Warum kann eine Taschenlampe mit weniger Lumen, manchmal mehr Reichweite erzielen?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Stell dir mal eine 100-W-Birne vor, oder eine 20-W-Sparlampe.
Die haben weit über 1000 lumen - trotzdem ist die leuchtweite recht gering, ich würde mal schätzen 30 meter.
selbst deine L2D (die nicht für hohe reichtweite gedacht ist) leuchtet mit ihren "180" lumen (sind in echt weniger, die angaben waren früher etwas aufgeblasen) deutlich weiter - weil das licht gebündelt ist, und nur darauf kommt es an bei der reichweite.

und warum ist die Ansmann 10x so groß? macht das einen Sinn heute noch mit solchen Riesen schweren Dingern herumzulaufen?

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@allocigar78

mit den ansmann-modellen kenne ich mich gar nicht aus.
aber in der regel kann man mit einer größeren optik (sprich "kopf") das licht stärker bündeln und somit mit der gleichen Lichtquelle weiter leuchten.

Die drei großen Batterien sind natürlich leistungsstärker als kleinere vom gleichen Typ. Es gibt jedoch heute Akkutechnologie die herkömmliche Batterien in der Leistung weit übertrifft, sie wären also nicht wirklich notwendig.
Das ist auch eine Frage der Zielgruppe. Eine Lampe für Polizei und Taschenlampenverrückte wird eher die kleinen und leichten, aber teuren Hightech-Akkus verwenden, für die man ein spezielles Ladegerät braucht. Eine billige Lampe für Normalos wie die Ansmann verwendet eher die "rückständigen" Batterien, die man in jedem Supermarkt nachkaufen kann.

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@cptmetal

nun ich sage mal so, mir ist es auch wichtig, dass ich normale Akkus verwenden kann die ich günstig nachkaufen (und mich so bevorraten) kann und in meinem normalen Ladegerät laden kann (somit sind die Mignon der L2D optimal). Aber gerade die Polizei hat ja eben diese Riesendinger dabei (allerdings von Mc-Light) was ich eben überhaupt nicht nachvollziehen kann (oder wollen die damit dem Delinquenten ggf. eines über den Schädel ziehen können??? ;-))

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@allocigar78

das zum teil ist historisch bedingt, weil man früher mal die großen batterien gebraucht hat um überhaupt ordentlich licht zu bekommen.

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Die Antwort von cptmetal ist gut. Wegen der Größe der Lampen und Batterien gibt es aber noch Nachbesserungen.

  • wenn eine Lampe für Trockenbatterien ausgelegt ist dann erreicht sie mit Akkus nicht die volle Helligkeit. zB 31,2V Akkus = 3,6V,, 315V Batterien = 4,5 V also hast mit Akkus 20% weniger Leistung.
  • Da immer bei Schalter und Lämpchen Übergangswiderstände sind ist es besser mit höheren Spannungen= mehr Batterien zu arbeiten. Da wird dann das flackern weniger bzw ganz "weggebrannt"
  • Polizei und Profis brauchen zuverlässige Geräte die auch langen Betrieb aushalten daher Große mit mehr und dickeren Battterien. Akkus haben nicht nur kleinere Spannung sondern auch kleinere Zuverlässigkeit und hohe Selbstentladunbg. Eine Trockenbatterie kann mehrere Jahre überdauern, ein Akku nicht

naja, heute gibt es Ansmann maxe, eneeloop, Varta ready to use und wie sie nicht alle heißen - die können auch viele Monate ohne große Selbstentladung gelagert werden.

Ansonsten Danke für Deine Info. - allerdings wüsste ich nicht, dass die Fenix mit 1,2V dunkler ist als mit 1,5 V - dachte das gleicht die Elektronik aus indem sie halt etwas mehr Strom zieht?

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@allocigar78

es ist halt ein Unterschied ob 6 Jahre odder 6 - 12 Monate. Außerdem sind auch die besten nach 400 Ladungen nur mehr ganz schwach. Die ene Fenix ist zB gebaut um eine CR123A Lithium Batterie mit 3 V und da bekommst nichts anderes rein. Normale Lampen gleichen aber natürlich nicht aus.

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@allocigar78

"allerdings wüsste ich nicht, dass die Fenix mit 1,2V dunkler ist als mit 1,5 V - dachte das gleicht die Elektronik aus indem sie halt etwas mehr Strom zieht?"

Korrekt - tatsächlich sind moderne LED-Lampen mit 1xAA im Akkubetrieb wesentlich heller bzw halten die Helligkeit viel länger als mit Alkaline-Batterien.

Der Grund ist: Die Batterien sind schlicht nicht geeignet hohe Leistung abzugeben. Im Turbo- und High-Modus saugt die Elektronik immer stärker wenn die Spannung einbricht und schiesst die Batterie innerhalb kürzester Zeit ab.

Sehr schön sehen kann man das hier: http://www.candlepowerforums.com/vb/showthread.php?277658

Ein Vergleichstest von mehreren 1xAA-Lampen-Modellen, darunter mehrere von Fenix.
Interessant sind die "Runtime-Charts" recht weit unten. Dort kann man die Lampenlichtleistung sehen, aufgetragen über der Betriebsdauer.
Gestestet wurden: Sanyo Eneloop-Akkus, Duracell Ultra Alkaline-Batterien und Energizer Lithium-Batterien.

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wenn du es schon 100%ig genau haben willst solltest musst du auch den Innenwiderstand der Batterien beachten. Gute NiMH-Akkus halten unter hoher Last die Spannung viel, viel besser als Batterien.
"wenn eine Lampe für Trockenbatterien ausgelegt ist dann erreicht sie mit Akkus nicht die volle Helligkeit."
Stimmt somit nur bei sehr niedrigem Stromverbrauch.

"Akkus haben nicht nur kleinere Spannung sondern auch kleinere Zuverlässigkeit und hohe Selbstentladunbg. Eine Trockenbatterie kann mehrere Jahre überdauern, ein Akku nicht"
Akkus mit niedriger Selbstentladung sind verfügbar. Batterien können auslaufen.

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wenn das licht gebündelt wir dann kann es einen größeren weg zurücklegen.

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