Warum kann ein Segelschiff schneller als der Wind fahren?

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5 Antworten

Mit Rückenwind kann das Boot natürlich nie den Wind einholen: Wenn der Wind da nicht schneller als das Boot ist, kann er am Segel keinen Vorschub erzeugen.

Kommt dagegen der Wind von der Seite, dann fällt diese Beschränkung weg. Bei einer Windrichtung von 90° z.B. bleibt die Kraft, die der Wind auf das Segel ausübt, konstant, und zwar ganz unabhängig von der Bootsgeschwindigkeit. Könnte das Boot ohne Widerstand segeln, dann würde es theoretisch mit Seitenwind eine unendliche Geschwindigkeit erreichen.

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Weil sowohl der Wind als auch die Geschwindigkeit nicht nur über ihre Stärke definiert sind, sondern auch über ihre Richtung.

Der Fachmann nennt das wohl Vektoren. Und hat immer so unhübsche Dinge wie Parallelogramme im Schlepptau.

Nimm einfach einen Tisch, ein Ei, eine Platte und einen Hammer.
Das Ei legst du auch den Tisch, das Brett über das Ei, und mit dem Hammer schlägst du auf das Brett.

Jede Wette, dass sich Teile des Eis schneller bewegen als der Hammer.
Und wenn du das nicht hinkriegst, bist du ein Weich ... hammerschwinger.

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Der Link von napo01 erklärt das sehr gut.

Ich erkläre das oft etwas einfacher meinen Schülern mit dem nassen Kirschenkern. Du nimmst ihn zwischen zwei Finger und drückst deine Finger langsam zusammen. Durch den Druck wird der Kern ausweichen und mit hoher Geschwindigkeit davon fliegen.

Beim Segeln drückt der Wind gegen das Segel = 1. Finger.

Der Kiel oder das Schwert unter Wasser verhindern ein seitliches wegrutschen des Schiffes = 2. Finger.

Dem Schiff bleibt nun nur der Ausweg nach vorne = der Kern fliegt davon.

Mehr zum Segeln und Bootfahren findest du hier: http://sailing.czaak.at

Handbreit

Rudi

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