Warum ist Yoga so teuer?

14 Antworten

Im Buddhismus sagt man, dass materielle Dinge und Geld uns nur unglücklich machen

Ich bin Buddhist und möchte das ein wenig korrigieren.

Im Gegensatz zum traditionellem Asketentum im Hinduismus, lehrt der Buddhismus nicht die Unterdrückung, oder Überwindung von weltlichen Bedürfnissen - egal ob Geld, Sex, oder gesellschaftlichem Erfolg.

Es geht lediglich darum, nicht an diesen Dingen zu haften und sie irrtümlich als Garant für dauerhaftes Glück und Zufriedenheit misszuverstehen.

Ein Buddhist kann durchaus wohlhabend sein - er sollte nur nicht sein inneres Gleichgewicht davon abhängig machen und den materiellen Dingen nicht übertrieben viel Bedeutung beimessen.

Idealerweise ist er in der Lage, sowohl in einer Villa, als auch in einer Gefängniszelle ganz natürlich zu bleiben und sein Wohlbefinden nicht von äußeren Dingen abhängig zu machen.

Es sind also nach der Lehre des Buddhismus nicht Macht, Geld und Sex, die uns unglücklich machen, sondern das Anhaften und die Vorstellung, dadurch wirklich glücklich zu werden.

Ich lebe in einer westlichen Industrienation, besitze einen Computer mit Internetanschluss, bin also im Vergleich zu einem großen Teil der Weltbevölkerung durchaus wohlhabend - mache mich aber nicht von diesem Wohlstand abhängig.

Naja das glaube ich nicht. Ich glaube jeder Mensch der Wohlstand hat und in den Bedingungen in denen ich schon gelebt habe, leben würde, würde komplett durchdrehen, aber ich habe gemerkt, dass ich da glücklicher war. Ich glaube das kannst du nicht so sagen, wenn du nicht schon auf der Straße gelebt hast oder ähnlich.

0
@niekochamcie

Nun, ob du der Lehre Buddhas vom "Mittleren Weg" zwischen allen Extremen glaubst, bleibt dir natürlich überlassen.

Natürlich sind Umstände von Armut und Obdachlosigkeit keineswegs angenehm und jeder, der schon mal nur mit einer Pappe zur Kälteisolation auf dem Boden lag, kann das sicher bestätigen.

Allerdings geht es eben im Buddhismus nicht darum, in Askese und Ablehnung materieller Bedürfnisse zu leben, sondern die Extreme zu vermeiden.

2

Na ja, mag ja sein das es Lehrer gibt welche ne Menge Geld verlangen, ich persönlich hab diese Erfahrung aber nicht gemacht und ich beschäftige mich seit 15 Jahren mit Yoga. Zuerst mit Hatha Yoga angefangen, den Lehrer hab ich einfach durch nen Freund kennengelernt, die Übungen zu lernen hat glaub ein paar Euro gekostet (glaub 10 Euro pro Stunde), die Übungsreihe hatte ich nach ein paar Stunden drauf und hab sie dann Zuhause regelmäßieg weiter gemacht, das lernen der Übungen hat so ca. 40-50 Euro gekostet.

Hab später mit Tantra und Kriya-Yoga weitergemacht, wobei ich denn beim Kriya geblieben bin. hab zuerst über die Self-Realation Kriya gelernt und fand die Lehrbriefe jetzt auch nicht zu teuer, glaub für die ca. 100 Lehrbriefe hab ich damlas 120 Euro bezahlt und die kamen mit der Luftpost aus den USA.

Hab mir dann noch eine Einweihung von Shibendu Lahiri geholt, da musste man nur die Kosten für die Seminarräume bezahlen (50 Euro für drei Tage) und der rest war auf freiwilliger Spendenbasis. Und die Übungen sind super und recht einfach zu erlernen. Ist aber eher eine Meditationstechnik und hat weniger was mit den körperbetonten Yogaübungen zu tun. Aber man bekommt schnell eine eigene Erfahrung von Gott und seiner Seele.

Denke man kann also auch relativ kostengünstig Yoga lernen. Es gibt sicherlich Menschen welche dafür recht viel Geld verlangen, aus meiner Sicht kann man diese Angebote aber getrost vergessen. Wenn jemand wirklich den Menschen auf spiritueller Ebene etwas zu geben hat, wird er dies nicht vom Geldbeutel abhängig machen, weil er weiß, dass das Leben ihn mit allem versorgt, was er braucht. Ansonsten ist er halt noch im Zustand des herrschenden Egos und das Ego hat an sich sicherlich nichts dolles zu vermitteln auf spiritueller Ebene.

Yoga ist aber sicherlich ein Trend geworden, hab mal gehört, dass allein in den USA damit mehrere Milliarden Dollar umgestzt werden. Vielleicht wollen einiege auch mit teuren Angeboten den Anschein von exklusivität und besonderheit erwecken. Man braucht solche Angebote aber nicht um Yoga zu lernen.

