Warum ist wasser ein mölekül und kein kristall?

7 Antworten

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Bin kein Experte, hier ist aber was ich noch erinnere aus der Schule:

die beiden wasserstoffatome geben jeweils ein elektron ab und sauerstoff nimmt die beiden elektronen auf, sodass wieder positiv und negativ geladene ionen(kationen und anionen) entstehen, welche sich anziehen. das wäre dannn doch aber ein kristall und kein molekül.

Nein, genau das passiert bei Wasser nicht. Das Sauerstoffatom hat eben jeweils eine Elektronenpaarbindung mit den beiden Wasserstoffatomen. Aufgrund der höhren Elektronegativität zieht das Sauerstoffatom die Elektronenpaarbindung eher zu sich, als das Wasserstoffatom, und dadurch entstehen "Delta-Ladungen", d.h. die Wasserstoffatom ist delta positiv und das Sauerstoffatom delta-negativ geladen. Mit delta meint man, dass diese Ladungen bloß Tendenzen sind und schwächer als die Ladung bei einem Ion. Das Sauerstoffatom ist dann nicht negativ geladen wie ein Ion, sondern ist nur ab und zu ein kleines bisschen negativ geladen, sozusagen.

Was im Wasser aber passiert, ist das hier:

H2O <-----------------------> H+ + OH-

Diese Reaktion läuft ständig in beide Richtungen ab, wobei aber mehr H20 da ist, als H+ + OH-. Das Gewicht liegt also auf der linken Seite der Gleichung. Deswegen ist da eben kein Kristall.

Was Kristalle angeht, so ist die Definition von dem Begriff "Kristall" etwas komplizierter. Also es ist nicht so, dass alle Stoffe, die Ionen haben, direkt Kristalle bilden. Es können auch Stoffe mit Molekülen Kristalle bilden. Kennzeichnend für einen Kristall ist, dass die Bausteine (Ioinen, Moleküle oder Atome) regelmäßig und nicht zufällig angeordnet sind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kristall

Und jetzt kann es natürlich Ionenverbindungen geben, die zwar Ionen haben, bei denen diese Ionen aber nicht regelmäßig angeordnet sind. Die wären dann z.B. kein Kristall.

ist das mit der elektronenpaarbindung so wie bei O2? also, dass sich die beiden atome/ionen mit den elektronen abwechseln(zuerst bekommt das eine sauerstoff 2 elektronen vom anderen sauerstoff und nach einiger zeit umgedreht)

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@BoBxx

Das normale Sauerstoffmolekül O2 hat auch eine Elektronenpaarbindung, japp. Und so eine Elektronenpaarbindung ist das auch beim Wassermolekül, nur mit dem Unterschied, dass beim Sauerstoffmolekül keine "Delta-Ladungen" entstehen würden, weil die Kerne der beiden Sauerstoffatome diese Elektronenpaarbindung gleich stark anziehen. So wie beim Tauziehen, wenn beide Seiten gleich stark sind.

Beim Wassermolekül zieht das O-Atom die Elektronenpaarbindung eher zu sich, und ab und zu "lässt das H-Atom sozusagen los" und dann haben wir eben den Fall, dass das H20 zu H+ und OH- wird.

Ob man sich eine Elektronenpaarbindung bei gleicher Elektronegativität der beiden anliegenden Atome so vorstellen kann, dass erst das eine Atom die beiden Elektronen hat und dann das andere, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau.

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Im Gegensatz zu den bisherigen Antworten behaupte ich, es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen NaCl und H2O. Der einzige Unterschied ist ihr Schmelzpunkt. Wenn man NaCl genügend erhitzt, verhält es sich wie Wasser zwischen 0 und 100°C. Es ist eine Flüssigkeit mit teilweise dissoziierten Ionen. Das unterschiedliche Temperatur-Verhalten wird durch unterschiedliche Bindungskräfte der beteiligten Atome verursacht. Genaueres - siehe Quantentheorie.

Wasser besteht nicht aus Ionen, sondern aus Einzelmolekülen mit polaren, aber kovalenten Bindungen. Man könnte bestenfalls Eis als Kristall bezeichnen, aber auch darin sind keine echten Ionen, die ein Gitter bilden. Immerhin bilden die H2O-Moleküle ein Gitter.

Ich muss mal wieder krümelkacken!

Die Cluster-Geschichte, die 104° und das Dipolmoment geben schon die Möglichkeit "einen" Kristall zu bilden, nur nicht unter Normalbedingungen. Und Schnee-Kristalle tragen diese Bezeichnung zu recht, - auch ohne "echte" Ionen! ;o)

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