Warum ist Ostdeutschland so unreligiös (muss ein Referat darüber machen und checke die Quellen im Internet nicht)?

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9 Antworten

Vor ein paar Tagen kam im Fernsehen eine Dokumentation „Was glauben wir?“. Da wurde diese Frage ausführlich behandelt.

Tatsache ist, dass fast 2/3 der Bevölkerung im Osten absolut nichts mit Gott, Religion oder Glauben am Hut hat und dabei weder geistig noch moralisch irgendetwas vermisst.
Als Grund dafür wurde die Unterbrechung der Tradition der religiösen Erziehung angeführt. In der DDR gab es 1,5 bis 2 Generationen lang keinerlei religiöse Erziehung.

Meine Kommentare:
Das bestätigt meine alte Aussage. Ohne religiöse Erziehung, oder wie ich sage, ohne religiöse Indoktrination bzw. religiöse Gehirnwäsche in der Kindheit und Jugend und ohne Zwang zur Religion bei Erwachsenen, wären Religionen genauso eine gesellschaftliche Randerscheinung wie andere esoterische Spinnereien auch.

Die Aussage von Religiösen, das Bedürfnis nach Glauben sei evolutionär, genetisch oder sonstwie seit Geburt im Menschen vorhanden, ist definitiv falsch.

Wurzelstock 10.07.2017, 21:53

Zumindest passt es hervorragend in dein Weltbild. Alles andere ist fragwürdig. Besonders dann, wenn die Sendung von deinen Gott-Religion-Glauben-Hutlosen gebastelt wurde.

Besonders aber wird deiner Zweidrittelmehrheit eine besondere Intoleranz nachgesagt, und unter langfristigen Unterdrückung bricht jede Religion zusammen. Das ist schon lange bekannt. Ob aber auf Dauer ein religiöses Vakuum bestehen bleibt, ist nicht bekannt.

Deshalb ist deine Antwort nichts als das Wunschdenken eines ewig gestrigen Aktivisten. Du kannst es den Kirchen auf dem Territorium der DDR einfach nicht verzeihen, dass sie euch zum Teufel gejagt haben.

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Hamburger02 11.07.2017, 14:13
@Wurzelstock

Ich finde es schon erstaunlich, woher du zu wissen glaubst, was ich zu Punkten denke, zu denen ich mich überhaupt nicht geäußert habe.

Es überrascht mich allerdings nicht, denn fehlendes Wissen durch Fantasieprodukte zu ersetzen ist die Grundlage von Religion und Glauben. Ohne diesen Mechanismus gäbe es keine Götter.

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Naja, wie definiert dein Referat denn "Religiös"?

Jeder Glaube, oder nur bestimmte Glaubensarten? Weil offiziell wird ja nur erfasst, wer Christ ist & Kirchensteuer zahlt (Ev. & Kath.) und wer keine Kirchensteuer zahlt.

Aber alle die keine Kirchensteuer zahlen, können ja dennoch Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, Hare Krishnas, Zeugen Jehovas, Satanisten, oder was auch immer sein, und viele die Kirchenteuer zahlen sind auch KEINE Christen, sondern sie zahlen nur Kirchensteuer, weil sie irgendwann mal kirchlich heiraten wollen...

Grob gesagt: Weil die SED Regierung nicht wollte, das die Leute an Gott glauben. Kirchgänger hatten dort oft Nachteile/Repressalien zu befürchten.

MartinDeeks 10.07.2017, 18:16

stimmt im Kommunismus war das einfach nicht gerne gesehen man hätte sich in heutiger Sprache so geoutet als würde ein 15-jähriger heute fragen was ein Handy oder das Internet ist.

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v. a. wegen des über vierzig Jahre währenden Kommunismus, aber auch, weil von vielen Wissenschaftlern behauptet wird, Gott sei widerlegt.

woher diese behauptung ?   dort steht es nur nicht in den personal urkunden.

wieviele echt glaubende katholiken gibt es wohl noch in NRW ?

Westdeutschland ist fast genauso entchristlicht. Dort sind zwar noch sehr viele "Mitglied" der Kirchen - vor allem, um in der Verwandschaft und der Öffentlichkeit nicht anzuecken. Aber Beter und Kirchgänger sind sie längst nicht mehr.

Das Christentum war die Religion von Wüsten-Nomaden und römischen Sklaven. Es hat den 2017 lebenden Menschen schlicht nichts mehr brauchbares zu sagen. Wir sind zu gebildet.


Wurzelstock 10.07.2017, 22:02

Sagen wir mal: Wir sind zu eingebildet. Das Christentum war maßgeblich am Ende des kalten Krieges, und an der Verschrottung des eisernen Vorhangs beteiligt. Vor allem an der erstaunlich unblutigen Art und Weise. Das gilt nicht nur für die DDR.

Wer das nicht sieht, und stattdessen sich wohlig empört ins alte Rom made in Hollywood phantasiert, der ist zu schlicht, um für eine Beschreibung der jüngsten Geschichte brauchbar zu sein.

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Woher hast Du das denn? Es waren vor allem die Kirchgänger, die das SED-Regime gestürzt haben, und in den '90er Jahren waren die Kirchen dort voller als im Westen.

Worauf stützt Du das also, dass Ostdeutschland unreligiös sei?


perry012 10.07.2017, 19:05

Dort aufgewachsen und ich kenne vielleicht 2 Gläubige Menschen aus 100. 

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Wurzelstock 10.07.2017, 22:08
@perry012

Perry, selbst, wenn Du alle 100 nach ihrer religiösen Einstellung befragt hättest - was Du uns wohl kaum weismachen willst - ist das nicht repräsentrativ für die DDR.

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vllt weil sie da schon etwas weiter als die gebrauchten bundesländer sind.

perry012 10.07.2017, 19:05

Gebrauchten 😂

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Das liegt an der langsam steigenden Bildung.
Länder mit guten Bildungsstandards für die Masse der Bevölkerung werden natürlich mehr und mehr atheistisch.

Prinzipiell ist Deutschland immer noch ziemlich religiös, in letzter Zeit stark steigend beim muslimischen Anteil.

Die Quellen dazu kannst du dir selbst suchen, notfalls such dir Bildungs-statistiken und parallel dazu die Anzahl an Atheisten, der Zusammenhang ist dann mehr als nur offensichtlich.

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