Warum kann mein Sohn nicht mit Geld umgehen?

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4 Antworten

Liebe Kiramarie, ich weiß von was du schreibst. Vielleicht passen wir nur nicht in diese Zeit. In meiner Kindheit wollte möglichst keiner Schulden haben und wenn durch Hausbau, z. B. doch welche gemacht wurden, wollte man sie schnell wieder los sein.Meine ganze Kindheit war geprägt von dem Satz :Das Haus muss bezahlt werden. Ser Staat gibt ja auch Geld aus was er noch nicht hat, sondern glaubt noch zu bekommen. So macht es ein Teil der jungen Leute scheinbar auch. Die Banken haben mit Schuld dran, ok, die verdienen ja auch daran. Ich habe es aufgegeben dagegen ständig zu meckern, mach nur immer mal wieder darauf aufmerksam, dass er für die Bank arbeitet, wenn er ständig das Konto überzieht. Geholfen hat es bis heute nicht. Da sind wir wieder bei dem Thema, für andere (auch nicht für die eigenen Kinder) kann man nicht wollen. Sie müssen ihr Leben selbst gestalten und wir müssen es wohl oder übel respektieren. Lieben Gruß Lotusblume

Danke für eure Antworten.

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Es ist schwer von außerhalb zu beurteilen, was sie falsch gemacht haben. Wichtig ist aber auch, dass er frühzeitig die negativen Folgen vom sinnlosen Geldausgeben lernt. Dass er jetzt sein Konto überzogen hat ist vielleicht eine Chance, wie er das wieder alleine ausbügeln kann. Die Bank wird schon genug Druck machen.

Ganz wichtig ist, sich selber keine Vorwürfe zu machen. Ihr habt das beste versucht, aber euer Sohn hat es nicht angenommen. Er wird, es spätestens wenn er auf seine eigene Füße steht lernen. Ansonsten muß er erst mal die Erfahrung machen mit Schulden zu leben.

Wir haben momentan auch Probleme mit unserer 18jährigen Tochter. Aber ich sage mir immer wieder, wir haben ihr versucht das bestmöglichste in ihr Leben mitzugeben. Sie muß halt selber schauen, was sie daraus macht. Und wenn sie jetzt erstmal das schlechte erleben will, muß sie halt auch diese Erfahrung machen. Auch wenn es den Eltern erst mal weh tut. Aber man kann nicht sein Leben lang für sein Kind verantwortlich sein. Das heißt nicht, das man nicht da ist, wenn ein Kind Probleme hat. Nur es muß irgendwann wirklich auf eigene Füße stehen. Und Eltern können nur insoweit helfen, das man für das Kind da ist.

Es klingt so, als hättet Ihr das Meiste genau richtig gemacht. - Bisher hat es für Euren Sohn nicht so große Konsequenzen, wenn nach dem Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist, denn er lebt, vermute ich, noch im "Hotel Mama". Wenn er mal ganz alleine wirtschaften muss, wird er sicher viele lehrreiche Erfahrungen machen. Und wenn Ihr dann Euer konsequentes Verhalten fortsetzt, werden ihm diese Erfahrungen irgendwann auch etwas nützen (es sei denn, er heiratet eine "Geldquelle").

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