Moin.

Die Logik dahinter ist die Lokalisation. In unseren Breiten hat sich Yoga zu einem trend entwickelt, der mit dem ursprünglichen Yoga nichts mehr zu tun hat. Es wird den Menschen hier als Allheilmittel für allerlei Wehwehchen angepriesen und der hohe Preis soll Wertigkeit und Wirksamkeit suggerieren.

In Indien oder Tibet wird Yoga durch die Yogis und Meister gelehrt. Die haben in der Tat kein materielles Interesse. Sie leben, wie ihre Schüler, von dem, was sie sich tagtäglich auf den Straßen erbetteln oder in den Tempeln für ihren Segen gespendet bekommen.

Das aber funktioniert hier im Westen nicht. Hier wird Yoga nicht von asketisch lebenden Meistern und Yogis gelehrt, sondern von Leuten, die es irgendwo an der Sporthochschule studiert haben, mit dem Vorsatz, damit wie ein Arzt möglichst viel zu verdienen.

Du willst echtes Yoga lernen? Dann begib Dich nach Indien oder Tibet und verbringe Deinen Jahresurlaub in einem kleinen Kloster oder Tempel außerhalb der großen Städte - allerdings auch mit der Konsequenz, währenddessen von der Hand in den Mund zu leben und nicht nur eine Stunde am Tag, sondern 10 bis 14 Stunden täglich zu meditieren und zu üben.

Wenn Du es dagegen vor der eigenen Haustür lernen willst, dann musst Du eben in den sauren Apfel des hohen Preises beißen.

ASRvw de André

"...sondern von Leuten, die es irgendwo an der Sporthochschule studiert haben, mit dem Vorsatz, damit wie ein Arzt möglichst viel zu verdienen."

Yoga-Lehrer-Ausbildungen gibt es heutzutage wie Sand am Meer, aber nicht an der Sporthochschule. Ich denke, ein grosses Problem sind die miserablen Ausbildungen, die teils nach 100 Std. Studium ein Yogalehrerdiplom aushändigen. Quantität statt Qualität. Und diese selbsternannten Ausbildungsstätten kassieren ab, produzieren Yogalehrer, die dann nicht einmal Grundkenntnisse besitzen und werfen sie auf die Menschheit...

1

Wie hoch ist das Taschengeld für Mönche/Nonnen/in klosterähnlichen Gemeinschaften?

Ich bereite mich gerade auf ein Referat "Klöster und klosterähnliche Gemeinschaften unterschiedlichen Bekenntnisses im deutschsprachigen Raum" vor. Das bezieht katholische Klöster, evangelische Diakonissengemeinschaften, andere evangelische klosterartige Gemeinschaften, buddhistische Klöster, Yoga Ashrams, spirituelle Kommunen etc. mit ein. Drei Kriterien sind dabei wichtig (1) Gemeinschaft: Die Mitglieder leben zusammen (2) Religionsausübung/Spiritualität (3) Keine Entlohnung sondern Zahlung eines Taschengeldes

Bzgl. Taschengeldes werde ich irgendwie im Internet nicht fündig. Darüber scheinen sich Klöster/Gemeinschaften auszuschweigen. Wer kann mir Hinweise geben, wie hoch das Taschengeld ist, welches die Gemeinschaftsmitglieder erhalten? Auch wer das nur für ein Kloster kennt - ich bin dankbar für jede Angabe. Wer gute Quellenangaben hat, wäre natürlich noch besser. Interessieren würde mich auch, wie, insbesondere in nichtchristlichen Gemeinschaften, das mit Krankenversicherung und Rente geregelt wird. Vielen Dank für jede Antwort.

...zur Frage

Wie soll man die absolute Wahrheit finden?

Hallo gutefrage.net,

ich hoffe ich werde hier eine Antwort oder zumindest einen hilfreichen Denkanstoß finden. Ich befasse mich immer mehr mit der Suche nach der Wahrheit (über alles: Leben, Willen usw.) und ich stoße auf zahlreiche verschiedene Theorien die sich allerdings alle gegenseitig widersprechen. Die Leute die sich nur auf die Wissenschaft verlassen sagen eins, die Leute die über Spiritualität und Erleuchtung reden sagen wieder etwas anderes und die Leute die über Religionen reden wieder was komplett anderes.

