Warum kann man kein Loch bohren was tiefer als 11 Km ist, wenn der flüssigste Erdkern ab

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weil die Erde voll von WASSER ist!!

Ja, richtig! Wasser!

Bei der Bohrung von Windisch-Eschenbach mußten sie viel früher aufhören, als geplant.

Ich habe den Bericht durchgelesen auf der Internetseite dazu: http://www.vfmg-weiden.de/ktb.htm (es gibt auch noch weitere...) Dort ist immer wieder zu finden, daß die vielen Fluide überraschten.

  • "Die im Gestein vorhandenen Flüssigkeiten und Gase überraschten in ihrer Zusammensetzung und Menge. Hier konnte man Einblicke in hydrothermale Vorgänge, wie sie bei der Entstehung von Erz- und Minerallagerstätten vermutet werden, gewinnen. Überhaupt war die große Durchlässigkeit (Permeabilität für Wässer und Gase), auch in großer Tiefe, absolut unerwartet. Schon in der Vorbohrung konnten Luftdruck-Schwankungen, größere Erdbeben und die Gezeiten anhand der Schwankungen des Flüssigkeitsspiegels beobachtet werden."

Eine Temperatur von 265°C ist technisch kein Problem für eine Bohrung und die verwendeten Materialien, auch nicht beim Druck von über 2.000 bar. Doch wenn Wasser gegenwärtig ist, fangen die Probleme an!

Das Problem beginnt bei dieser Temperatur, da beim Bohrprozeß durch die Reibung punktweise Temperaturen über 374,12°C erreicht werden, was zu einem extrem schnellen verschleiß quasi jeglicher Materialien führt, da genau dies die Temperatur ist, ab der Wasser überkritisch ist.

Überkritisches Wasser ist weder flüssig noch gasförmig. Die Dichte ist nur noch etwa die Hälfte von normalem Wasser, da es sich durch die Temperatur so extrem ausgedehnt hat. Da der kritische Punkt für Wasser bei 374,12°C und 212,2 bar ist, ist Wasser, das als Dampf an diesen Punkt gebracht wird, so stark komprimiert, daß es genau die gleiche Dichte hat, wie das flüssige Wasser bei der Temperatur.

So hat dieses überkritische Wasser die Fließeigenschaften und Lösemitteleigenschaften einer Flüssigkeit, durchdringt aber auch alles wie ein Gas! Es gibt wohl kein besseres Lösungsmittel als überkritisches Wasser!

So kann in einem Kilogramm von diesem Wasser 10 kg Gestein fast jeglicher Art wie Zucker aufgelöst werden! Was dann übrigbleibt ist eine Art matschiger Brei.

Das erklärt das 2. Problem bei Bohrungen in großer Tiefe: Das Loch schließt sich wieder! Es kann auch nicht mehr eine Richtung eingehalten werden! Im Bericht von Windisch-Eschenbach kann man das auch finden, wenn man sucht!

So läßt sich kurz sagen: Unsere Erde hat im Inneren Unmengen von Wasser! Forscher sind zu der Überzeugung gelangt (messen kann das da unten ja niemand!!), daß bis in eine Tiefe von ca. 600 km wenigstens sechs mal so viel Wasser im Gestein ist, wie in den Ozeanen! Das sind also ca. 20 km Wasser! Und dieses befindet sich alles im Überkritischen Zustand!

Wenn diese Fakten berücksichtigt werden, kann man die gesamte Geologie umschreiben!

Gleichzeitig erklärt so eine große überkritische Wassermenge die Entstehung von Quarzadern in den großen, tiefen Rissen der Kruste und den Felsen. Sobald durch tektonische Vorgänge ein Riß bis in den Bereich des überkritischen Wassers reicht, beginnt dieses sehr schnell im Riß aufzusteigen, wobei es die Unmenge an gelösten Mineralien (und auch Erze und selbst Edelmetalle) mitnimmt. Sobald nun die Temperatur oder der Druck unter den kritischen Punkt fällt, fallen alle gelösten Stoffe augenblicklich aus, was zur Bildung der Kristalle und Gesteine führt. Das Ergebnis sind unter anderem "Goldadern".

Die schwarzen Raucher in der Mitte des Atlantik bringen diese Unmengen an Material mit sich und bilden extrem Schnell neue Gesteinsformationen!

Interessant ist auch, daß es bei der Chemie in der Tiefe auch klar ist, daß dort Methan entsteht! Sehr, sehr viel Methan! Das ist dann eben echtes "ERD-Gas"!

Beim Aufsteigen des Methan kommt es unter den geschilderten Bedingungen weiter oben zur Verkettung von Methanmolekülen, was zur Bildung führt von Äthan, Propan, Butan... bis hin zu allen Bestandteilen des Erdöls.

So und nur so entsteht Erdöl, also echtes MINERAL-Öl!

Interessant, daß bei der Bohrung in Windisch-Eschenbach nicht geschrieben wird, was für Fluide man fand!!!!

Es war nämlich auch Mineralöl neben Wasser!

Übrigens kennen die Russen seit den 1950-er Jahren diese Fakten. Sie haben schon Bohrungen bis über 10 km abgeteuft. Und an allen Bruchstellen der Erdkruste erbohren sie Erdöl und Erdgas, weshalb Rußland zum größten Produzenten weltweit aufgestiegen ist!

Aber ganz offensichtlich sollen wir dies alles nicht wissen...

Die Erdölkonzerne wissen dies ganz genau, weshalb ja auch immer mehr Öl und Gas "gefunden" wird - so viel, daß sehr viele Lagerstätten nicht benutzt werden, um den Preis hoch zu halten...

Die genauen Fakten dazu gibt es hier: w ww.der-weg.org/luegen/oelschwindel

Das ist echt eines der interessantesten Dinge, die ich je gelesen habe, Danke! Aber wenn einige wissen, dass man den Preis durch die von Dir genannten Maßnahmen künstlich nach oben hält, warum eröffnen Investoren nicht eine Firma und bohren?

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also 290.000.000km find ich ziemlich heftig. Da biste schon am Mond vorbei ;o)

Aber ohne Spaß. Die Temperaturzunahme in der Erdkruste ist nicht ohne. Liegt pro 100m bei ca. 1 °C. D.h. bei 11 km schon bei +110°C. Das setzt jedem Bohrrig ordentlich zu und zusätzlich steigt die Reibung an mit zunehmender Bohrtiefe. Deswegen die Tiefenbegrenzung auf ca. 11km. Es hat einfach technische Gründe, insbesondere die Temperatur.

Hallo,

die Temperaturzunahme kann auch höher ausfallen. In Windisch-Eschenbach lag die Temperatur in 9100 Metern Tiefe bei 265°

http://www.vfmg-weiden.de/ktb.htm

Ein weiteres Problem dürfte sein, den Bohrkopf senkrecht bzw. auf Kurs zu halten.

P.S. Wie kommen die etwas kruden Werte von IamLegend7 zustande ?

Grüße

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@Roland22

Hab ich etwas verrechnet ;) Musste auf Km umrechnen, im Kopf, dies entschuldigt aber nicht diesen Wert, hätte ich nachdenken sollen ;)

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290.000.000 km ???? die erden hat nen durchmesser von gerademal 12.000 km ^^ es liegt an der hohen temperatur von mehreren 100 grad man könnte sicher noch tiefer wenn man den bohrkopf öfters auswechselt aber das wäre extrem teuer

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