Warum kann ich mich gegenüber Leuten, die ich kaum kenne, leichter öffnen, als Freunden gegenüber?

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5 Antworten

Kenne ich. Dieses Phänomen tritt verstärkt bei Internetbekanntschaften auf ;) Die kennen mich besser, als meine engsten Freunde.

Wenn man eine Freundschaft anfängt und man die schon jahrelang hat.. i-wann ist man an dem Punkt, an dem man nicht weiß, wann man mit seinen ganzen seelischen Abgründen anfangen sollte. Die Freunde haben ja schließlich schon ein Bild von mir.

Außerdem kann ich besser über Probleme schreiben / mich schriftlich öffnen, als bei jemanden, mit dem ich mich persönlich unterhalte.

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Das liegt an unserem Bewusstsein, dass wir mit jeder Öffnung gegenüber einer anderen Person für den Fall verletzbar sein werden, wenn eben diese Person sich gegen uns wendet.

Sich Öffnen bedeutet ja in der Regel, dass man auch über eigene Schwächen und Neigungen berichtet, die sozial weniger akzeptiert sind. Genau solche Erzählungen haben aber eine entlastende Funktion. Sie wirken wie eine Beichte, die ebenfalls dazu führt, dass wir uns besser fühlen. Es ist eine Art Schuldanerkenntnis, dass als ein wichtiger Schritt der Wiedergutmachung erlebt wird. Von der Schuld wirklich befreien kann uns nur das Eingestehen der Schuld mit einer anschließenden Sühneleistung. Aber das Beichten allein wirkt immerhin auch schon entlastend.

Wenn wir nun einer bekannten Person gegenüber etwas beichten, kann sich sogleich die Angst einstellen, dass die Person unseres Vertrauens, der gegenüber wir gebeichtet haben, jetzt Macht über uns hat. Sie kann, wenn wir bei ihr - aus welchen Gründen auch immer - in Ungnade fallen, eben dieses "Geheimnis" öffentlich machen und uns damit bloßstellen und anklagen. Besonders bei peinlichen oder ehrenrührigen Handlungen wäre das fatal.

Da ist es dann ungleich leichter, diese kleinen Beichten gegenüber Fremden zu äußern. Wir haben dann den positiven Effekt, dass wir uns durch das Schuldanerkenntnis entlastet fühlen, müssen dasselbe aber nicht durch die Sorge "bezahlen", dass uns der Betreffende gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt bloßstellt. 

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Man kann auch den Kontakt leichter wieder abbrechen, wenn man merkt, dass es einem doch zu viel wird. Das ist bei Freunden dann schon eine ganz andere Sache. Oft ist es auch so, dass man Angst hat, dass die neuen Informationen von den Freunden nicht einfach akzeptiert werden können, weil eben schon bestimmte Erwartungen bestehen. Bei richtig guten Freunden sollte das allerdings Meiner Meinung möglich sein. Es sei denn, man möchte die Freunde schützen. Es können ja Informationen sein, die zu Besorgnis führen könnten.

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TheTrueSherlock 29.09.2016, 00:06

Stimme dem ersten Satz zu ^^

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Ich denke, das ist reiner Selbstschutz und der ist gut. Man sollte immer Vorsicht walten lassen sein Vertrauen zu schnell zu verschenken. Zuhören ist erst mal die beste Variante, dann kann man schon so einige Schlüsse ziehen.

Ich würde also meinen, du bist ein vorsichtiger oder auch ein relativ schüchterner Mensch Fremden gegenüber!!! Du bist womöglich von Natur aus deutlich misstrauischer als andere Menschen.

Dann gibt es auch .die Kontaktfreudigkeit....die bei dir gegenüber Fremden nicht ausgeprägt ist. 

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Ist bei mir genauso. Ka, ich denke, dass ich einfach schüchtern bin und eher jmdn den ich kenne nicht alles erzähle, als denen, die ich schon lange und persönlich kenne.

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Midnight1999 29.09.2016, 00:03

Ich kann mich Fremden gegenüber LEICHTER öffnen als Freunden.

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