Warum kann man als "Weißer" ,Asiaten oder Afrikaner so schlecht auseinanderhallten?

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12 Antworten

"Rasse" ist das falsche Wort. Eine Rasse ist eine gezüchtete Unterart, aber der Mensch ist natürlich entstanden. Der Grund, warum man andere Volksgruppen so schlecht unterscheiden kann, ist, dass man als Mensch auf die einfachsten Unterscheidungsmerkmale achtet, um sich Leute zu merken. Wenn jemand zum Beispiel eine ganz lange Nase hat oder sehr klein ist. Wenn aber nun jemand komplett anders aussieht, erkennt man ihn z.B. daran, dass er schwarze Stoppelhaare und braune Haut hat oder klein ist, schwarze Haare und mandelförmige Augen und eine platte Nase hat. Jetzt kommt plötzlich ein anderer des gleichen Volkes und man ist mit denselben Eigenschaften konfrontiert und da rächt es sich dann, dass man sich die einfachsten Zeichen gemerkt hat. Wenn man viel Kontakt mit der Volksgruppe hat, wird sich das Gehirn automatisch darauf einrichten andere Merkmale zu erkennen, damit es weiterhin Unterscheidungen vornehmen kann.

Bei hellhäutigen Menschen gibt es häufig eine größere Variationsbreite bei solchen groben Merkmalen wie Haarfarbe und Kräuselungsgrad der Haare.

Andere Phänotypgruppen haben grundsätzlich alle schwarze Haare (falls noch nicht ergraut), die bei Asiaten (falls nicht künstlich verändert) auch noch durchgehend glatt bzw. bei Afrikanern durchgehend stark gekräuselt sind.

Männer wiederum sind häufig noch uniformer als Frauen, weil sie oft ähnliche Kurzhaarfrisuren tragen.

Also muss man zur Unterscheidung der Individuen mehr auf feine Gesichtsmerkmale achten.

Danke für diese tolle Erklärung !! Deine Aussage leuchtet mir ein !

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Man merkt, dass du wenig mit Ausländern zu tun hast.

Die Haarfarbe mag bei Asiaten mehr oder weniger gleich sein ... gleicher als bei Weißen, aber dafür sind die Hautschattierungen um ein Vielfaches detailierter als bei Weißen ... weiße sind alle nur weiß ... bei Asiaten kann ich auf den ersten Blick mit ziemlicher Sicherheit sagen, wo sie her kommen.

Das ist zwar Übungssache, und liegt daran, dass ich täglich mit Asiaten zu tun habe, aber widerlegt deine These. :)

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@TeeTier

weiße sind alle nur weiß

Du scheinst wohl länger nicht mehr in Europa gewesen zu sein. Es gibt nicht weiß. Es gibt alle möglichen Nuancen, gerade in Deutschland. Das liegt an unsere Mischkultur.
Vielleicht fällt es dir deshalb so schwer, in Deutschland eine Unterscheidung zu treffen, nämlich weil sich verschiedene Nationen mischen. Man kann nicht mehr sagen, wo die Personen herkommen, höchstens, wo einige ihrer Ahnen herkommen.

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@TeeTier

Woher willst du wissen, ob ich viel oder wenig mit Ausländern zu tun habe?

Über Hautschattierungen habe ich mich überhaupt nicht ausgelassen und dazu keinerlei Aussage getroffen.

Die Aussage "Weiße sind einfach nur weiß" halte ich für völlig unzutreffend. Es gibt bei "Weißen" eine sehr große Bandbreite an Teints, angefangen beim keltischen Typ mit sehr blasser Haut und Sommersprossen bis zum mediterranen Typ mit olivlich-bräunlicher Hautfarbe. Es gibt kalkweiße Typen und solche, die im Sommer eine dunklere Färbung auf den Armen und im Nacken erreichen als durchschnittliche Türken oder Kinder mit einem schwarzafrikanischen Elternteil.

Dass verschiedene Asiaten durchaus unterschiedliche Teints haben, habe ich nie bestritten. Allerdings gibt es auch dort nicht einheitliche Typen je nach Nationalität. Z.B. können Chinesen sehr unterschiedlich aussehen und sind auch nicht ethnisch einheitlich.

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@Paguangare

Dass verschiedene Asiaten durchaus unterschiedliche Teints haben, habe ich nie bestritten.

