Warum ist Rassismus schlecht?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

An Sicht eigentlich nur jedem das seine, kann oft Menschen innerlich verletzten aber man sollte das alles mit Humor nehmenđŸ€”

Rassismus an sich ist weder schlecht noch gut, sondern schlichtweg falsch.

Es hat nichts mit Meinung zu tun. Es hat nichts mit Weltanschauung zu tun.

Sondern die Auffassung, dass es unter Menschen verschiedene Rassen gibt ist wissenschaftlich bereits eindeutig wiederlegt und daher eine Ideologie ohne Sinn, Verstand und Beweise.

Rassismus ist in der Welt schon immer ein Problem gewesen, aber so richtig "en vogue" wurde er im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wo auch die Wissenschaft davon erfasst wurde. Unzähle Wissenschaftler haben versucht darzustellen, welche menschlichen Rassen existieren und wo sie sich unterscheiden.

Da es damals aber nicht dieselben Möglichkeiten gab wie heute, passierte dies auf rein "oberflächlichen" Merkmalen. Es wurde das Aussehen, das Verhalten und die Historie der "Rassen" betrachtet und daraus wurden allgemeine Gesetzmäßigkeiten abgeleitet.

Heute wissen wir durch Genetik und entsprechende Verfahren, dass es zwischen einem weissen Europäer und einem schwarzen Afrikaner ganz marginale Unterschiede in der Genetik gibt. Dies liegt vor allem daran, dass die Tierart "Mensch" als solche nicht so alt ist, wie andere Arten dieser Erde und es noch keine Diversivfizierungsprozesse gegeben hat.

Äußerliche, kulturelle und zivilisatorische Unterschiede lassen sicht leicht vor allem auf Umgebungsfaktoren zurückführen.

Warum ist der afrikanische Kontinent schon immer unterentwickelt gewesen und warum ist die arabische Halbinsel entwickelter als Afrika aber nicht so entwickelt wie Europa?

Ganz einfach, weil es in Europa die größte Dichte von domestizierbaren Tieren, domestizierbaren Nutzpflanzen und die besten Zugänge zu Wasser und anderen natürlichen Resourcen gibt. Dies begünstigt die Entwicklung der Menschheit. In Afrika gibt es diese natürlichen Resourcen bis heute nicht flächendeckend.

Warum sehen asiaten, afrikaner und europäer anders aus?

Weil z.B. die Sonneneinstrahlung dafür sorgt, dass sich unterschiedliche Melaninanteile in der Haut bilden und somit eine unterschiedliche Färbung der Haut entsteht.
Unter anderem beeinflusst die Sonne auch die Stellung und Form der Augen, sowie die Kopfform.

Um das ganze abzuschließen. Ich halte es für falsch, dass das Grundgesetz noch von "Rasse" spricht. In den USA ist die Bezeichnung "race" zwar noch sehr herkömmlich, aber sie ist wissenschaftlich schlichtweg falsch.

Daher wird in der deutschen Biologie eher von "typologischen oder ethnischen Unterschieden" gesprochen.

Ende.

" Warum sehen asiaten, afrikaner und europäer anders aus?

Weil z.B. die Sonneneinstrahlung dafür sorgt, dass sich unterschiedliche
Melaninanteile in der Haut bilden und somit eine unterschiedliche
Färbung der Haut entsteht.
Unter anderem beeinflusst die Sonne auch die Stellung und Form der Augen, sowie die Kopfform.
"

Nach deiner Lokig würde ein Europäer, der in Afrika geboren ist automatisch dunkelhäutig werden und jemand  in Asien asiatische Augenform bekommen. Ich würde diesen Abschnitt an deiner Stelle etwas überarbeiten.

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@Zarebrius

Nein, ich hätte mich allenfalls deutlicher ausdrücken müssen, andererseits ist es auch tatsächlich so, dass ein Europäer der in Afrika lebt, Dunkelhäutig wird.

