Warum ist zB. Eisen magnetisch?

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2 Antworten

Ich muss Dir leider wiedersprechen: sowohl Eisen als auch Aluminium sind magnetisch. Der Magnetismus von Eisen wird als Ferromagnetismus bezeichnet; der Magnetismus von Aluminium als Paramagnetismus. Es gibt auch noch weitere Arten von Magnetismus: z.B. den Diamagnetismus. Ich vermute einmal, dass Du fragen wolltest, warum man mit Eisen Dauermagnete herstellen kann und mit Aluminium nicht. Die Antwort kann man sehr schlecht in wenigen Sätzen geben. Sie hängt mit der Struktur der Elektronenhülle der einzelnen Elemente zusammen.

Bei Eisen ist es so, dass die Elektronen der einzelnen Atome so miteinander wechselwirken, dass es energetisch günstig für den atomaren Verbund (Kristall) ist, wenn sie sich parallel stellen. Diese Ordnung kann man durch ein äußeres Magnetfeld aufprägen und sie zerfällt auch nicht, wenn man das Magnetfeld wieder entfernt. Man hat dann eine allen bekannten Dauermagneten vorliegen. Dagegen wirkt die Temperaturbewegung der Atome, die versucht, die gemeinsame Auslenkung der sog. Elementarmagnete zu zerstören. Oberhalb einer gewissen Temperatur (Curie-Temperatur) ist daher Eisen dann auch nicht mehr ferromagnetisch.

Dies ist bei Aluminium eigentlich nicht anders. Bei diesem Metall ist es allerdings so, dass die Wechselwirkung der Elektronen der einzelnen Atome so klein ist, dass die Temperaturbewegung die gemeinsame magn. Orientierung nach Ausschalten eines äußeren Magnetfeldes sofort wieder zerstört. Das ist das Kennzeichen von Paramagnetismus.

Es sind die sogenannten 'Elementarmagnete', winzigste Kristallbereiche, die die magnetischen Eigenschaften bedingen.

Oberhalb des Curie-Punktes, bei schwacher Rotglut, geht diese Ordnung wegen der Wärmebewegung verloren und Eisen wird unmagnetisch.

Es gibt auch eisenfreie Magnete.

Nur: Lies in einem Physikbuch nach.

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