Doch irgendwie schon. Warum sonst solltest du schreiben, dass Weiße eine größere Variationsbreite haben?

Allerdings gibt es auch dort nicht einheitliche Typen je nach Nationalität. Z.B. können Chinesen sehr unterschiedlich aussehen und sind auch nicht ethnisch einheitlich.

Was genau du mit diesem Satz ausdrücken willst erschließt sich mir nicht ganz. Widerlegst du damit deine eigene Aussage, dass Europäer deshalb eine größere Bandbreite haben, weil es mehrere "grobe Unterscheidungsmerkmale" gibt? Ich versteh´s nicht. Was ich aber verstehe ist, dass das ne extrem eurozentristische Sichtweise ist und bleibt: Deine "groben Unterscheidungsmerkmale" sind genau das: europäisch. Ein Asiate oder Afrikaner muss das aber nicht genauso sehen. Während wir vielleicht problemlos platinblond von honigblond von braunem Haar unterscheiden und dieses Unterscheidungsmerkmal gerne zur Beschreibung von Personen nehmen, kann ein Chinese vielleicht gar nicht so viel damit anfangen. Ich jedenfalls hab erlebt, dass Chinesen und Inder diesen Unterschied schlichtweg nicht gemacht haben. Für sie gab es nur helles oder dunkles Haar und Europäer können eben sehr helles Haar haben. Das einzige was meiner Erfahrung nach tatsächlich als direktes Unterscheidungsmerkmal verwendet wurde, war gelockt vs. nicht-gelockt und da muss ich widersprechen, dass alle Asiaten glatte Haare hätten. Glatte Haare sind auch in Europa die "Norm", ich würde die Variation der Haarstukturen von Nord-Indien bis Süd-Ost/ Ost China nicht als geringer ausgeprägt sehen und dasselbe gilt auch für Haarfarben, wenn man mal genauer hinsieht. Das einzige was den Europäern eine "größere Bandbreite" verleiht, sind jene paar Europäer die mit ihren Haarfarben ins Extreme gehen - im Durchschnitt sehen wir so unterschiedlich dann aber doch nicht aus.

Für Europäer sind Haarfarbe und -struktur vielleicht "grobe Unterscheidungsmerkmale" - das muss aber nicht für den Rest der Welt gelten.

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@niska

Mir scheint, du entwickelst hier eine wenig produktive Wortverdrehung und Haarspalterei.

Wenn ich schreibe: "Weiße haben eine größere Variationsbreite bei der Haarfarbe als Asiaten", dann kannst du daraus nicht schlussfolgern, ich würde behaupten, dass es bei Asiaten keine verschiedenen Hauttypen (Teints) gäbe.

Mit dem Chinesen-Satz wollte ich ausdrücken: Auch Asien-Experten können einem ostasiatisch aussehenden Menschen allein vom Aussehen her nicht ansehen, ob er Chinese ist. Ebensowenig könnte man das bei einem Japaner, Koreaner, Vietnamensen oder Thailänder sagen.

Es mag typische Unterschiede geben, die die Vermutung nahelegen, ein solcher Mensch könnte die und die spezielle Nationalität haben. Aber sicher ist dies nicht.

Man kann schließlich auch einem Menschen nicht ansehen, ob er Deutscher, Schwede, Franzose oder Italiener ist.

Innerhalb des chinesischen Staatsgebietes gibt es viele verschiedene Völker unterschiedlicher Herkünfte, die sich auch im Aussehen unterscheiden. Wenn jemand die chinesische Staatsangehörigkeit hat, dann bedeutet das nicht, dass er ein Aussehen hat, von dem man auf seine Nationalität schlussfolgern könnte.

Nun zum groben Unterscheidungsmerkmal Haarfarbe: Du meinst also, Menschen bestimmter außereuropäischer Herkünfte seien sozusagen "haarfarbenblind". Sie könnten also bestimmte Blond- und Brünettschattierungen nicht als unterschiedlich wahrnehmen oder registrieren. Deswegen sprichst du mir das Recht ab, das Merkmal der Haarfarbe als "grobes" Merkmal zu bezeichnen.

Ich dachte bisher, dass das menschliche Auge so einheitlich konstruiert sei, dass alle menschlichen Ethnien gleich gut Helligkeitswerte und Farben unterscheiden könnten. Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Frage der Informationsverarbeitung im Gehirn. Wenn man nicht daran gewöhnt ist, der genauen Haarfarbe des Menschen eine Bedeutung beizumessen, weil sowieso alle Menschen, denen man begegnet, schwarzhaarig sind, dann unterscheidet man, wenn man plötzlich in Europa gelandet ist, bei den neuen Menschen, die man kennenlernen soll, nur zwischen hellhaarig und dunkelhaarig.

