Warum ist Selbstmord verboten?

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14 Antworten

Selbsttötung ist nicht verboten.

Ist es das?

Wäre eigentlich Quatsch (außer für Gläubige), denn es gäbe keine Konsequenz, mit der man rechnen bräuchte.

Angenommen es ist verboten, dann ist die einzige Erklärung, die ich dafür habe die, dass die Menschen denken sollen: "Oh, das ist verboten. Verbotene Dinge macht man besser nicht. Dann bringe ich mich besser nicht um."

Selbstmord ist nicht verboten. Wenn er denn gelingt, kann man den Täter sowieso nicht mehr bestrafen. Wenn er misslingt, es also beim Selbstmordversuch bleibt, wird der Mensch nicht bestraft. Es gibt nämlich kein entsprechendes Gesetz. Außerdem geht es diesem Menschen sowieso schon schlecht genug.

Es ist in Deutschland nur verboten, mit aktiver Sterbehilfe ein Geschäft zu machen, also Menschen, die Selbstmord machen wollen, eine Giftmischung zu verkaufen.

Zwangseinweisung, ein unschönes Wort für einen noch unschöneren Umstand: 24 Stunden in einer geschlossenen Psychiatrie eingewiesen zu sein ist eine lange Zeit, vor allem weil man nicht weiß, was danach geschieht, denn ein Richter entscheidet, ob eine akute Selbst-oder Fremdgefährdung vorliegt. Was sind die Rechte des Patienten, wie weit dürfen Richter im Normal- doer Extremfall gehen?

Rechtbücher, Mr. T in DC©Flickr

Wenn ein Patient auf einem beschränkten Raum festgehalten wird, sein Aufenthalt ständig überwacht wird, Bettgitter oder gar Gurte angebracht werden, sedierende (stark beruhigende) Medikamente gegeben werden oder auch die Kontaktaufnahme mit Personen außerhalb durch Sicherungsmaßnahmen verhindert werden kann liegt Freiheitsentziehung vor. Ist das immer legal oder sogar legitim? Das Gesetz für psychisch Kranke (PsychKG)

Die sofortige Zwangseinweisung in eine psychiatrische Klinik bzw. in die Abteilung für Psychiatrie einer großen Klinik und entsprechende Zwangsmedikation erfolgt entsprechend dem “Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG)”.

Dieses Gesetz ist von Land zu Land etwas anders, im Wesentlichen aber besteht grundsätzlich Konsens darüber, dass “akut konkrete Fremd- oder Selbstgefährdung” vorliegen muss um eine sofortige erzwungene Einweisung rechtfertigen zu können. Vor Ablauf von 24 Stunden nach der Einweisung muss ein Richter des Betreuungsgerichtes / Vormundschaftsgerichtes die Zwangseinweisung gutheißen oder aufheben. Die Zwangseinweisung

Bei nicht vorliegender Gefährdung kann eine Zwangseinweisung z.B. wegen der Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts angefochten werden. Zwangseinweisung als Sofortmaßnahmen durch die Verwaltungsbehörde setzt ein aktuelles ärztliches Zeugnis voraus. Der Patient muss stark selbst- oder fremdgefährdend sein, bedingt durch eine psychische Störung. Sofortige Unterbringungen gelten allenfalls bis Ablauf des Folgetages. Fremdgefährdung liegt z.B. vor wenn der Mensch andere Menschen tätlich angreift, unkontrolliert am Straßenverkehr teilnimmt etc.

Nach der Zwangseinweisung muss eine Aufnahmeuntersuchung durchgeführt werden. Bei schweren Störungen, bei denen die Gefährdung weiter unterstellt werden muss und keine freiwillige Behandlungsgrundlage möglich ist, wird das Vormundschaftsgericht informiert, das dann für das Unterbringungsverfahren zuständig ist. Bei einer richterlichen Verfügung gilt: keine rechtliche Verfügung, d.h. also in diesem Fall die erzwungene Einweisung ohne rechtliches Gehör des Betroffenen.

Betreuungsrechtliche Unterbringungen nach §1906 Abs. 1-2 BGB können ebenfalls Zwangseinweisungen bewirken, wenn der rechtliche Betreuer dafür berechtigt ist.

Mit zusätzlicher Genehmigung des Vormundschaftsgerichtes wird der Patient dann auf Wirken seines Betreuers untergebracht. Voraussetzung ist auch hier eine vorhandene Suizidgefahr respektive Fremdgefährdung und die Dringlichkeit einer entsprechenden Untersuchung des Gesundheitszustands oder einer ärztlichen Behandlung, die ohne den Zwangsaufenthaltsort des Betreuten nicht durchgesetzt werden kann, weil der Betreute auf Grund einer psychischen Krankheit oder geistigen seelischen Behinderung die Erfordernis der Unterbringung nicht erkennen kann.

Dies nennt man Behandlungsunterbringung. Die Zwangseinweisung sucht- oder psychisch kranker Straftäter geschieht auf Grundlage strafrechtlicher Bestimmung im Verfahren nach § 126 a einstweilig der Strafprozessordnung StPO und materiell rechtlich nach den Paragraphen 63 und 64 Strafgesetzbuch StGB (vgl. Maßregelvollzug).