Das wichtigste Beispiel für mich: Wenn man sich mit Erleuchtung und Meditation befasst hört man immer wieder, dass es darum geht sein Ego zu verlieren, dass man selbst so eine Art Gott ist und, dass alles eine Illusion ist und ich habe sogar selbst schon einige Erkenntnisse in diese Richtung gemacht. Andererseits allerdings kommen dann die meisten Christen daher und meinen, dass genau diese Weltanschauung die Versuchung Satans und seiner Dämonen ist und auch das (egal wie abgefahren das klingt) macht in irgendeiner Weise Sinn weil es doch sehr genau ähnlich klingt. Wiederum sagen die Erleuchter dass man von diesem fundamentalistischen göttlichen Denken ablassen soll.

Ich möchte hier von euch nicht noch eine Theorie oder Anschauung in diese Richtung sondern ich möchte wissen wie ich wirklich die Wahrheit herausfinden kann, denn ich glaube nicht, dass Gott (wenn es ihn gibt) will, dass ich an ihn glaube weil ich Angst vor der Hölle oder sonstigem habe. Ich möchte wissen wie ich bei so vielen logisch klingenden aber sich widersprechenden und angsteinflößenden Theorien die Wahrheit finden kann! Vor allem kann ich aber auch meinem Verstand nicht mehr genau trauen weil ich auch da schon auf so viele Illusionen und Glaubenssätze getroffen bin die ich für 100% wahr gehalten habe aber die sich dann als (zumindest scheinbarer) Irrtum erwiesen.

MfG Zetterin

...zur Frage

Wie enstehen Serienkiller? Wie können wir uns ändern? Mord durch Egoismus? Philosophie des Mordens?

Hallo liebe Community! Ich möchte vorwarnen, diese Frage wird sowohl sehr tiefgründig als auch lang und ich möchte euch bitten, die ganze Frage zu lesen bevor ihr eine Antwort gebt und auch bitte sachlich und ernsthaft zu antworten. Es geht in dieser Frage nicht nur um eine Sache, sondern sie ist vorallem philosophisch und hat auch etwas mit Buddhismus zu tun.

Ich habe mich mit einigen Fällen beschäftigt von Serienmördern, weil ich wissen wollte, warum Menschen zu sowas schlimmes fähig sind und ich habe das Gefühl, dass der reine Grund des Tötens nur "Egoismus" ist.

Töten wir Menschen nur aus Gier, Egoismus? Aber was ist zum Beispiel mit diesen drei Jugendlichen, welche einfach mal 21 Menschen spontan getötet haben. Sie haben es weder aus Gier noch aus Hass gemacht, sondern nur weil sie Spaß am Töten hatten. Wie kann eine solche Ansicht enstehen? Mir will es nicht in den Kopf kommen und ich werde traurig. Ich muss leider sagen, dass ich momentan, nachdem ich mir das alles über "Ed Gein" angesehen habe wirklich traurig bin und ich mich frage, was das für eine kranke Welt ist... Die Art auf die er Menschen so gefoltert und abgeschlachtet hat...lebendig geköpft, augeweidet...und noch schlimmeres...

"Der Grundgedanke, dass ein anderes Leben weniger wert ist, ist die Wurzel allen Übels!"

Könnte man so alles zusammenfassen? Nur weil der Mensch "Egoismus" in sich trägt, sterben andere Menschen?

Weil ein anderer Mensch einen bestimmten Menschen als weniger ansieht? Wie kann man nur einen solchen Kreislauf des Hasses stoppen?

Wieso enstehen solche Menschen?

Ich selbst bin nun seit kurzer Zeit Buddhist bzw. ich beschäftige mich mit dem Buddhismus und dort glaubt man ja an Karma, doch ist greade dieses Karma nicht eine eher berechnende Ansicht, in der die Welt, bzw. das Karma Feuer mit Feuer bekämpft? Wenn er anderen was böses tut, passiert ihm auch etwas böses?

Ist Karma also nicht ein grausamer Kreislauf? Wenn Person 1 Person 2 tötet und Person 2 deswegen Person 1 tötet und Person 4 deswegen...und so weiter, ist das doch alles nur ein schlimmer Kreislauf, oder? Natürlich weiß ich, dass Karma nicht wirklich so funktioniert sondern eben sich deine Taten dann eben für das nächste Leben auswirkt oder eben der Mörder auf andere Weise das Karma spürt, aber genau das ist doch eigentlich eine Art von Strafe, die nur wir Menschen kennen, oder? Wenn auf der ganzen Welt Feuer mit Feuer bekämpft werden würde, dann würde doch die ganze Welt verbrennen, oder etwa nicht? Wenn es eine spirituelle Kraft gibt, warum würde sie so berechnend handeln?

Was ist eure Ansicht hierauf? Ich brauche vorallem Hilfe um dieses Aspekt im Buddhismus zu verstehen, denn ich habe mich noch nicht lange mit dem ganzen auseinander gesetzt und brauche deswegen Hilfe hierbei.

Bitte entschuldigt den langen Text, aber ich hoffe, ihr könnt mir hier weiterhelfen.

Danke für eure Hilfe! :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?