Warum ist Trump so beliebt in den USA obwohl er viel Mist gebaut hat?

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14 Antworten

das amerikanische Volk ist prinzipiell sehr leicht beeinflussbar. Ich mache mir keine Illusionen, das sind andere auch (das sieht man daran, dass Populisten nicht nur in den USA Erfolge feiern), doch die USA sticht da schon heraus.

Die USA ist nicht leicht zu verstehen und man lernt wohl ein Leben lang dazu, sehr wichtig um sich dem anzunähern ist den "american exceptionalism" zu verstehen. Der glaube, die USA sei das beste Land der Welt und sei von Gott erwählt sitzt sehr Tief in der amerikanischen Bevölkerung.

Donald Trump ist ein Mensch der es schafft, Ängste zu schüren. Er vermittelt dem Volk, dass verschiedene Feindbilder (Migranten generell, Demokraten, Mexikaner, Muslime, etc.) dafür verantwortlich seien, dass Amerika diesen Status als das beste Land der Welt verliert bzw. verloren hat, und er es zur alten Stärke führen wird. Damit holt er sämtliche Amerikaner ab, die in irgendeiner Weise frustriert sind. Egal ob sie ihren Job verloren haben und jemand anderes mit ausländischem Namen eingestellt wurde oder ob durch anti-Diskriminierungsgesetze mehr Menschen Anspruch auf den "American Dream" erheben oder was es alles für Gründe geben mag, dass man frustriert ist. Die "alte Stärke" gibt es aber nicht. Der Wahlslogan "Make America great again" funktioniert natürlich wunderbar für diese Menschen, denn sie sehnen sich nach eben diesem "Greatest Country of the world chosen by God".

In ihrem Buch "Strangers in their own land" begab sich Arlie Russell Hochschild auf eine Reise, um zu verstehen aus welchen Gründen und Motivationen Menschen der Tea-Party-Bewegung angehören. Als Rechtspopulist ist natürlich genau diese "Tea-Party-Movement" (wie sie in Amerika heißt) die Wählerschaft die Donald Trump - egal wie sehr er auch scheitern mag - stets hinter sich hat. Um also wirklich detailliert zu verstehen, was diese Menschen antreibt, lohnt es sich das Buch zu lesen, auch wenn es von 2016 ist und somit nicht sehr aktuell.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Teilgebiet meines Studiums

Warum ist Trump so beliebt in den USA obwohl er viel Mist gebaut hat?

America first, dieser Slogan gefaellt den Amis, dann seine liberale Waffenpoltik mit den privaten Schiesseisen, kommt diesen Waffennarren gerade Recht.

Er spricht von hoeheren Beschaeftigtenzahlen, es geht voran. Damit meint er allerdings nicht die hoechsten Ruestungsausgaben aller Zeiten und seine Corona Toten.Von der rasenden Schuldenuhr, erzaehlt er seinen Buergern nichts, nur wie schlecht die Welt draussen ist, die er als Messias zur Ordnung rufen muss, einschliesslich DE von Russland fern zu halten mit seiner Sabotage.

Ein seltener Typ, von sich eingenommen, allerdings mit erheblichen Maengel behaftet, was der US Buergern eher einer der ihren sieht. Wir werden sehen?

https://www.youtube.com/watch?v=LqbjlfcU_b4

Woher ich das weiß:Recherche

Aus Sicht der Amerikaner macht er nicht nur Mist.

Ob nun Corona oder Wirtschaft, fällt für die Amerikaner uns Krisen, das ist nichts was die AmI's beeindruckt.
Fast jeder 2.Ami glaubt an Verschwörungstheorien, das ist dort Volkssport.

Trump verkörpert eben das, was sich viele Amerikaner unter einem guten patriotischen Präsidenten vorstellen. Er sagt das, was viele denken.

Trump hat auf das Herunterspielen der möglichen Gefahren gesetzt, um eine Panik zu vermeiden. Das hat natürlich seinen Preis, wie man sieht. Es ist aber dennoch besser als gar kein Konzept.

Was mich an dieser ganzen Debatte aber mit Abstand am meisten stört, ist nicht Trump, sondern die grenzenlose Überheblichkeit und Arroganz von uns Deutschen. Die meisten hierzulande wähnen sich nämlich im Recht, die Amerikaner dafür zu verurteilen, wie sie wählen und sie deshalb als dämlich hinzustellen.

Gerade beim Thema "Dummheit der Gesellschaft" sollten wir Deutschen mittlerweile ganz ruhig sein.

Tja.....: das liegt wohl daran, daß die US-Bürger keine deutschen Zeitungen lesen wo ihnen enorm kluge und fähige deutsche Journalisten Tag für Tag erklären, was Trump doch für ein Idiot, ein Trottel, ein Lügner oder ein gefährlicher Irrer ist und was er alles falsch, falscher und am falschesten macht.

Die US-Bürger haben zwar auch ein paar US-Medien die ihnen sowas erzählen möchten, aber nicht ansatzweise in einer Form wie das aktuell in Deutschland getan wird.

Offensichtlich gibts unter deutschen " Journalisten " sowas wie einen Wettbewerb, wer das Beschimpfungs-, Beleidigungs- und Abwertungsniveau gegen den amerikanischen Präsidenten täglich noch ein wenig tiefer schrauben kann.

Aktueller Tiefpunkt T-Online mit der Überschrift zu einem Artikel...: " Ist Donald Trump noch dümmer, als ohnehin schon befürchtet...? "

Es sind die gleichen " Journalisten ", die schon vor der ersten Wahl Trump´s ihm zuerst nicht die geringsten Chance auf den Job des Präsidenten und bei der Wahl noch mal weit daneben lagen, die ihm jetzt seine Politik zu Anfang der Coronakrise zum Vorwurf machen, über unsere heldenhafte Bundesregierung die zu dem Zeitpunkt das Ganze ebenfalls extrem lange heruntergespielt hat aber kein Wort der Kritik verlieren.

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