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@TeeTier

"Das ist zwar Übungssache, und liegt daran, dass ich täglich mit Asiaten zu tun habe, aber widerlegt deine These. :)"

Es ist eigentlich nur deine Behauptung. :-)

Und natürlich ist die rassische Vielfalt innerhalb der weißen Rasse größer als innerhalb anderer Rassen, das ist wohl offenkundige Tatsache (was nicht heißt, dass andere Rassen zu 100% homogen wären).

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Das liegt daran, dass man als Weißer in einem "Weißen Land" eher selten Asiaten oder Afrikaner zu Gesicht bekommt, und sich das Gehirn schlecht an deren Aussehen und Unterscheidungsmerkmale gewöhnen kann.

Ich bin mit einer Japanerin verheiratet und ihr gings am Anfang in Deutschland genauso.

Und ich muss dazu sagen, dass ich selbst Weiße eher schlecht auseinander halten kann, wenn ich längere Zeit in Japan war. Das Gehirn scheint sich da irgendwie umzugewöhnen. Es geht so weit, dass wen ich nach einem längeren Japanaufenthalt hierher zurück komme, meine Nachbarn nicht mehr erkenne. Das ist ein ganz blödes Gefühl ... obwohl ich mir krampfhaft Mühe gebe, sehen die alle gleich aus. Es dauert in der Regel ein paar Wochen, bis ich mich wieder "umgewöhnt" habe.

Und da ich Weltweit sehr viel Kontakt mit Asiaten aus allen verschiedenen Ländern habe, kann ich inzwischen relativ treffsicher Chinesen, Vietnamesen, Japaner, Koreaner, usw. auseinander halten. (Besonders Japaner <> Koreaner sind echt schwer!)

Dazu kommt noch die Gangart, Körpersprache, Bewegungen, Klamotten und allgemeiner Stil ... das ist alles ziemlich Länderspezifisch.

Zu Afrikanern kann ich nichts sagen, aber ich bin mir sicher, dass es da ähnlich aussieht. :)

Fazit: Gewöhnungssache, weiter nichts. :)

Danke für dein Erfahrungsbericht =)

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Ihr Aussehen ist uns "Weißen" einfach ungewohnt. Würdest du z.B. in China aufgewachsen sein, würdest du die Chinesen besser unterscheiden können. Wohlbemerkt: Asiaten und Afrikaner, die nicht eine längere Zeit unter uns leben, haben das selbe Problem.

Ganz genau, so siehts aus! :)

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Es liegt an der Informationsverarbeitung im Gehirn. Die aktuellen Wahrnehmungen werden mit bereits gespeicherten Erfahrungswerten verglichen. Wenn das Geirn fündig wird (aha - Schwarzafrikaner) werden die sonstigen Details aus dem (Ultra-)Kurzzeitgedächtnis gelöscht und nicht gespeichert. Das ändert sich, wenn man häufig mit Afrikanern und Asiaten zu tun hat und sie jeweil auseinanderhalten können MUSS.

Im Übrigen kann man bei Asiaten z.B. Japaner, Chinesen, Mongolen oder Koreaner recht gut auseinanderhalten, wenn man sich auf die Nasenform und das Gesichtsprofil konzentriert. Viele Japaner haben z. B. einen konvexen, Koreaner hingegen einen konkaven Nasenrücken. Das Gesicht der meisten Vietnamesen läuft nach unten spitzer zu als das eines Mongolen oder Koreaners.

ja, mir gehts genauso :) witzig dabei ist, dass asiaten zB uns auch schlecht unterscheiden können, obwohl wir doch nun wirklich alle total verschieden aussehen :D

Um erst einmal deine Frage zu beantworten. Das ist tatsächlich nur Gewohnheit. Wenn man erst einmal in Asien bzw. Afrika lebt, dann kann man die irgendwann genauso unterscheiden, wie Europäer oder Amerikaner.

Zu den anderen Antworten und Kommentaren möchte ich mich allerdings auch noch äußern: Schade, dass man hier denkt man könnte anhand des Aussehens die Herkunft bestimmen. Das ist leider absolut nicht der Fall. Das sage ich als deutsche Staatsbürgerin mit Vietnamesischer Herkunft. Und das kann man an meinem Aussehen nicht bestimmen.

