Warum ist vielehe verboten?

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13 Antworten

In unserer Gesellschaft ist die Monogamie für die meisten Bevölkerungsschichten traditionell verankert. Ausnahmen gab es hin und wieder bei Hochadligen und Superreichen, aber auch dann waren es nicht prinzipiell anerkannte, sondern geduldete Beziehungen.

Mit dem Aufkommen moderner Lebensverhältnisse, insbesondere der gestiegenen Lebenserwartung hat sich die Monogamie zu einer eher linearen Monogamie entwickelt. Es gilt als "normal", einen einzelnen Partner für eine gewisse Zeit zu haben. Verliert die Partnerschaft ihren Sinn, folgen Trennung und/oder Scheidung.

Dies ist aktueller gesellschaftlicher Stand - und dieser wird in den Gesetzen gewissermaßen verwaltet.

Sofern sich in der Gesellschaft Entwicklungen ergeben, die andere Formen des dauerhaften Zusammenlebens beinhalten, wird sich auch die Gesetzeslage dem anpassen müssen - und dies auch tun, da bin ich mir sicher. Im Zuge der "Ehe für alle"-Diskussionen gab es bereits hörbare Hinweise auf polyamore Beziehungen, die momentan leider gar keine gesetzliche Grundlage (bis auf Adoption) finden können.

Ich persönlich hoffe sehr, dass es in Zukunft heißen wird:
"Menschen, die sich lieben, sollen heiraten dürfen!".

Liebe - (Liebe, Gesetz, Religion)

Gute Frage!

 Nachdem die Ehe für alle jetzt fast erreicht ist, muß über den nächsten Schritt nachgedacht werden.

Das Verbot der Vielehe schränkt massiv die persönliche Freiheit ein, könnte man argumentieren, und die Forderung nach der  - VIELEHE FÜR ALLE- ist ein wichtiger Schritt zur Erreichung der totalen Freiheit. 😋

Jack98765 04.07.2017, 11:02

Ob das die totale Freiheit ist, wenn man dann mit 5 Frauen streiten muss und wenn es blöd hergeht alle 5 gleichzeitig Migräne haben ;)

Willst du dir diesen Stress wirklich antun ;)

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Blazeor 05.07.2017, 08:34
@quantthomas

das die Möglichkeit besteht, heisst ja nicht das du sie nutzen musst. Nur weil du rauchen DARFST, musst du es ja nicht tun. ;D

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quantthomas 05.07.2017, 11:47
@quantthomas

Für die immer mehr stärker werdenden Bi-Fraktion (Bi-Sexuell) wäre die Vielehe doch das reinste Paradies. 

Man braucht sich nicht mehr für ein Geschlecht entscheiden, sondern man heiratet einfach Mann und Frau, oder gleich mehrere. 

Wäre doch gelacht, wenn wir die affigen Bonobos nicht vom Sockel stoßen könnten 😋

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Blazeor 06.07.2017, 11:26
@quantthomas

Ja, anstatt uns gegenseitig umzubringen wird der Frust und Ärger einfach weggevögelt...wie friedlich es auf der Welt wäre.

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  • Das konkrete gesetzliche Verbot geht auf die christliche Religion zurück.
  • Es gibt ansonsten keinen Grund, die Einehe vorzuschreiben und die Vielehe zu verbieten.
  • Positiver ausgedrückt scheint es gesellschaftlicher Konsens zu sein, die Ein-Ehe als Standard zu erzwingen. Eine Notwendigkeit dafür gibt es aber nicht.
  • Angesichts der Verwässerung des Ehebegriffs, ist es verwunderlich, dass nicht längst auch über die Vielehe oder anderen Formen der Ehe diskutiert wird.

Aus kulturellen Gründen.

Man müsste wohl einiges mit Erbrecht und Witwenrente usw. neu regeln, wenn ich jetzt fünf Männer heiraten dürfte.

Und wenn jeder meiner Männer auch drei bis sieben Frauen heiraten würde und jede Frau wiederum mehrer Männer usw., würde es unübersichtlich werden.

Wahrscheinlich ist es allein schon wegen der Menschenrechte - gleiches Recht unabhängig von Geschlecht usw. - nicht realisierbar heutzutage.

Auch Kindschaft und Elternschaft wären nicht zu klären.

