Warum kann man mit dem Hubble Teleskop nicht die Gegenstände der ersten Mondmission betrachten?

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10 Antworten

Folgendes ist eine vereinfachte Darstellung des hervorragenden Links (Danke!) von DoTheBounce in Deutsch:

Es liegt am Auflösungsvermögen, woran sonst. Das berechnet sich mit einer Näherungsformel für eine "ideale" Optik so:

d = 115 / D

d: Auflösungsvermögen in Bogensekunden

D: Öffnung in Millimetern

Für das Hubble somit 115 / 2400 ~ 0,047916 Bogensekunden, also grob eine Zwanzigstel Bogensekunde. Die Vollmondscheibe hat am Himmel einen scheinbaren Durchmesser von ca. 30 Bogenminuten, das sind (30 mal 60) 1800 Bogensekunden. So, das multiplizieren wir mit der 20 (Hubble ...) und haben die Zahl 36000. Die besagt jetzt mit anderen Worten, Hubble kann ein Sechsunddreißigtausendstel des Monddurchmessers auflösen. Der physische Durchmesser des Mondes ist 3476 km. Also: 3476 dividiert durch 36000=0,0965 km (gerundet).

In Wirklichkeit liegt die Auflösung bauartbedingt noch etwas darunter. Reicht nicht für Apollo-Reste am Mond.

Dazu kommt noch, dass aus physikalischen Gründen Objekte eher doppelt so große Durchmesser haben müssen, um einwandfrei aufgelöst zu werden. D.h. die Auflösung in der Praxis liegt bei Hubble eher bei 0,1 Bogensekunden.

LG

Danke für das Sternchen!

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Meine erste Vermutung: Platt gesagt: Hubble hat einen Zoomfaktor mit dem man auf dem Mond nichts sinnvolles mehr erkennen würde. Schraub vor eine DSLR mal ein extremes Teleobjektiv und richte es vor dich auf den Boden. Dann wirst du damit auch nichts erkennen. Lasse mich aber auch gern korrigieren.

Das ist kompletter Unsinn! Erstens hat Hubble keinen Zoomfaktor, sondern eine Festbrennweite. Zweitens kann Hubble sehr wohl den Mond "sinnvoll" darstellen. Mit dem von dir beschriebenen Focusproblem eines Teleobjektives hat das überhaupt nichts zu tun.

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@primusvonquack

So, jetzt habe ich mal nachgeschaut. Vermutung Brennweite ist natürlich richtig. Nur ist Hubble zu weitwinklig (und nicht wie ich vermutet hatte zu telewinklig) bei seiner Auflösung.

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Das Licht, was der Mond zurück strahlt, würde Dir Pröll von Großteleskopen direkt zerstören. Auf der Erde und von Hubble.

Wei dessen Auflösung dafür zu gering ist. Um Gegenstände der Mondmissionen erkennbar darzustellen müsste die zehn mal größer sein. Selbstverständlich kann man mit Hubble auch den Mond betrachten, wurde 1999 auch gemacht.

Das kann es schon,da es starke Objektive hat.Aber um auf den Mond zu sehen müßte es neu ausgerichtet werden.Das ist sehr aufwändig und hätte wissenschaftlich wenig Sinn.

In einer Fernsehsendung gestern meinte ein Mann, dass die Auflösung nicht reichen würde?

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Dabei geht es nicht nur um die Entfernung sondern auch um die Größe des Projektes. Ich kann mit freiem Auge dich auf 100 Meter Entfernung erkennen aber deinen Pickel auf der Nase nicht ;-)

Hat Hubble das überhaupt versucht?

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