Warum ist Weltraum unendlich groß?

17 Antworten

Das Weltall dehnt sich aus. Das ist wie mit einem Ballon: fliegt eine Mücke in einen Ballon, dann ist der Ballon das Weltall und die Mücke ein Raumschiff. Versucht das "Raumschiff" den Rand des "Weltalls" erreichen und dort weiterfliegen, würde es das All weiter ausdehnen. Hinzu kommt, dass das All von allein immer weiter wächst, als würde der Ballon aufgepustet werden. So ist das für ein Kind begreiflich, wissenschaftlich korrekt und hat keine Widersprüche oder "abers".

Man könnte dem Kind auch versuchen zu erklären, daß das Weltall unendlich ist, weil egal wo eine Grenze wäre, ja immer auch irgendetwas noch dahinter liegen würde. Manche Dinge sind halt einfach so, wie sie sind.

Urknalltheorien würde ich einem kleinen Kind nicht versuchen zu erklären. Viele dieser Theorien haben sich mit den Jahren auch wieder geändert und was jetzt wirklich "die Wahrheit" ist, kann man kaum sagen.

Du hast schon recht, aber durch das Thema lässt man sich halt mitreissen.

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"...weil egal wo eine Grenze wäre, ja immer auch irgendetwas noch dahinter liegen würde." Das gilt für Dinge und Orte im räumlichen, also im Raum, jedoch ist die Grenze des Universum, der Punkt wo der Raum selbst aufhört. Es gibt kein dahinter, dort ist nichts, absolutes Nichts.

Lg

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DOCH: "DES WELTES" ist zumindest ein ende der deutschen sprache: DIE welt ist weiblich, folglich: "es gibt kein ende DER welt. genausowenig wie wir in der lage sind, einen begriff wie unendlichkeit zu erfassen, kann das irgendwer allgemeinverständlich erklären. der tod eines lebewesens lässt sich anhand der vitalfunktionen feststellen, aber was dann tatsächlich mit dem "geist" desjenigen passiert ist genauso mysterium wie die unendlichkeit. dir bleibt also wohl nichts anderes übrig, als deiner nichte zu erklären, dass es dinge gibt, die nicht zu erklären sind. damit müssen schließlich alle- auch die größten genies- leben.

Es ist keineswegs ausgemacht, ob die Naturwissenschaft die zuständige Ansprechpartnerin für diese Frage ist. Unendlichkeit ist eine Idee, die ihren Ort in der menschlichen Vernunft hat.

Die Unendlichkeit der Welt ist eine der vier Antinomien der reinen Vernunft, die Immanuel Kant in der Kritik der reinen Vernunft (1781/87) behandelt hat. Seine Lösung für das Problem ist geschickt und geht von etwas aus, das dem "common sense" zunächst widerstrebt, nämlich, dass die Welt (als Ganze) kein tatsächliches Ding (an sich) ist, also niemals als solches unabhängig von einem Bewusstsein, das es zu einem bestimmten Zeitpunkt erkennt, gegeben ist. Daher ist der Streit -- die Welt (oder Gott, oder das Universum) ist endlich VS. die Welt (...) ist unendlich -- nur scheinbar (Kant sagt: nur dialektisch): Die Welt ist gar nicht als ein "wirkliches" Ding vorhanden, sondern existiert nur in der Rekonstruktion (empirischer Regressus) durch den menschlichen Verstand, der jedoch von der Vernunftidee der Unendlichkeit, dem schlechthin Unbedingten in der Totalität der Synthesis der Bedingungen einer Erscheinung, notwendigerweise angeleitet wird. Die Frage nach der Endlichkeit oder Unendlichkeit ist also eine n o t w e n d i g e Frage, die jedoch auf einem zunächst ebenso notwendigen Fehler beruht, nämlich davon auszugehen, dass die Welt zu einem beliebigen Zeitpunkt in einer bestimmten (oder bedingten) Weise existiert, unabhängig von ihrer Erkenntnis durch ein Bewusstsein. Das nennt sich transzendentaler Idealismus und schnell ist der Einwand gegeben, dies bringe ja alles nichts, sei mithin Unsinn, und die empirischen Wissenschaften, z.B. die Physik, sei sehr wohl in der Lage, einen schon recht großen Bereich der Welt zu messen und zu beschreiben. Dennoch können die Mathematik (als "reine" Wissenschaft) oder die Physik diese Frage vermutlich niemals lösen, denn wie oben schon richtig gesagt wurde, wäre die Welt als Ganze (Universum), selbst wenn ihre Grenzen irgendwann gefunden werden, nie g a n z gegeben, denn die menschliche Vernunft zwingt den Verstand dazu, hinter diesen Grenzen eine weitere räumlich Ausdehnung oder zeitliche Kausalität anzunehmen, die gedacht werden m u s s, aber nicht erfahren (oder angeschaut) werden kann usf.

Aber zurück zur eigentlich interessanten Ausgangsfrage: Wenn Unendlichkeit eine (transzendentale) Idee ist, also etwas, dem niemals ein "wirklicher" Gegenstand entsprechen kann, wie erklärt man dies einem Kind?

Soviel ich weiss, dehnt sich das Universum mit ungeheuerer Geschwindigkeit und stetig aus. Somit kann es nicht unendlich sein, denn es gibt zu jedem Zeitpunkt eine definierte Grenze und was unendlich ist, kann sich ja nicht ausdehnen! Nur stellt sich für mich nun die Frage: Was ist rund um unser Universum! Was ist da, wohin es sich ausdehnt? "Nichts" kann nicht sein, was ist nichts? Schwimmt unser Universum wiederum in einer "Suppe" von vielen anderen Universen? Und wo ist dann wieder da die Grenze? Wir werden leider dumm sterben müssen! :-(

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