Warum "kann" man sich selbst nicht erniedrigen?

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4 Antworten

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Sich selbst erniedrigen? Warum sollte das jemand tun??? Gott bewahre alle Menschen davor! Du bist niemandem Rechenschaft schuldig, weder für deine Taten noch für dein Gewicht. Wenn dich jemand versucht, 'runterzumachen, mußt du es dir nicht gefallen lassen. Lasse nicht zu, dass jemand so viel Macht über dich gewinnt, dass er dich runtermachen kann. Warum solltest du Angst haben, dass er auf dich herabsieht? Lasse ihm sein dümmliches Vergnügen und stehe dadrüber.

Es geht niemanden etwas an, ob und was du verbockt hast, solange du keinen von dir abhängigen Menschen (z.B. Kindern) geschadet hast. Niemand hat das Recht, dir in deine Lebensführung hineinzureden.

Ich bin sehr überrascht, dass du dir so einen Unfug anscheinend gefallen läßt und darauf hereinfällst. Lache die Person aus und/oder ignoriere sie oder verweise sie in ihre Schranken oder weise sie auf eigene Unzulänglichkeiten hin. Niemand ist perfekt.

Fazit: Solange du keinen Stolz, kein Selbstvertrauen und kein Selbstbewußtsein hast, wird man dir viele Vorwürfe machen und sich in dein Leben einmischen. Lasse das nicht zu, sondern verweise alle in ihre Schranken. Damit schaffst du dir Respekt: :-)

Abgesehen davon, dass es sowieso nicht angenehm ist, von jemandem vollgetextet zu werden, zumal, wenn sie/er dabei auch noch missbilligt und auffordert, ist es hier noch besonders unangenehm, weil Deine Realität ja tatsächlich nicht mit Deinem eigenen Ich-Ideal übereinstimmt und Du auf diese Diskrepanz aufmerksam gemacht wirst. 

Das geht zwar allen Menschen so, denn niemand stimmt mit seinem eigenen Ich-Ideal überein, ist aber allen Menschen unangenehm. Das kann offensichtlich verschiedene Folgen haben: a) man lebt weiter mit angeknackstem Selbstbewusstsein, b) man versucht, sich zu besseren oder c) man korrigiert sein Ich-Ideal.

Beispiel: Wenn Feministinnen ständig neue Definitionen für "Sexismus" erfinden und den Begriff dabei ständig erweitern, so dass am Ende eben jeder Mann in irgendeiner Weise "Sexist" ist, dann hat das fast unausweichlich zur Folge, dass Männer ihr Ideal, kein "Sexist" zu sein, eben canceln. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

Du sprichst die Scham an. Sie ist ein allgemein menschlicher Affekt. Die Disposition dazu ist angeboren, allen Menschen, aber auch vielen Tieren. Von allen Affekten ist nur der der Angst bisher gut erforscht. Zum Thema Scham gibt es zwar auch schon Literatur, aber die Erkenntnisse dazu sind noch rudimentär. Forsch weiter dazu, ich auch.

Das liegt daran, dass dir dein Gesprächspartner vermittelt, das du einen Fehler gemacht hast und/oder dich falsch verhälst.

Von klein auf wird uns anerzogen, was ein Fehlverhalten ist und das man dafür bestraft wird um das Verhalten nicht zu wiederholen. Das nennt man negative Konditionierung, ähnlich wie ein Hund der einen Schlag auf die Schnauze bekommt wenn er sich falsch verhalten hat.

Dein Gehirn registriert die Aussagen deines Gesprächpartners und hat ein ungutes Gefühl was die Konsequenzen deines "Fehlverhaltens" angeht. Und natürlich hat man die Hoffnung, dass der Bekannte irgendwann aufhört mit den Sticheleien wenn er merkt, das du nicht darauf eingehst.

Dir sollte jedoch klar sein, dass du überhaupt keinen Fehler gemacht hast. Es ist dein Leben und du kannst es leben wie du willst. Keiner hat dir da rein zu reden!

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