Warum ist vieles für Menschen giftig, für Tiere jedoch nicht- liegt das einfach an der Eigenheit jedes Lebewesens oder daran, dass Menschen 'unnatürlich' leben?

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7 Antworten

Das liegt, wie du es schreibst, an der "Eigenheit der Lebewesen".

Seitdem es Organismen gibt, die andere Lebewesen fressen, gibt es ein Wettrüsten um sich selber zu schützen. Pflanzen produzieren Giftstoffe, damit sie sie für Tiere nicht bekömmlich sind. Tiere durchlaufen eine Anpassung, damit sie mit diesem Giftstoff klarkommen. Dann muss die Pflanze wieder etwas giftiger werden, damit sie nicht mehr gefressen wird und die Pflanzenfresser rüsten nach.

Das nennt sich antagonistische Koevolution.

Die Evolution findet Wege für Lebewesen, um mit Stoffen, die erst einmal giftig sind umzugehen.

Beste Beispiele dafür sind Bakterien und Antibiotika, Kartoffelkäfer und das Solanin der Kartoffelpflanze, resistente Pflanzen gegen Herbizide ....

Akazien haben sogar einen Weg gefunden die Selektion toleranter Organismen zu verhindern: Sie produzieren nur dann Bitterstoffe oder Gifte, wenn sie wirklich gefressen werden. So opfern sie einen Teil der Blätter, ein Selektionsdruck hin zu toleranten Akazienfressern wird dadurch vermieden.

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Kommentar von Bitterkraut
17.08.2016, 18:22

Akazien gehen sogar noch einen Schritt weiter, sie senden chemische Signale an andere Akazien in der Nähe und warnen, daß Fressfeinde da sind, woaufhin die sich wappnen.

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Das liegt an den "Eigenheiten der Lebewesen". Die persönliche Lebensweise hat nichts mit den biochemischen Prozessen zu tun, welche durch unterschiedliche Gifte ausgelöst werden.

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Menschen und Tiere sind haben unterschiedlich ausgelegte Verdauungsorgane. Die Zusammensetzung der Magensäuren und Enzyme unterscheidet sich von Tierart zu Tierart.

Menschen leben absolut natürlich, das wir unnatürlich leben würden ist ein Trugschluss.

Und viele der Nahrungsmittel die wir zu uns nehmen sind giftig für bestimmte Tiere. Schokolade zum Beipspiel.

Und weil du da ne Schnecke auf einem Pilz zeigst, ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung ist Salz. Für Schnecken jedoch... eher weniger.

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Kommentar von Bitterkraut
17.08.2016, 14:18

Schnecken nehmen über ihre Nahrung natrlich auch Salze auf, aber auch hier macht die Dosis das Gift :-))

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Weil Menschen und Tiere verschiedene Verdauungssysteme etc. haben so kann der Mensch z. B. das Theobromin in der Schokolade leicht verarbeiten aber bei einem Hundert dauert es viel länger, so das der Stoff im Körper bleibt bis er für den Hund toxische Mengen erreicht.

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Biologisch ist der mensch ein Tier. Es gibt auch Substanzen, die für manche Tierarten toxisch sind, für Menschen aber nicht. Was bei welcher Tierart giftig wirkt, hängt immer vom Metabolismus der jeweiligen Art ab. und Generell gilt. Die Dosis macht das Gift.

Schneckengehirne reagieren vermutlich nicht auf Muscarin, und wenn doch, überlagert das nicht die Fressgier. Geht uns ja mit manchen ungesunden Sachen auch so ;).

Fliegenpilze sind übrigens auch für Menschen nicht tödlich giftig. sie schmecken nicht mal schlecht, aber es kann einem schlecht werden, wenn man zuviel davon erwischt.

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Kommentar von Achwasweissich
17.08.2016, 15:36

Fliegenpilze heißen auch nicht so weil sie Fliegen anlocken ;)

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Es liegt an den Mägen bei Tieren sind sie ganz anders besonderst weil die an die du denkst nur Pflanzen fressen

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Viele tiere sind hald gegen gifte resistent. Das liegt z.b an gegengoftwn die sie in ihrem körper bilden...

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