Ein Europäer der in Afrika geboren wird, natürlich nicht so dunkel wie ein schwarzer Afrikaner, aber jeder Mensch der sich schon mal in die Sonne gelegt hat, kann die Melaninproduktion an sich beobachten, wenn sich seine Haut braun färbt.

Da sich schwarze Afrikaner über Generationen hinweg in Afrika aufgehalten haben, ist dieser Schutzmechanismus des Körpers vor der gefärhlichen UV-Strahlung der Sonne eine angeborene Eigenschaft die dazu auch noch sehr stark ausgeprägt ist. Diese Eigenschaft steckt aber in jedem (gesunden) Menschen und wird ausgelöst, sobald sich dieser Mensch langfristig der Sonne aussetzt.

2
@MaxNoir

Eine Braunfärbung durch die Sonne ist ja wohl nicht das selbe, wie eine angeborene Eigenschaft. Ausserdem ist es bei jedem Tier so, dass dieser sich im Laufe der Generationen an die Umgebung anpasst bzw. die unangepassten einfach aussterben. Das nennt sich dann Evolution.

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@Zarebrius

Doch. Es ist aber dasselbe. Der Mechanismus der einen Afrikaner schwarz macht, ist derselbe Mechanismus der einen europäer Braun werden lässt, wenn er in der Sonne ist. Die Eigenschaft zum Braun sein, hat jeder Mensch. Afrikaner kommen damit auf die Welt und das ist eine der marginalen Unterschiede in der genetischen Struktur. Das macht sie aber noch längst nicht zu Menschen mit anderen Voraussetzungen, sondern zu Menschen deren Vorfahren anderen Umgebungsfaktoren ausgesetzt waren.

Und es ist auch nicht so, dass es zuerst den weissen Mann gab, der dann schwarz wurde. Sondern die ersten Menschen waren schwarz, weil die Schwarzfärbung der Haut eine Reaktion auf die UV-Strahlung der Sonne war.

Erst als die Menschen in Gebiete zogen, wo die UV-Strahlung nicht mehr so stark war, fing das Melanin in der Haut an sich wieder abzubauen und der Mensch wurde hellhäutiger.

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@MaxNoir

Na ja, man könnte schon ein wenig Lamarckismus in deine Darstellung hineininterpretieren. Genetische Mutation wird nicht durch individuelle Anpassung ausgelöst. Seit Darwin wissen wir vielmehr, dass genetische Mutationen sich als überlebensfähiger erweisen, wenn sie sich als besser an die natürlichen Umweltbedingungen angepasst erweisen. Daher wird ein Europäer zwar dunkler, aber nie schwarz. Ebenso wenig die Nachkommen von Europäern. Es sei denn, es entsteht mal wieder irgendein Mutant bei der Vererbung.

Es gibt ja auch noch weitere genetische Unterschiede zwischen Europäern und Afrikanern. Zufällig habe ich gestern mal gelesen, dass ca. 15 % der Europäer/Deutschen laktoseintolerant sind aber ca. 90 % aller Afrikaner!

Nur begründen solche marginalen Unterschiede keine eigenständigen Rassen und schon gar nicht irgendwelche Werthierarchien. :-)

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@MaxNoir

Wir reden aber von Prozessen, die sich innerhalb von Tagen bzw. dem Leben eines Menschen vollziehen und den Prozessen, die sich über Generationen entwickeln. Das ist nicht das selbe, auch wenn der zugrunde liegende Mechanismus derselbe ist.

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Ich bin kein Anglizist, aber im Englischen ist der Begriff "race" wohl auch harmloser konnotiert als im Deutschen und hat eher die Bedeutung von "Art"... Vielleicht liest earnest das hier ja...

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Jetzt wird es mir zu kompliziert.

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Mich stört allerdings noch ein Punkt bei dir (auch wenn dieser nicht zu der ursprünglichen Frage passt).

