Warum ist schwul sein im islam verboten?

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7 Antworten

Homosexualität auszuleben ist im Islam verboten. Wen es trifft, der sollte sich entsprechend verhalten. Dafür gibt es Regeln.

Allah sagt im Koran in Sure 26 Vers 165+166:

165 Wollt ihr euch denn mit Menschen männlichen Geschlechts abgeben (a-ta`tuuna z-zukraana mina l-`aalamiena)
166 "und (darüber) vernachlässigen, was euer Herr euch in euren Gattinnen (als Ehepartner) geschaffen hat? Nein, ihr seid verbrecherische Leute."""

Tirmidhi, Nasaa‘i und Ibn Hibban berichten in ihren ‚Sahih-Werken, dass der Prophet (salla-llahu alayhi wa sallam) sagte:
„Allah wird denjenigen Mann nicht anschauen, welcher den Geschlechtsakt mit einem Mann oder einer Frau über den Anus praktiziert.“ (Ibn
Majah, Sunan, Buch der Heirat Nr. 1923, u.a.)

Damit gibt es für keinen Muslim einen Spielraum in dieser Sache.

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Kommentar von earnest
19.02.2016, 08:47

Hier zeigt sich wieder einmal, wie aus der Zeit gefallen eine wörtliche Befolgung von Äußerungen aus dem Mittelalter ist: Wer heutzutage Homosexualität - wie hier - als "Verbrechen" bezeichnet oder auch nur in die Nähe von "Verbrechen" rückt, ist in der Gegenwart nicht angekommen.

Was übrigens von solch fadenscheinigen Hadithen zu halten ist, wurde auf GF oft genug ausgeführt ...

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Es zu sein an sich ist nicht verboten, man selbst kann nichts dafür. Es auszuleben u.a. durch gv zu anderen Männern ist verboten.

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Was sagt der Islam über Homosexualität?

Wie Christen und Juden halten auch Muslime die sexuelle Erfüllung in der Ehe von Mann und Frau für den Idealzustand. Sex in der Ehe gilt als Kommunikationsmittel, er soll Vergnügen bereiten und ist nicht auf die Fortpflanzung beschränkt. Homosexualität gilt als abnormal. In manchen Gegenden wird sie als Verbrechen behandelt, das nach islamischem Recht zu bestrafen ist, während in anderen Gegenden Homosexualität zwar toleriert wird, die Homosexuellen aber gesellschaftlich nach wie vor ausgegrenzt werden. Heute setzt sich eine kleine Minderheit schwuler Muslime für die Anerkennung ihrer Rechte in der Gemeinschaft ein. 

Quelle: Von Kopftuch bis Scharia von Prof. John L. Esposito, Seite 179

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Ein islamischer Gelehrter meinte  zu mein Kumpel ..das es erlaubt sei im Islam zu lieben wen man will.

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Kommentar von Ertugrul97
19.02.2016, 02:33

Wow, dir fällt eine bessere Antwort ein? Glückwunsch wirklich...

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Moin.

Ich denke, die grundsätzliche Ablehung der Homosexualität beider großen Religionen ist vor allem, der zum Zeitpunkt ihrer Entstehung, im antiken Griechenland und römischen Reich, praktizierten und geduldeten Päderastie geschuldet.

https://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%A4derastie

ASRvw de André

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Kommentar von earnest
19.02.2016, 12:27

Ich denke , daß es im Christentum eher an dessen z.B.  von Paulus gepredigter grundsätzlicher Sinnenfeindlichkeit (zumindest außerhalb der Institution Ehe) lag.

Ich finde es unangebracht, ja, gefährlich, die beiden Begriffe "Päderastie" und "Homosexualität" heute derart miteinander zu verknüpfen.

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Weil es sich um ein archaisches Glaubenssystem handelt, in dem alles Sexuelle, was sich außerhalb der Ehe abspielt, verboten ist.

Das ist im streng biblisch orientierten Christentum kaum anders. 

Das "Interessante" am Thema Homosexualität im Islam: Homosexualität ist, wie man auch bei GF immer wieder lesen kann, nicht als solche verboten: Sie darf "nur" nicht praktiziert werden. 

Wie das "in der Praxis" funktionieren soll, wird allerdings nicht verrraten. 

Gruß, earnest

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Kommentar von thinkagain
22.02.2016, 11:20

Das hast du genau richtig beschrieben.

Kein Mensch kann etwas für seine sexuellen Neigungen, daher ist es auch grundsätzlich nicht verboten homosexuell zu sein.

Es ist nur verboten seine Homosexualität auszuleben, d.h. durch Geschlechtsverkehr oder sonstige Aktivitäten.

Das mag sich natürlich brutal anhören, sein ganzes Leben auf ein gewisses Maß an "Liebe" zu verzichten, aber als Muslim wartet die Belohnung nach dem Tod auf uns.

Es ist für dich, als überzeugter Atheist, wahrscheinlich sehr schwer das Ganze nachzuvollziehen, aber das ist der Grundgedanke dahinter.

Ich hoffe, ich konnte dir diesen Aspekt ein bisschen näher bringen.

Gruß, thinkagain

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Beide Religionen stammen aus dem Mittelalter, und es gab Zeiten da war die Erde nicht übervölkert sondern fast schon unterbevölkert, sich zu vermehren war das a und o. 

Alle sexuellen Annäherungen außerhalb der Ehe, oder die nicht zur Fortpflanzung dienten waren verpönt und verboten.

Außerdem wirst du zu diesem Thema, wie zu jedem anderen eigentlich auch, sowohl im Christentum als auch im Islam die unterschiedlichsten Meinungen hören, da alles um die Auslegung geht. 

Fraglich ist natürlich ob solche Regeln und Lebensweisen von vor über 1000 Jahren Platz in unserer heutigen Gesellschaft haben. 

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