Warum ist Silber und Gold eigentlich so teuer und wertvoll?

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Das kommt natürlich immer darauf an in welcher Relation man das ganze sieht. Viele sagen sogar, dass Gold und ganz besonders Silber aktuell sehr günstig, also historisch unterbewertet sind!

Einen Teil des Preises machen die Herstellungskosten aus, dies ist auch der theoretisch niedrigste Wert auf den Edelmetalle fallen können. Denn es wurde Arbeit geleistet um das Erz aus der Erde zu holen und das Metall aufzubereiten. Diese Arbeit ist sozusagen im Endprodukt "gespeichert". Keine Miene oder Raffinerie würde Gold unter dem Herstellungspreis verkaufen. Bei unserem Papiergeld ist das anders, der innere Wert beträgt im Grunde Null (0), bzw. wenige Cent für Material (Baumvolle/Farbe) und Herstellung. Der Wert bleibt nur so lange erhalten, wie die Menschen darauf vertrauen, dass sie für den aufgedruckten Wert auch eine Gegenleistung erhalten. Sobal die Menschen das Vertrauen in die Währung verlieren, fällt der Wert rapide.

Der andere Teil des Preises sollte sich nach Angebot und Nachfrage richten, der Markt müsste also den Preis festlegen. Aus diversen Gründen ist das bei Gold aber anders, hier legen ein paar Banken (zwei Mal) täglich den Preis "willkürlich" fest, Stichwort LBMA.

Auf der anderen Seite ist Gold = Geld (also kein gewöhnlicher Rohstoff) und damit eine ganz besondere Währung. D.h. wenn der Goldpreis steigt, dann steigt nicht der Wert (in Form von Kaufkraft) sondern die Kaufkraft des Euros (respektive der Währung in der Gehandelt werden soll) sinkt! Das ist ganz wichtig und wird von vielen nicht betrachtet (oder wissentlich verschwiegen).

Warum sonst sollten Notenbanken diverser Länder so große Goldvorräte horten? Warum nicht Rhodium, Iridium, Plutonium, Tritium, Uran, Lithium oder Diamanten?

Relativ gesehen ist die Kaukraft von Gold über die letzten rund 5.000 Jahre sehr stabil geblieben. Das schafft keine heutige Währung! Für eine Unze Gold konnte man sich vor einhundert Jahren genau so gut einkleiden wie heute. Und auch ein Auto, beispielsweise das Ford T-Modell (ca. 1kg Gold damals). Auch heute bekommt man für den Gegenwert von einem Kilo Gold einen Neuwagen. Bei Silber passt der Vergleich der Brotpreise besser, aber auch hier ist die Kaufkraft erhalten geblieben.

Würde man heute eine Truhe mit Millionen von Reichsmark finden, wären diese nichts mehr Wert. Der gleiche Betrag von damals in Gold... und selbst ein Goldschatz der noch sehr viel älter ist, verliert nichts von seinem Wert.

Das bedeutet, wer seine geleistete Arbeit, also die Kaufkraft längerfristig bewahren will, ist mit Edelmetallen auf der sicheren Seite. Auch wenn die Kurse zwischenzeitlich etwas schwanken. Dies bildet dann wie gesagt nur die Schwankungen der Kaufkraft der jeweiligen Währung ab.

Ich würde daher sagen, Gold hat eine sehr hohe Wertdichte! Damit ist es Wertvoll. Ob es teuer ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Silber ist billig :-) aber mindestens genau so wertvoll, nur eben mit einer sehr viel geringeren Wertdichte.

Silber und Gold sind so teuer, weil sie so selten/begrenzt und so gefragt sind, weil sie so oft gebraucht werden, z. B. Schmuck, Elektronik. Dazu kommt noch das sie nicht einfach zu gewinnen sind.

Diese Metalle sind nunmal seltene Rohstoffe. Aber die sind im Vergleich zu anderen, seltenen Metallen eher billig. Da gibt es ganz andere Metalle die viel wertvoller sind.

Weil es selten ist und schön aussieht.

Da es relativ selten ist.

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