Du schreibst : "

Warum ist der afrikanische Kontinent schon immer unterentwickelt

gewesen und warum ist die arabische Halbinsel entwickelter als Afrika
aber nicht so entwickelt wie Europa?

Ganz einfach, weil es in Europa die größte Dichte von domestizierbaren Tieren, domestizierbaren Nutzpflanzen und die besten Zugänge zu Wasser und anderen natürlichen Resourcen gibt. Dies begünstigt die Entwicklung der Menschheit. In Afrika gibt es diese natürlichen Resourcen bis heute nicht flächendeckend.

"

Ich finde das ist nicht die einzige bzw die ausschlaggebende Ursache. Andere Völker haben auch in Europa gelebt ohne über die Dorfgemeinschaften hinauszuwachsen. Erst mit dem Einzug bestimmter Ideologien wie dem Stellen des Menschen über die Natur (totalitäre Religionen), dem Druck, der durch die anderen Völker entstand (Römisch/Christlich/Mongolen...) und dem Bevölkerungswachstum haben die Europäer einen riesigen Entwicklungssprung hingelegt.

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@Zarebrius

Ich denke, er betrachtet die zitierten Aussagen nicht als abschließend, sondern lediglich als Hinweis darauf, wie man das Problem richtig eröffnen und dann in deinem ausgeführten Sinne weiterentfalten muss...:-)

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@Zarebrius

Ja, aber auch der Einzug oder überhaupt das Entsehen von Religionen, Kultur, Politik, etc. ist eine Entwicklung der wirtschaftlicher Entwicklung voraus geht.

Das fällt ja nicht vom Himmel und dem Menschen einfach ein, sondern erst kommt eben das Fressen, dann kommt die Moral.

Und auch der Bevölkerungswachstum lässt sich natürlich darauf zurückführen.

Also, ja, klar, es gibt unzählige weitere Faktoren aber diese sind eben auch mit jenen Faktoren verstrickt die ich genannt habe.

Ich will jetzt auch keine Haarspalterei hier betreiben. :)

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"die Auffassung, dass es unter Menschen verschiedene Rassen gibt ist wissenschaftlich bereits eindeutig wiederlegt"

Hast Du keine Augen im Kopf? PygmĂ€en sind z.B. nur halb so groß wie durchschnittliche Weiße und haben zumal ganz braune Haut, siehe:

http://www.fotocommunity.de/photo/pygmaeen-jens-detlev-beutler/11739315

Geh mal auf eine Hundeausstellung und schau mal was es dort alles fĂŒr verschiedene Hunderassen gibt, die sehen auch ganz unterschiedlich aus. Bei den Menschen ist es genau so.

Also, lass Dir nicht so ein Blödsinn einreden, dass es so etwas nicht gibt ;)

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@yxz2001

Bist du doof? Es gibt auch unter Hunden keine wirklichen Rassen. Es gibt typologische Arten. Rassen impliziert, dass es unüberwindbare Unterschiede zwischen den unterschiedlich aussehenden Menschen gibt und die gibt es schlichtweg nicht. 

Hättest du den ganzen Thread gelesen und nicht nur Fetzen, würdest du wissen, dass wir bereits festgestellt haben, dass das Wort Rasse schon längst ausgedient hat und man heute eher von Ethnien oder Typologien sprechen muss. 

Ich muss mir btw. nichts einreden lassen. Ich habe den Biounterricht am Gymnasium mit einer glatten 1 und das basiert immerhin auf WISSENSCHAFT und nicht auf nem Link den du postest.

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Rassismus ist in dem Sinne schlecht, weil diese Ideologie auf erbbiologischen und soziokulturellen Behauptungen aufgebaut ist, die schlicht und ergreifend wissenschaftlich falsch sind oder aus Kontexten gerissen werden um falsche Tatsachen zu schaffen um wiederum den eigenen Narzissmus zu stärken.

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