Warum ist Sex vor der Ehe eine Sünde?

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17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das konservative 'Sex nicht ohne Trauschein' ist mitnichten eine Erfindung des Christentums. Zumindestens hatten gerade die germanischen Staemme eine sehr strikte Regelung, was die Eheschliessung und den Kontakt zwischen den Geschlechtern anging. Als die Roemer nach Mitteleuropa kamen, waren die Germanen entsetzt ueber die moralischen Vorstellungen dieser hochentwickelten Kultur. Im heutigen Deutschland lebten die Menschen bereits monogam, die Sitte der Roemer sich Sklaven als Sexspielzeug zu halten, homosexuelle Praktiken und die Moeglichkeit mehr als eine Frau zu heiraten, waren den Germanen ein Greuel...

Der Ursprung der christlichen Lehre stammt aus dem Judentum, wo Polygamie allgemein akzeptiert war, auch wenn es heute praktisch nicht mehr vorkommt. Das eigentliche Problem mit der Heirat, ist die dami verbundene Mitgift, die Tradition der Eheschliessung hatte halt auch wirtschaftliche und - im Falle von Fuersten - politische Gruende. Die Frau musste deshalb unversehrt in die Ehe gehen, um eventuelle Ansprueche anderer Maenner auszuschliessen und die Hoehe der Mitgift rechtfertigen.

Im heutigen Europa ist diese Sichtweise sicher ueberholt, obwohl es Bestrebungen gibt, Junge Leute mit einem Geluebte an die Enthaltsamkeit zu binden. Das muss jeder mit sich selber ausmachen, ich denke man muss verantwortlich mit seinem und dem Koerper von anderen umgehen. Das fruehe Sexleben kann sicher auch nachteilig sein, vor allem dann, wenn sich z.B. eine 15 jaehrige mit einem aelteren Mann einlaesst (was ganz nebenbei auch strafbar ist). Aufklaerung bereits im Vorschulalter hat sicher dazu beigetragen, das vor allem junge Maedchen nicht bereits mit 16 schwanger werden, vorkommen tut es aber weiterhin vor allem in sozial benachteiligten Bevoelkerungsschichten...

Darf ich fragen wo du das mit den Germanen her hast?

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@nyrianne

Ist die allgemeine Erkenntnis aus der Forschung ueber germanische Staemme. Diese Eigenschaft findest Du z.B. auch bei den Wikingern...

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Es ist ja nur, damit man nachdenkt, bevor man zu früh die Bedeutung verkennt. Und Sex zum Konsumartikel macht, bevor man weiß, wie sich das eigentlich anfühlt.

Also, dafür muss man historisch mal eine Weile zurückreisen. Liebe, wie wir sie heute kennen, ist frühstens eine Erfindung der Romantik (19.Jahrhundert). Zuvor hat man geheiratet um Kinder in die Welt zu setzen. Ehe hatte nichts mit Liebe zu tun. Viel mehr mit Verbesserung der eigenen Lebenssitation, Machtausweitung oder sonstige wirtschaftliche oder gesellschaftliche Gründe. Sexualität wurde von daher schon auf die Ehe beschränkt, damit der Mann sich auch sicher sein konnte, dass das Kind seiner Frau auch von ihm gezeugt wurde. Im Mittelater kommt das Christentum noch hinzu. Besonder gottgefällig lebte, wer keine sexuelle Aktivitäten auslebte. Da musste man ein Weg finden, um Sexualiät dennoch möglich zu machen. So wurde Liebe zu Sünde,die nur unter der Voraussetzung der Fortpflanzung erlaubt war. Was auch noch ganz witzig ist, im Laufe der Geschichte betraf die eheliche Treue eigentlich immer mehr die Frauen. Männer hatten mehr Rechte, konnten andere Frauen, oder auch Männer (wie in der griechischen Antike) treffen. Gind die Frau in der Ehe allerdings fremd, war die Erbfolge nicht mehr sicher nachvollziehbar.

Die romantischen Klaenge der Laier lauschten bereits die alten Griechen, Roemer und wohl auch die juedischen Zivilisationen vor mehr als 3000 Jahren. "Herz, mein Herz, von ausweglosen Kümmernissen wirr und wüst", sang 650 v.Chr. der Poet Archilochos, weil Ihm der Schwiegervater seine Braut nicht geben wollte. Die Lyrikerin Sappho stuerzte sich wegen einer unerfuellten, lesbischen Liebe von einem Felsen ins Meer. Selbst im so dunklen MA besangen Minnesaenger die Liebe in unzaehligen Liedern. Die Ritter waren sogar so eifersuechtig, dass sie Ihre Ehefrauen in Keuschheitsguerteln einschlossen, wenn sie in den Krieg zogen...

Die Liebe ist warscheinlich genauso alt wie die Zivilisation, waere auch merkwuerdig warum sich dieses Gefuehl erst im 18. Jh eingestellt haben sollte...

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Wo in der Bibel steht ich darf keinen Sex vor der Ehe haben?

Ich hatte eine Unterhaltung mit einem christen, ich respektiere die Religion als solche und finde viele Dinge darin auch aus humanitärer Sicht ganz gut (Nächstenliebe, bestreben nach Frieden, Krankenhäuser resultierten ja auch daraus) aber darüber will ich garnicht reden.

Er sagte mir Sex vor der Ehe sei nicht erlaubt, ich habe nachgeschlagen und versucht die Stelle zu finden. Explizit stimme ich darüber ein dass Sex und Liebe zusammen gehört und das Sex ohne Liebe für einen Christen tabu ist.

Kein Sex vor der Ehe konnte ich in keiner Zeile finden, alles was ich fand ist man soll sich nicht der hurerei hingeben.

Er sagte mir Sex vor der Ehe sei Hurerei, da schlug ich natürlich im Duden nach, die Bedeutung kann ja jeder selbst nachschlagen und auch damit konfrontierte ich ihn. Er erzählte mir dann irgendwas, aber ich glaube so sicher war er sich selbst nicht mehr.

Ich habe es sogar anders verstanden, wer Sex mit einem Menschen hat der ist bereits im Bund der Ehe und zwar vor Gott. Denn mit dem "miteinander schlafen" geht man bereits eine geschlechtliche Vereinigung ein die vor Gott als Ehe bezeichnet wird, sich aus dieser Vereinigung zu lösen würde einen Ehebruch nach sich ziehen.

So habe ICH das verstanden, das sind MEINE Erkenntnisse, keine Ahnung ob die richitg sind, aber jetzt wollte ich nochmal gläubige christen fragen:

Warum ist sex vor der ehe "verboten". Vorausgesetzt Liebe ist im Spiel und nicht die bloße Lust. Und wo genau steht das?

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