warum kann ein mensch 30 tage ohne essen leben aber nur 3 minuten ohne sauerstoff?

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8 Antworten

Entscheidend ist nicht das Essen, sondern die Flüssigkeit. Der menschliche Körper besteht zu ca. 97% aus Wasser. Solange für genügend Flüssigkeit gesorgt ist und ein Mensch nicht dehydriert, kann er diesen Zustand sehr lange aushalten. Immer vorausgesetzt, er hat nicht Zuckerwasser (oder Cola) zur Hand, sondern die Flüssigkeit enthält auch ein paar Elektrolyte (Salze, Spurenelemente, Metalle etc.).

Das Gehirn ist ein Organ mit herausragender Stellung im gesamten menschlichen Organismus. Im Blutkreislauf sind alle notwendigen Stoffe für die permanent ablaufenden hormonellen- und anderweitigen Regelkreise enthalten; auch die Stoffe und Transmitter, Vitamine und Elektrolyte, die notwendig sind, um den Zellstoffwechsel aufrecht zu erhalten.

Mithin das Wichtigste ist, dass das Gehirn mit all seinen sensiblen Schaltstellen und Hirnarealen permanent mit Sauerstoff versorgt wird. Wird ein Mensch bei einem Notfall reanimiert, d.h. wiederbelebt, so sind alle Bemühungen fruchtlos, wenn das Gehirn eines Menschen länger als 3 Minuten von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten war!

Es ist zwar möglich, daß ein Mensch dieses Procedere der O2-Mangelversorgung überlebt, die dabei entstandenen zerebralen Schäden sind allerdings nicht reversibel. Mit anderen Worten: Das Denken, Sprechen, Handeln, Re-Agieren, ein logisches Schlussfolgern wie es einem Menschen von Verstand jederzeit möglich ist, darf man von einem Patienten mit erlebt-überlebtem "Hirntod" nicht mehr erwarten, da in seinem Organismus nichts mehr wie ehedem funktioniert: unmöglich, eine Ilusion und blanker Wunschtraum, leider!

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Kommentar von 110haltstop
21.02.2017, 10:11

Top erklärt! Gruß 110haltstop ;)

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Kommentar von WarschauerPakt
21.02.2017, 11:57

Der Mensch besteht nicht zu 97 % aus Wasser. Aus welcher Qualle.... ääähm Quelle hast du das.

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Je nach körperlicher Konstitution und Energieumsatz
überlebt ein Mensch ohne Nahrungsaufnahme 1-2 Monate. Werden keine
Kalorien zugeführt, ernährt sich der Körper von der eigenen Substanz.
Während der ersten Tage baut der Organismus seine Kohlenhydratspeicher ab, gefolgt von Fettgewebe, dann Muskulatur und schließlich Haut, Nieren, Lungen und Knochen. Ein Verlust von 30% des Körpergewichts endet meist tödlich.


Normalerweise wird man nach 2 Minuten ohne Sauerstoff
ohnmächtig. Überleben kann der menschliche Körper so lange, wie Sauerstoff im Blut zur Verfügung steht. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kommt beispielsweise auf den Trainingszustand an. Die elektrische Gehirnaktivität erlischt bereits nach 20 Sekunden ohne
Sauerstoff – Bewusstlosigkeit tritt ein.

Nach 2-3 Minuten werden die ersten Zellen geschädigt, zuerst in der Hirnrinde, dann im Stammhirn, das Blutkreislauf und Atmung
regelt. Nach 5 Minuten ist das Gehirn irreparabel geschädigt, so dass ein Mensch nur noch im Wachkoma weiterleben kann. Nach 10 Minuten ohne Sauerstoffzufuhr ist ein Mensch klinisch tot.


Es ist der in der Atemluft enthaltene Sauerstoff, der für unseren Körper lebensnotwendig ist. Aber warum?

Die Luft strömt durch die Nase, wenn man einatmet. Dann nimmt sie den Weg über den Rachen, den Kehlkopf, die Luftröhre und die Bronchien. Am
Ende gelangt die Luft in die Lungen. Dort findet dann die so genannte „äußere Atmung“ statt.

Das bedeutet, dass Sauerstoff aus der Luft in das Blut aufgenommen wird. Über den Blutkreislauf wird der Sauerstoff dann zu den Zellen befördert, an die er dann weitergegeben wird.


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Kommentar von jayjay22
21.02.2017, 10:07

Topp erklärt, mein Kompliment! Gruß jayjay ;)

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Kommentar von tWeuster
21.02.2017, 10:14

Der Mensch stirbt nicht wegen Sauerstoff mangels sondern Co2 Überschuss. Man stirbt folglich an einer Vergiftung. Der Sauerstoff wird gebraucht um einen Austausch zwischen Sauerstoff und Co2 in den Zellen zu veranlassen. Ansonsten werden diese eben vergiftet und sterben ab (was du ja bereits beschrieben hast).

Nicht ganz sicher bin ich bei dem Verzehr des eigenen Körpers. In meinem Bekanntenkreis behaaren studierte Menschen darauf, dass der Körper zu erst Muskelgewebe abbaut und dann erst die Energiereserven. Halte ich aber für unlogisch. Deine Reihenfolge ergibt mehr Sinn. Dennoch wollte ich mal fragen ob du dafür eine Quelle hast, bitte?

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Stelle es dir wie Akkus vor. Der Mensch hat mehrere. Einen für Wasser, einen für Nährstoffe und unter anderem auch einen für Sauerstoff. Nun ist der Akku für Sauerstoff nicht so Leistungsfähig und wird schneller aufgebraucht.

Dazu kommt noch, dass die Kapazität sehr gering ist, denn nur in der Lunge kann der Sauerstoff gespeichert werden, da haben die anderen mit ihren Fettreserven und Zellen (für Wasser) deutlich mehr Platz.

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Also die 30 tage halt ich für ein Gerücht.
Aber grundsätzlich kann der Körper Nährstoffe speichern (In Form von Fett).
Sauerstoff kann er aber NICHT speichern.


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Weil ein Mensch schneller Sauerstoff verbraucht als Nahrung.

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Tja, warum nur?

Frag das Universum oder den lieben Gott, warum der Mensch so gestrickt ist .

Übrigens kann nicht nur der Mensch sondern überhaupt kein Lebewesen, das an Land lebt, ohne Sauerstoff überleben, das ist eben so - genauso wie die Banane eben nun mal krumm ist

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Kommentar von botanicus
21.02.2017, 10:03

Und das ist falsch - das gilt nur für Aerobier. Pflanzen und anaerobe Bakterien kommen prima aufne Nettoaufnahme von Sauerstoff aus.
Auch Bananen sind nicht immer krumm :-)

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Der Mensch hat Energiereserven in Form von Fett von denen er notfalls leben kann, Sauerstoffreserven hat er jedoch nicht

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Weil man Energiereserven hat, aber keine Sauerstoffreserven.

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