Warum ist Rugby in Deutschland so wenig verbreitet?

6 Antworten

Rugby war vor dem 2. Weltkrieg und der Zeit der NS in Deutschland weitaus verbreiteter als es das jetzt ist. Die Propaganda sah in Fußball (der übrigens ebenfalls englisch ist) eine weniger "dreckige" Art der Körperertüchtigung. Deshalb wurde Fußball als Nationalsport gefördert. (Der DRV ist übrigens noch vor dem DFB gegründet worden)

Von diesen Zeiten hat sich der Sport Rugby noch nicht wirklich erholt.

Was nun die Umsetzbarkeit an Schulen anbelangt so liegt das meiner Meinung nach nicht an den Unfallrisiken oder Sportstätten, wie hier an anderer Stelle behauptet wurde. Das ist kompletter Humbuck! Erstens kann man Rugby auf jedem Untergrund spielen; Zweitens sind die Unfallstatistiken mit Fußball durchaus vergleichbar wenn nicht gar geringer. Einzig die mangelnde Anzahl an rugbyerfahrenen Sportlehrern ist der Grund.

Der Rest ist Gewohnheit. Von Seiten der Schulbehörde, der Sportler und zuletzt auch der Fernsehzuschauer. Den sein wir mal ehrlich, was wir in der Glotze nicht vorgesetzt bekommen ist auch nicht populär.

Gleich kommt sicher ein breitschultriger Mann von irgendwo her aus diesem Forum und wird das besser erklären...;-) Ich vermute aber mal, dass es mit der (Kultur-)Geschichte dieses Sports zusammenhängt: Rugby stammt, soweit ich weiß, aus England, wird gern in den Ländern des Commonwealth gespielt (also auch Australien, Neuseeland..). Und hier ist dieser Sport einfach nicht so "verwurzelt" wie in den genannten anderen Ländern.

Weil der normale deutsche Fernsehzuschauer Rugby nicht folgen kann. Deshalb.

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