Warum ist Patriotismus in Österreich nicht so stark geächtet wie in der BRD?

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9 Antworten

Naja, vielleicht ist da noch ein bisschen Stolz übrig weil der letzte grosse Patriot Europas immerhin Österreicher war. Vielleicht schreitet die politische Entwicklung des Landes aber einfach nur ein wenig langsamer voran. Dass Patriotismus gesellschaftlich geächtet wird ist natürlich nicht gut. Andrerseits bin ich aber auch der Meinung dass Patriotismus kindisch ist..

Die Deutschen haben ihre Regierungen nie in der Form glorifiziert wie zum Beispiel die Österreicher.

Die Deutschen hatten auch eine ganz andere Einstellung zu zum Beispiel Adeligen.

Sozialismus war daher schon früh ein Thema in dem deutschen Volk.

Eine Erschwernis hat Deutschland allerdings tatsächlich durch den Nationalsozialismus erhalten, und sehr viele Deutsche haben sich für diese unsägliche Schande der Menschlichkeit geschämt.

Die Österreicher hingegen haben die NS-Zeit regelrecht verdrängt. Dabei gibt es in Österreich nach wie vor Orte vor denen es einem grausen kann. Ich denke da zum Beispiel an ein aktives Spital, in dessem Fundament noch hunderte geistig behinderte Kinder aus Deutschland und Österreich einzementiert sein sollen. So etwas würde es in Deutschland wirklich nicht geben.

 Glorifizierung?

Wie dann siehst Du das Verhältnis Österreichs zum Adel seit  der Abschaffung aller Adelstitel 1919?.

 Der Vergleich zu uns ist bezeichnend.

In unserer deutschen Presse werden die Adelstitel ständig namentlich zelebriert, während der Doktortitel weggelassen wird.

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Patriotismus und Rechtsradikalismus sind zwei vollkommen unterschiedlich Dinge.

Ich hab auch nicht das Gegenteil behauptet.

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@GONNIEG

Habe ich auch nicht behauptet. Aber ich habe dennoch das Gefühl, als ob du beides ein wenig vermischt. Aber vielleicht irre ich mich ja. 

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naja beides ist sehr sehr sehr RÜCKSCHRITTLICH

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@Autonomia

Was ich rückschrittlich finde: Wenn Menschen nicht akzeptieren können, dass eine Demokratie ein breites Meinungsspektrum von links nach rechts braucht und sich stattdessen nur auf eine Meinung versteifen. Demokratie lebt nur von Diskussion!

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Nach dem zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland eine alliierte Besatzungsmacht, die nie wieder wollte, und auch reichlich dazu hingearbeitet hat, dass Deutschland so patriotisch wird, dass es einen zweiten Hitler geben könnte. In Österreich war das nicht ganz so stark. Hauptsächlich deswegen hat Österreich, wie auch die meisten anderen europäischen Staaten, einen stärkeren Hang zum Patriotismus als Deutschland.

Die offiziellen Meinungen zum Patriotismus mit seiner heute modischen Ächtung solltne Dir egal sein.

Du darfst Deine Heimat lieben und keiner verbietet das.

Mir geht es immer so, wenn ich aus dem Ausland wieder zurück komme.

Das liegt natürlich vor allem an der nationalsozialistischen Vergangenheit.


Naja Jain. Das liegt vor allem daran, dass der deutsche Nationalsozialismus am Meisten verbreitet wurde bzw. am stärksten ins Kreuzfeuer geriet. Zu Zeiten Hitlers waren Roosevelt und Churchill nicht besser. In den USA und Kanada wurden massenweise "Ausländer" vergast und in England durfte sich bis 1955 ein Schwarzer nur in den hinteren Reihen hinsetzen. Man war dort nicht besser als hierzulande. Doch um Deutschland klein zu halten wird ständig in Erinnerung gerufen, wie schlecht ein Deutscher ist/war, um Deutschland als Spielball aufrechterhalten zu können. Sehe ich also eine Massenverschwörung? Ja.

Das Ganze muss im Zeitkontext gesehen werden, denn zur damaligen Zeit war rassistisches Verhalten leider normal und das fast überall. Genauso wie gerne vergessen wird, dass beispielsweise Mozart total ausländerfeindlich eingestellt war und heute wahrscheinlich als Nazi bezeichnet werden würde. Ich verweise auf die Textstelle in der Zauberflöte "weil ein schwarzer hässlich ist". Diese Einstellung war auch damals in Wien üblich und nichts unnormales.

Weitere Zitate von Churchill:


"Wenn England einmal so geschlagen darniederliegen sollte wie Deutschland nach dem Weltkrieg, dann wünschte ich mir für England einen Mann wie Adolf Hitler."

oder auch:

"Das unverzeihliche Verbrechen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg war der Versuch, seine Wirtschaftskraft aus dem Welthandelssystem herauszulösen und ein eigenes Austauschsystem zu schaffen, bei dem die Weltfinanz nicht mehr mitverdienen konnte."

Quelle: Churchill zu Lord Robert Boothby, zit. in: Sidney Rogerson, Propaganda in the Next War, Vorwort zur 2. Auflage 2001, ursprünglich 1938 erschienen. Winston Churchill, Der Zweite Weltkrieg, Scherz, München 1960. Winston Churchill in seinen „Erinnerungen".



In den USA und Kanada wurden massenweise "Ausländer" vergast

Wann und wo soll das gewesen sein?

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@MakePeaceNotWar

Dass es Konzentrationslager für Japaner gab, ist mir bekannt, und dass es in den Lagern zu Todesfällen kam, ebenfalls. Nur waren das keine Todeslager wie die deutschen KZ, und es wurde niemand vergast.

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@MakePeaceNotWar

Revisionistische, rechte Propaganda.

Ein Völkermord an 6 Mio Menschen ist in der Geschichte beispiellos, da helfen Dir auch keine Schuldzuweisungen an andere.

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Die Österreicher können die Vergangenheit besser verdrängen oder auch vergessen als wir.

Aber diese verdammten Italiener wollen uns immer noch nicht Südtirol zurückgeben 😤😠😂

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Österreich ist schon immer ein multikulturelles Land gewesen, daher denkt man dort etwas liberaler.

Wat? haha

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Er sagt es doch genau andersherum. Dass es in AU akzeptierter ist, rechts zu sein als in DE.

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Warum ist Patriotismus in Österreich nicht so stark geächtet wie in der BRD?

Das wurde uns dank dem Österreicher Adolf ja gründlich ausgetrieben, während die Österreicher sich hingestellt haben und behaupteten: wir waren brav!

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