Warum kann man seine Stimme hören wenn man denkt?

9 Antworten

Man denkt generell in Sinneseindrücken, dazu gehören auch Stimmen (auditive Wahrnehmung). Theoretisch könnte man auch Blindenschrift oder Gebärdensprache sehen/fühlen, aber Sprechen ist für die meisten Menschen am gewöhnlichsten.

Auch wenn du sprichst "denkst" du dir deine Stimme quasi nur. Du nimmst Schallwellen wahr, die dein Hirn dann interpretiert und für dich dann deine Stimme ergeben. Aber auch ohne äußeren Stimulus kann das passieren, deswegen hilft es auch bei Halluzinationen wenig zu sagen "Das ist ja gar nicht echt" - für dich ist es das.

Die Stimme die man beim Denken normalerweise hört ist aber keine Haluzination...einfach eine Gewohnheitssache. Du hast dich daran gewöhnt, bei der Formulierung von Aussagen deine Stimme dazuzuhaben. Bei mir ist es z.B. nicht so, ich höre entweder gar keine Stimme oder aber eine undefinierbare.

Ich glaube du meinst wieso wir "in Worten" denken, so als würden wir sprechen, hab ich Recht? Ich glaube das hat sich jeder schonmal gefragt und das ist auch eine sehr spannende Frage. Ich denke die Tatsache dass wir "in Worten" denken zeigt wie sehr Sprache und abstraktes denken Grundbestandteile unseres Wesens sind.

Einfache Bedürfnisse wie "hab Hunger", "hab durst" oder "bin Müde" brauchen ja eigentlich keine Worte. Sowas nehmen wir einfach so wahr (ohne Worte).

Aber die planung der verschiedenen Ereignisketten die zur befriedigung dieser Bedürfnisse führen und auch die Folgen die daraus resultieren erfordern abstraktes denken und sind nicht mit einfachen gefühlen/empfindungen auszudrücken.

Ich denke Sprache ermöglicht es uns abstrakte gedanken zu formulieren und erleichtert uns dadurch das abstrakte denken selbst. Meiner meinung nach ist das der Grund warum wir "in Worten" denken.

Ist aber vor allem auch eine philosophische frage

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