Ich rate dringend dazu dieses stereotypische Schubladendenken mal zu überdenken. Japaner, Koreaner, Vietnamese, Chinese etc. (eig ganz egal aus welchem Land)... es gehört mehr zu einer Nationalität als nur das Aussehen.

das ist alles eine rasse. das gleiche wie bei hunden und katzen. sogar wenn sie die gleiche fellfarbe haben können sie sich selbst unterscheiden udn das liegt an winzig kleinen details die uns nicht sofort auffalen. was denkst du wie sie uns unterscheiden ;)

Weil du es an oberflächlichen Äußerlichkeiten festmachst. Das sind häufig bestimmt Frisuren oder auch die Nasen- und Lippenform.

Betrachtest du diese Menschen genauer, kannst du sogar häufig sagen, aus welchem Land sie kommen.

Sudanesen sehen ganz anders aus als zB. Südafrikaner

Koreaner sehen auch ganz anders aus, als zb: Thais.

Schau sie dir genau an und du siehst dieselben Unterschiede wie bei den "Weißen".

Genau! Hinzu kommt noch das Verhalten (wie jemand da steht), wie jemand gestikuliert oder welche Klamotten er / sie auf welche Art und Weise trägt ... das sind alles einzeln für sich keine dollen Hinweise, aber im Kontext des Großen und Ganzen betrachtet kann man da schon ziemlich genau sagen, wo jemand her kommt. :)

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@Suboptimierer

Schränken wir das doch mit dem Verhalten etwas ein. Dann kann man es zumindest zum Teil so sehen. Ein zB. in Deutschland aufgewachsener Japaner wird sich ganz anders verhalten, als ein Japaner, der in Deutschland zu Besuch ist.

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@peterprunken

Schränken wir es noch ein bisschen mehr ein und einigen uns darauf, dass man schon über mehrere Jahrzehnte in mehreren asiatischen Ländern gelebt haben und muss und eine sehr gute Beobachtungsgabe braucht um solche relativ subtilen Unterschiede zu bemerken. Für Europäer ist es auch nicht gerade einfach echte gegenseitige Unterschiede im Verhalten zu entdecken.

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Mir scheint, Du bringst da etwas Wichtiges durcheinander. Es geht Dir nicht um Rassen sondern um Nationalitäten. Und das ist schon ein Unterschied. Die Nationalität offenbart sich weniger im Äußeren als in der Sprache. Das erkennt man auch kaum beim häufigeren Umgang, es sei denn, man ist der Sprache mächtig. Zum anderen war mir so etwas nie besonders wichtig. Ein Mensch ist einfach ein Mensch.

Es geht dem Fragesteller offensichtlich nicht um Nationalitäten (also, das was im Reisepass steht), sondern um Phänotypgruppen (mit bestimmten äußeren Merkmalen).

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Mit " Rasse" meinte ich eher so was wie Hautfarbe ,Gesichtsform u.s.w.

Ein Beispiel : Mir wird eine Person vorgestellt ,die aus dem asiatischen Raum kommt. Einen Tag später, stellen sich 10 Personen mit gleicher Herkunft in eine Reihe auf und man soll die Person finden die eine Vorgestellt wird

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@brightsideof

Das ist dann aber schon ein sehr individuelles Problem. Wenn mir eine Person vorgestellt wird, erkenne ich sie auch unter mehreren wieder. Mit einer solchen Vorstellung entsteht m.E. doch auch ein persönlicher Eindruck, von dem etwas gespeichert bleibt. Das ist eine Erfahrung aus meinem Alltag. Wenn in dem Haus, in dem ich wohne, jemand neu einzieht und ich die Person sehe, erkenne ich sie natürlich später als einen Nachbarn, auch wenn, wie hier, mehrere Asiaten meine Nachbarn sind. Das hat dann auch mit dem Personengedächtnis zu tun.

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also dave davis(komiker) und nelson müller (spitzenkoch), yared dibaba (ndr-moderator) sowie pierre sanoussi-bliss (assistent eines fernsehkommissars) sind ALLES schwarze herren, die ich sehr wohl auseinanderzuhalten weiss.

Tja velleicht stimmt es ja das wir Schwarze alle "gleich" aussehen

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