Viktor1 04.07.2017, 11:17

das sind álles keine unüberwindlichen Hindernisse

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Verboten ist das Zusammenleben mit mehreren Partnern ja nicht, aber es gibt keine gesetzlichen Regelungen für eine Mehrehe. Es geht ja auch um soziale Absicherungen. Eine Frau arbeitet und alle ihre Männer sind dann mit ihr über ihre Krankenversicherung beitragsfrei versichert? Zu viel für das Sozialsystem.  Ihre erarbeiteten Rentenansprüche würden im Todesfall ja auch nicht für ihre, sagen wir mal fünf verwitweten Ehemänner reichen.

Viktor1 04.07.2017, 11:18

läßt sich alles regeln

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HirnvomHimmel 04.07.2017, 21:13

Gewisse Anpassungen in Steuerrecht, Sozialsystem und Einwanderungsgesetzen wären hierfür durchaus erforderlich. Aber eine Menschheit, die zum Mond fliegen kann, wird auch genug Hirnschmalz haben, sich dazu was auszudenken.

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Das hat vor allem politische und gesellschaftliche Gründe.

Die Ehe ist nur ein künstlicher Vertrag, der in erster Linie dem Staat dient. Die Ehe hat nichts mit Liebe etc. zu tun. Sie ist nur die Regelung diverser Rechte vor dem Staat und zwischen den Partnern. Eine Monogame Ehe ist wesentlich einfacher zu regeln als eine Polygame.

Das man aus Liebe heiratet ist auch ein recht neues Konzept. Noch vor weniger als 100 Jahren war eine Ehe auch in unseren breitengraden nur ene Zweckgemeinschaft. Wenn man zusätzlich aus Liebe heiraten konnte, war das Glück.

Ohne eine Eheschließung kann man Beziehungen mit mehreren Personen haben. Je nachdem ob die anderen Beteiligten davon wissen und ob sie es ablehnen oder gutheißen, kann es Probleme geben oder super funktionieren. Denn der Mensch ist nicht auf 100% Monogamie ausgelegt.

In der Jugend will man möglichst viel probieren und legt sich irgendwann fest, da man auch andere Bedürfnisse stillen will, außer Sex. Das heißt aber nicht, dass man in einer festen Partnerschaft nicht weiterhin andere Sexpartner haben darf. Ausnahmslos jeder würde mit verschiedenen Personen Sex haben, wenn er die Gelegenheit hätte und es aufgrund der künstlichen Moral und solcher Verträge wie der Ehe keine Probleme geben würde.

Früher galten Frauen als Besitz. Die Ehe sollte das Besitzrecht regeln.

Heute verursacht die Ehe aber mehr Probleme als sie löst. es würde wesentlich weniger Trennungen geben, wenn man nicht Sexualität und Ehe aifeinander beschränken würde. Ich persönlich sehe es nicht als Betrug, wenn meine Partnerin mal eine Situation ausnutzt um Sex zu haben. Zb wenn bei einem Mädelsabend, einer Geschäftsreise oder anderen Situation eine Gelegenheit zum Sex mit einem anderen entsteht. Ich freue mich dann für sie, weil Liebe heißt, dass man das Glück des anderen über das eigene stellt. Und wenn sie Spaß haben kann, freut mich das.

Betrug wird es erst dann, wenn man es gezielt und heimlich tut. Denn Ehrlichkeit ist das wichtigste Element der  Liebe.

Aufgrund der religiös beeinflussten Moral tun es aber viele heimlich und erzeugen damit Probleme.

Würde man jetzt noch eine polygame Ehe einführen, würden sich diese und andere Probleme exponentiell erhöhne. Nicht zuletzt könnte man sich gar nicht vernünftig um mehrere Partnerinnen gleichermaßen kümmern.

OhNobody 04.07.2017, 11:38

Würdest Du Deiner Partnerin auch die Freiheit zum ungeschützten Verkehr gönnen?

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Blazeor 05.07.2017, 08:43
@OhNobody

Es geht dabei doch nicht um das "gönnen"...in ihre persönliche Freiheit hat man doch überhaupt nicht reinzureden. Die Partnerin allein entscheidet ob sie das will und muss die Konsequenzen bedenken. Sollte sie dadurch krank werden oder schwanger, muss das natürlich kommuniziert und bedacht werden. Aber ihr Grundsätzlich etwas zu verweigern oder verbieten..dann ist sie ja doch wieder nur "Eigentum". Eine Partnerschaft, egal in welcher (poly-/offenen/zweier) Konstellation, baut auf Vertrauen und Ehrlichkeit; ansonsten kann man es gleich bleiben lassen.