Polizeibehörden können Personen bei Gefahr im Verzuge auch nach den Sicherheits- und Ordnungsgesetzen oder Gefahren-Abwehrgesetzen der Länder festhalten. In fast allen Ländern und Regionen werden auf diese Weise Personen, die psychisch auffällig erscheinen einem Psychiater vorgestellt. Wenn die Zwangseinweisung nicht gerechtfertigt ist

Die o.g. Gesetze werden leider auch immer wieder zu Ungunsten von Betroffenen ausgelegt. Das heißt, es können Personen eingewiesen werden, die einer Zwangseinweisung nicht bedürften und bei denen die Einweisung nicht gerechtfertigt ist.

Denn es gibt Einzelfälle in denen Polizeibeamte, die Gesetzeslage entsprechende interpretieren und aus Abschreckung oder Maßregelung angebliche Suizidgefährdete in die psychiatrische Klinik einweisen lassen (wollen). Natürlich kann man Menschen auch mit “Argumenten” zwingen sich besser “freiwillig” einweisen zu lassen. Mit ensprechendem psychischen Druck gleicht dies einer Zwangseinweisung.

Die vom Gesetzgeber auch im Grundgesetz verankerten Freiheits- und Persönlichkeitsrechte werden hierbei teilweise oder ganz übergangen. Wen interessiert schon, was ein “Irrer” sagt. Und natürlich ist man abgestempelt als “annormal”, sobald Auffälligkeiten auftreten, vor allem, wenn ein Arzt oder Polizist sie “feststellt”.

Das ist ein echt langer Text. Könnte man kurz dafür sagen:

Wenn jemand psychisch krank und stark selbstmordgefährdet ist, dann kann er in eine Klinik zwangseingewiesen werden. Und das ist praktisch für ihn so etwas wie eine Strafe (z.B. für einen Selbstmordversuch).

Aber wenn jemand jetzt nicht psychisch krank ist und sich nur umbringen will, weil er "echte" Gründe hat, dann darf man ihn doch nicht zwangseinweisen, oder?

Die Frage ist nur, wer das jetzt richtig entscheiden kann, ob ein Selbstmordkandidat psychisch krank ist oder nicht.

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Wenn es verboten ist, hat das meistens mit religiösen Motiven zu tun, von wegen »Du hast kein Recht auf deinen Körper«.

Allerdings ist das ohnehin egal: belangt kann niemand dafür werden. Und eine Todesstrafe für versuchten Selbstmord wäre grotesk.

hallo NavRec,

wer soll einem das verbieten? Ich denke, wenn du dich umbringen willst tust du es, danach kannst du eh nichtmehr ins gefängnis kommen oder so, wenn du eh tot bist...

gruß schwarzerbogen

Menschen die Selbstmord begehen sind niemals psychisch gesund.

Wenn sie es wären, würden sie keinen Selbstmord begehen.

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Warum es dieses Gesetz gibt, kann ich dir nicht sagen.

Faktisch wird es aber nicht angewendet, denn es ist noch keiner ins Gefängnis gekommen, nach einen gescheiterten Suizid versuche.

Wahrscheinlich ein Überbleibsel aus vergangenen Zeiten, was sich an die Kirche anlehnt.

Mal ganz offen gesagt: Ihre Meinung ist für'n Ar...! Warum? Weil Sie erstens kein Fachmann zu sein scheinen, der sich damit beschäftigt hat, dass es durch aus plausible Gründe gibt, aus dem Leben treten zu wollen (nicht nur ein körperliches Leiden) Subjektives Leiden, kann niemals objektiv betrachtet werden, deshalb unterscheidet man das auch. Weiter werde ich mir hier nicht äußern, da es Ihre geistige Weite zu übertreffen scheint ... Wie wäre es mal mit etwas mehr Sensibilität? Achja, ich vergaß: Nett sein lernt man erst wieder, wenn man selbst was hat und plötzlich erkennen muss, dass es auch noch eine ander Seite gibt ... Einen schönen Tag noch und ein schönes, sorgenfreies Leben, damit Sie bloß niemals in Versuchung geraten, über den Tellerrand gucken zu müssen!

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1, ist es soweit ich weiß nicht verboten, höchstens die beihilfe... 2. bringen sich psychisch normale Menschen nicht um!

Verboten ist es Nicht Wer Selbstmord begehen will der tut es auch ob das nun Gut/Gesund ist eine andere Frage................

Diese Frage lässt zwei konträre Antworten zu.

Wenn du das Rechtssystem - das Gesetze meinst, dann lautet die Antwort:

1.) Selbstmord ist nicht verboten ... und kann es auch nicht sein, denn wer wäre imstande einem Menschen, welcher durch Selbstmord sein Leben beendet hat, zu bestrafen? Und ein Verbot ohne Konsequenz, ohne Strafe gibt es in unserem Rechtssystem nicht.

Wenn du eine Religion meinst - dann lautet die Antwort:

2.) Selbstmord ist deswegen verboten, weil auch ein SELBST-Mord ein Mord ist. Und in jeder der großen Religionen ist Mord eine schwere Sünde.

EMM wer will dich aufhalten wenn du vom wolkenkratzer springst?

Das ist nicht verboten !

Es ist nur verboten dazu Hilfe zu leisten !

wer will es einem verbieten?

warum sollte es erlaubt sein wenn menschen sich umbringen ??

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