum künftig trennen kann... Auch hier spielt die individuelle Vorgeschichte eine wichtige Rolle. In diesem Falle wären gar keine Nachweise nötig.

Weiterer Punkt ist die Einsicht in das "Fehlverhalten" und die Selbstreflexion warum man denn überhaupt gekifft hat und dadurch auffällig geworden ist. Viele Klienten wissen aber gar nicht was ihre inneren Motive waren ("aus Spaß" wäre nicht gerade ein überzeugender Hintergrund), somit kann in den psych. Gesprächen ergründet werden warum es so und nicht anders war...

Du siehst, ein "Standardprogramm" zur MPU-Vorbereitung gibt es nicht, da muss sich jeder selber drum kümmen und ein VP kann dir dabei nun mal helfen.

Es geht aber auch erstmal günstiger. Schau dich mal im Netz nach den verschiedenen MPU-Foren um, dort kannst du dich zum Thema einlesen und bekommst auch Antworten auf deine Fragen. Wenn sich dann herausstellt das deine Motive zu komplex oder nicht ergründbar sind, kannst du immer noch zu einem VP gehen.

Gruß Nancy 


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zunächst mal: was hat der Richter im Urteil von sich gegeben?

Mündlich wird dir nichts gesagt werden; man reiche einen schriftlichen Antrag auf Wiedererteilung ein. Dann wird dir der Weg zum FS mitgeteilt. Das könnte ein Jahr Screening sein; auch eine MPU wird angeordnet werden. 

Ob du die vorbereitende Gespräche in Anspruch nimmst, ist deine eigene Angelegenheit. Es ist kein Muss. Wäre besser zu bestehen.

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