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wildcarts2 05.07.2017, 11:50
@Blazeor

Blazeor, du hast es verstanden. OhNobody aber nicht, oder will es nicht, der provoziert nur gern.

Ungeschüzter Verkehr ist in jedem Fall unvernünftig. Das hat nichts mit Partnerschaft zu tun, sondern mit Verantwortung in Bezug auf die Sache.

Ich lasse meine Frau ja auch mit meinem Auto fahren, ohne das ich darauf hinweisen muss, dass sie sich an die Schutzmaßnahmen hälte (z.B. Anschnallen, Geschwindigkeitsbegrenzung einhalten etc.)

Deine Frage zeigt, dass du generell sehr merkwürdig denkst. Du zerredest also nicht nur Dinge die gegen deine religiöse Einstellung sind, sondern auch alles andere. Daher gebe ich dir den Rat, dich mal auf das Wesentliche einer Aussage zu konzentrieren und erst nachzudenken, ob eine Äußerung Sinn ergibt oder nicht. In diesem, wie in vielen Fällen, ist es leider nicht der Fall.

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Wahrscheinlich wegen dem Bauchgefühl von Angela Merkel & Co.

Denn einen Schaden hätte niemand davon, wenn die einvernehmliche Vielehe unter Erwachsenen erlaubt würde.

Gott lehnt Polygamie ab.

Der Maßstab, den Gott für die erste Ehe in Eden vorgegeben hatte, war die Monogamie. Jesus Christus legte diese Norm auch für seine Nachfolger fest (1. Mose 2:18-24; Matthäus 19:4-6).

Vorübergehend tolerierte Gott im Volk Israel zwar die Vielehe — gab den Frauen durch Gesetze sogar Schutz — aber Jesus brachte seine Nachfolger wieder zu den Ursprüngen zurück: zur Monogamie:

"In Erwiderung sagte er: „Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, sie von Anfang an männlich und weiblich gemacht hat und sprach: ‚Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird fest zu seiner Frau halten, und die zwei werden e i n Fleisch sein‘, so daß sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch sind? Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“" (Mat. 19:4-6)

Warum wird heute per Gesetz die Monogamie vorgeschrieben?

Vielleicht, weil Deutschland noch Reste von göttlichen Vorschriften in der Gesetzgebung verankert hat?

Nach dem heutigen Zeitgeist zu urteilen ist Deutschland mit dieser Gesetzgebung rückständig — siehe "Ehe für alle". Dieses Abweichen von göttlichen Maßstäben mag zur Folge haben, dass Deutschland sich dem Islam annähert und die Polygamie gesetzlich legalisiert.

ManfredFS 04.07.2017, 15:11

Nun, Jesus hat lediglich bestätigt, dass eine Scheidung von Gott nicht gewollt ist.

Interessant ist, dass Gott Salomo liebte obwohl dieser angeblich 1.000 Frauen hatte. Anscheinend überbewerten Sekten und Kirchen das Sexuelle ziemlich und glauben, Gott würde sich vor allem darüber aufregen, wenn sich Menschen lieben. Bei Salomo scheint das nicht der Fall gewesen zu sein. 1.000 Frauen hat nun gar nichts mehr mit "ich dulde dann mal die Vielehe" dass hat eher damit zu tun, dass Salomo einen eigenen Harem sein eigen nannte und Sex wohl sein Hobby war.

Wie gesagt, Salomo war in Gottes Augen ein guter Mensch, wenn er auch Fehler machte. Aber nirgends steht, dass Gott Salomo dafür bestrafte, das er 1.000 Frauen hatte, mit denen er sexuell verkehrte. Und die Leute, die Salomo als Beispiel hinstellen, damit sind nicht nur ZJ gemeint sondern viele Gemeinschaften verurteilen es, wenn zwei junge Menschen zusammenziehen und Sex miteinander haben ohne verheiratet zu sein.

Ich nenn sowas Doppelmoral. Und Ablenkung. Gott stört sich viel mehr an anderen Dingen, an Lüge, Neid, Hass, Irrlehren, Gebote usw. und nicht daran, wenn zwei Menschen, die sich lieben zusammen leben ohne vom Staat oder der Kirche dazu eine Erlaubnis zu haben.

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Weil es nicht dem Christlichen Glauben entspricht. Also ein eher altbackenes Gesetz.

Wegen religiöser Gründe.

Weil Christus auch nur "eine Braut" hat (Offb.21,9).

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